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Chinas-Schweinebranche: Peking sucht Stabilität​

Weltweit essen die Asiaten das meiste Schweinefleisch. China hat hier eine beherrschende Stellung. Wie ist die Lage dort und wie entwickeln sich die Importe?​

Lesezeit: 2 Minuten

Herbert Breker von der Landwirtschaftskammer NRW bewertet den Zustand der chinesischen Schweinehaltung.

Die Schweinebestände in China erholen sich noch immer von dem ASP-Seuchenzug im Jahre 2019/20. Der Wiederaufbau der letzten Jahre hat die chinesische Schweinehaltung allerdings grundlegend verändert. Die früher übliche Hinterhofhaltung wird nach und nach durch große industrielle Haltungseinheiten ersetzt. Sie macht mittlerweile fast Zweidrittel der Bestände in China aus.

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7 bis 10-stöckige „Schweinehotels“ mit über 1.000 Sauen je Etage prägen das Bild. Vielfach bilden Ferkelerzeugung und Schweinemast mit den zugehörigen Futtermittelwerken eine Einheit. Nicht selten sind auch Schlachthöfe und Fleischverarbeitung angebunden.

Kosten von über 3 € pro kg SG

Die starken Angebotsschwankungen führten auch zu heftigen Preisbewegungen zwischen umgerechnet 5 und 2 € je kg SG. Bei Produktionskosten zwischen 3 und 3,50 € je kg SG gab es zeitweise hohe wirtschaftliche Verluste. Nun greift Peking stärker in den Markt ein und hat den Sauenbestand zurückgenommen.

Die Folge: Seit Mitte des Jahres 2022 sind Schlachtschweine in China wieder knapp. In Verbindung mit zwischenzeitlich halbierten Importen wurde Schweinefleisch unzureichend angeboten. Die Preise stiegen bei saisonüblicher Nachfragesteigerung über 3 €/kg und erreichten Ende Okt 2022 die Marke von knapp 5 €/kg.

China treibt den Welthandel

Die Verwerfungen in China wirken sich meist direkt auf den globalen Schweinefleischmarkt aus. Die Importe stiegen von rund 1 auf 5,5 Mio. t im Spitzenjahr 2020. Die EU lieferte zeitweise mehr als 50 % des chinesischen Bedarfs. Anfangs war auch Deutschland mit dabei, bis der ASP-Ausbruch auf deutschen Boden zu einem Stopp führte. Spaniens Exporte in Richtung China verdreifachten sich im Jahre 2021. Auch Dänemark und die Niederlande profitierten mit Ausfuhrverdoppelungen.

Was passiert 2023?

Für das Jahr 2023 soll die chinesische Schweinefleischerzeugung nur moderat wachsen. Eine 100%-ige Selbstversorgung wird nicht angestrebt, weil auf dem Weltmarkt bestimmte Teilstücke mit Preisen unter 2,50 €/kg beschafft werden können. Ziel ist ein stabiles Versorgungsangebot bei kostendeckenden Preisen zwischen 3 bis 3,5 €/kg.

Die ab Mitte 2022 wieder erheblich gestiegenen chinesischen Schweinepreise schüren die Erwartungen auf eine mögliche Wiederbelebung der China-Importe. Die Stabilisierung der vierteljährlichen Einfuhrmengen bis ins 3. Quartal 2022 unterstützt diese Einschätzung.

Dagegen sprechen jedoch die fallenden Terminkurse in den Frühjahrsmonaten 2023 an der Dalian-Börse. Die Nachfrage fällt nach dem chinesischen Neujahrsfest Ende Jan 2023 saisonüblich immer deutlich ab. Dazu kommt eine erwartete Produktionssteigerung. Das zukünftige chinesische Importgeschäft mit Fleisch bleibt überschaubar.

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