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topplus Getreide- und Ölsaatenpreise

Bundesregierung hält Risiko von Marktverwerfungen durch Ukrainekrieg für gering

Die Getreide- und Ölsaatenpreise folgen dem Weltmarkt. Der Ukrainekrieg hat da weniger große Auswirkungen als gedacht. Allerdings hat der Krieg die Inflation und die Energiepreise angeheizt.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Bundesregierung schätzt das Risiko von Marktverwerfungen durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als eher gering ein. Die Entwicklung der Getreide- und Ölsaatenpreise auf dem deutschen und den übrigen europäischen Märkten folge - wie sonst auch - im Wesentlichen den Vorgaben des Weltmarktes, schreibt die Regierung.

Festzustellen sei allerdings, dass das Kriegsgeschehen durch die Zerstörungen sowie das Zurückhalten von Lebensmitteln als Preistreiber auf die globalen Agrarmärkte wirke und zu einem globalen Anstieg von Inflationsraten und Energiepreisen geführt habe. Für die Ernährungssituation der Bevölkerung in Staaten, die maßgeblich von Lebensmittelimporten abhängig sind, habe dies gravierende negative Auswirkungen.

Ins positives Licht gesetzt

Kritisch sieht die Bundesregierung in dem Zusammenhang die von Russland angekündigten kostenlosen Lieferungen von Getreide in sechs afrikanische Staaten. Damit versuche Moskau, sich in ein positives Licht zu setzen. Dabei habe Russland erhebliche Mengen an ukrainischem Getreide entwendet.

Überdies sei durch die Getreidelieferungen kein konstruktiver Beitrag zur Bewältigung der globalen Ernährungssicherung zu erwarten, allein schon wegen der fehlenden Einbindung von wichtigen Akteuren wie dem Welternährungsprogramm (WFP).

EU-Solidaritätskorridore wichtig

Die Bundesregierung betont, dass der Ukraine trotz der ausgebliebenen Verlängerung des Schwarzmeer-Abkommens der Zugang zum EU-Markt sowie zu den Weltmärkten über die sogenannten EU-Solidaritätskorridore ermöglicht werden müsse. Dieses Ziel unterstütze Deutschland uneingeschränkt. Dafür seien in der Südukraine Laborkapazitäten für vorgeschriebene phytosanitäre und veterinärmedizinische Prüfverfahren sowie mobile Getreidelagerungseinheiten eingerichtet worden.

Über den Bilateralen Treuhandfonds (BTF) seien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) dafür Mittel von rund 2,6 Mio. Euro zur Verfügung gestellt worden.

28 Mio. t Agrargüter exportiert

Nach Angaben der Bundesregierung wurden im Rahmen des Getreideabkommens im Zeitraum von August 2022 bis Juli 2023 rund 28 Mio. t Mais, Ölstaaten und Weizen aus der Ukraine exportiert. Im Einzelnen habe die Ukraine etwa 16,9 Mio. t Mais, 2,1 Mio t Ölsaaten sowie 8,9 Mio. t Weizen ausgeführt.

Die Regierung beruft sich bei ihren Zahlen auf eine Statistik der FAO, die allerdings lediglich die primären Exportländer enthalte. Re-Exporte in Drittländer seien nicht berücksichtigt.

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