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Wildschweinstreit in Bayern: BBV kontert Kritik der Jäger

Der Bayerische Bauernverband (BBV) weist die seiner Meinung nach unsachliche Kritik des Landesjagdverbandes Bayern (BJV) am Forschungsprojekt „Brennpunkt Schwarzwild“ mit Nachdruck zurück. Der BJV hatte dem Bayerischen Landtag vorgeworfen, keine wirklichen Erkenntnisse für die Praxis hervorgebracht zu haben.

Lesezeit: 3 Minuten

Der Bayerische Bauernverband (BBV) weist die seiner Meinung nach unsachliche Kritik des Landesjagdverbandes Bayern (BJV) am Forschungsprojekt „Brennpunkt Schwarzwild“ mit Nachdruck zurück. Der BJV hatte dem Bayerischen Landtag vorgeworfen, keine wirklichen Erkenntnisse für die Praxis hervorgebracht zu haben.

 

„Wir sehen die gemeinsamen Aktivitäten in den Projektgebieten vor Ort sehr positiv und als Schlüssel für erfolgreiche Lösungen bei der Schwarzwildbejagung. Feindbilder aufzubauen, um notwendige Weiterentwicklungen zu behindern, ist ein Irrweg“, sagt BBV-Präsident Walter Heidl. Die beispielgebende Arbeit in den Projekten als Arbeit „ohne Mehrgewinn für die praktische Jagdausübung“ zu diffamieren, treffe die Projektteilnehmer sehr hart – insbesondere die beteiligten Jäger, die nahezu alle auch Mitglied im BJV sind oder sogar eine Hegegemeinschaft bzw. BJV-Kreisgruppe leiten.

 

Die 90.000 Euro, die in den vergangenen vier Jahren jährlich in das  Projekt „Brennpunkt Schwarzwild“ investiert wurden, waren laut dem Bauernpräsidenten gut angelegt und seien angesichts der rund 900.000 Euro, die jährlich an staatlichen Jagdabgabemitteln in die Kassen des BJV fließen, ein vergleichsweise bescheidener Betrag.



Kernelement sei die Verbesserung der Kommunikationswege. Deshalb wurde das Schwarzwild-Informationssystem (SIS unter www.BayerischerBauernVerband.de/SIS) entwickelt. Im Vergleich zum System des BJV, das nur für ausgewählte Jäger zugänglich ist, kann jeder interessierte Jäger, Eigenjagdbesitzer, Landwirt, Jagdvorsteher, BaySF-Mitarbeiter oder auch Schwarzwildberater am SIS der jeweiligen Region teilnehmen. „Diese Transparenz schafft Vertrauen“, so Heidl.



So bemühten sich die beteiligten Jäger Brücken zu bauen und aus einem Gegeneinander ein Miteinander auf gleicher Augenhöhe zu machen. Der BJV hingegen erwecke mit seinen Äußerungen den Eindruck, als wären Weiterentwicklungen nicht nötig, kritisiert der Bauernverband weiter. Dabei habe die Bejagung allein mit traditionellen Jagdmethoden den Vormarsch der Schwarzkittel nicht stoppen können. Die Klagen betroffener Landwirte über Schäden durch Schwarzwild und die weitere Besiedlung bisher schwarzwildfreier Gebiete zeigten, dass Handlungsbedarf besteht.

 

Der BBV bedauert, dass der BJV sich einer ergebnisoffenen Diskussion der Projektergebnisse verschließt. Der Bauernverband und die ARGE Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (ARGE) wollten die Jagd nicht revolutionieren, sondern gemeinsam mit den Jägern neue Wege erarbeiten, welche die Schwarzwildjagd noch effizienter machen. Ein „Weiter so“ könne und dürfe es auch wegen der  wachsenden Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest, vielen Verkehrsunfällen und sich weiter ausbreitender Schwarzwildbestände nicht geben. Dafür hätten Landwirte, Jagdgenossenschaften und Bürger kein Verständnis, hieß es.


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