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topplus Brexit-Folgen​

Britische Schweinebranche bricht ein – bis zu 60 € Verlust pro Tier

Großbritannien hat mit dem Brexit die Schweinehaltung ausgeweitet. Das rächt sich jetzt. Hohe Verluste sorgen nun für eine Rolle rückwärts.​

Lesezeit: 2 Minuten

Herbert Breker von der Landwirtschaftskammer NRW hat sich den UK-Markt genauer angeschaut:

Mit dem EU-Austritt stieg bei hohen Gewinnerwartungen die Schweinehaltung Großbritanniens 2021 deutlich an. Klingt logisch, denn die Selbstversorgung lag damals nur bei 64 %. Aber schon 2022 kam die Ernüchterung. Steigende Kosten insbesondere für Futter führten trotz höherer Erlöse zu erheblichen Verlusten bis zu umgerechneten 60 € je Schwein.

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Die britischen Schweinehalter stocken nun kräftig ab – vor allem bei den Sauen. Das Minus beträgt 15 % bei den Jungsauen sogar Minus 23 % im Vergleich zu 2021. Damit ist ein weiterer Produktionsabbau für die nähere Zukunft vorprogrammiert.

Importe steigen weiter

Trotz des generellen Verbrauchsrückgangs wuchs der Import von Schweinefleisch in den ersten 10 Monaten des Jahres 2022 auf rund 670.000 t bzw. +12,5 %. Besonders gefragt waren Schinken und Wurstwaren mit Zunahmen um die 25 %. Frankreich profitierte mit zunehmenden Lieferungen in Höhe von +155 %, deutlich vor Spanien mit +70 %. Das Nachbarland Irland erreichte nur einen Zuwachs von +24 %; die Niederlande brachten es auf eine Steigerung von rund +43 %.

Dagegen verlor Deutschland knapp 16 % der vorjährigen Exporte nach Großbritannien. Die Exportmenge erreichte nur 108.000 t, davon 66.000 t frisches und gefrorenes Schweinefleisch. Die deutsche Konkurrenzfähigkeit leidet u.a. durch hohe Vertriebskosten.

Brexit-Hoffnungen zerschlagen

Die mit dem Brexit verknüpften Erwartungen an einen zunehmenden Handelsaustausch mit Nordamerika liefen ins Leere. Die Schweinefleischimporte aus den USA sanken um 11 % auf nur noch 1.000 t. Kanada lieferte gerademal 100 t.

Die britischen Verbraucherpreise für Schweinefleisch sind im Verlaufe des Jahres 2022 um durchschnittlich 12 % gestiegen. Angesichts der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Lage auf der Insel wird in 2023 mit einem spürbar gedrosselten Verbrauch gerechnet mit entsprechenden Folgen für die Inlandserzeugung und den Import.

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