Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

Milchpreis Maisaussaat Ackerboden Rapspreis

News

Welche Konsequenzen hat das Honig-Urteil?

Für die Imker bedeutet das gestrige Urteil des Europäischen Gerichtshofes tiefe Genugtuung. Honig, der gentechnisch veränderte Bestandteile beinhaltet, benötigt künftig eine gesonderte Zulassung der EU und muss als GVO-Honig gekennzeichnet werden. Was sind aber nun die direkten Konsequenzen? Zunächst einmal haben die Imker Rechtssicherheit, erklärt der Spiegel.

Lesezeit: 2 Minuten

Für die Imker bedeutet das gestrige Urteil des Europäischen Gerichtshofes tiefe Genugtuung. Honig, der gentechnisch veränderte Bestandteile beinhaltet, benötigt künftig eine gesonderte Zulassung der EU und muss als GVO-Honig gekennzeichnet werden. Was sind aber nun die direkten Konsequenzen?


Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.



Zunächst einmal haben die Imker Rechtssicherheit, erklärt der Spiegel. Jeder Landwirt, der gentechnisch veränderte Pflanzen anbaut, muss damit rechnen, benachbarten Imkern Schadensersatz zahlen zu müssen, wenn diese GVO in ihren Produkten finden. Weitere direkte Folge des Urteils ist, dass die Behörden nun sämtlichen Honig, der in der EU verkauft wird, prüfen müssen. Besonders Honige aus  Kanada, Argentinien und Brasilen dürften hier Probleme bekommen, da die Grüne Gentechnik in diesen Ländern intensiv angewendet wird. Künftig greift auch hier der EU-Toleranzwert von 0,9 % GVO. Sind die gentechnischen Bestandteile bei uns nicht als Lebensmittel zugelassen, gelten 0 %.




Neben den Behörden kommt nun auch auf den Handel eine große Aufgabe zu, denn 80 % des Honigs in deutschen Regalen kommt aus dem Ausland. Nur ein Fünftel ist heimisch. Fachleute sind daher bereits als rechnen, wieviele Honige wohl aus den Läden geräumt werden müssen. Die Imker selbst gehen von 50 % aus, während das niedersächsische Landwirtschaftsministerium etwa 30 % erwartet. Konsequenzen für die deutschen Honige erwartet der heimische Honig-Verband unterdessen nicht. Er vertraut auf die Reinheit deutscher Ware.




Bundesagrarministerin Ilse Aigner kündigte unterdessen an, mit den Ländern über die Folgen des Urteils reden zu wollen. Im Gespräch ist laut Spiegel eine sogenannte Prozesskennzeichnung, die den genau beschreibt, was mit dem Lebensmittel vom Acker über das Fließband bis zum Handel passiert ist. Die Hauptarbeit werden jetzt wohl aber die Veterinärämter und Lebensmittelbehörden leisten müssen. (ad)


Die Redaktion empfiehlt

top + Zum Start in die Maisaussaat keine wichtigen Infos verpassen

Alle wichtigen Infos & Ratgeber zur Maisaussaat 2024, exklusive Beiträge, Videos & Hintergrundinformationen

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.