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topplus Auch ohne Getreideabkommen

Internationaler Getreiderat erwartet größere Exporte aus der Ukraine

Auch ohne Getreideabkommen könnte die Ukraine viel Weizen exportieren. Der IGC hat seine Prognose zuletzt sogar leicht erhöht. An die Vorjahresmenge kommen die Ausfuhren aber nicht mehr heran.

Lesezeit: 3 Minuten

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Voraussage für die ukrainischen Weizenexporte im laufenden Wirtschaftsjahr heraufgesetzt, obwohl Russland das Schwarzmeerabkommen am Montag vergangener Woche beendet hat. Die Londoner Experten beziffern die Ausfuhrmenge an ukrainischem Weizen jetzt für 2023/24 auf voraussichtlich 12 Mio t; Ende Juni hatten sie mit 11,5 Mio t gerechnet. Die Vorjahresmenge würde demnach aber noch um 4,8 Mio t verfehlt.

Maisexporte schrumpfen um 10 Mio. t

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Die ukrainischen Maisausfuhren taxiert der Getreiderat für die aktuelle Vermarktungssaison weiterhin auf 18 Mio t, nach noch schätzungsweise 28,5 Mio t im vergangenen Wirtschaftsjahr. Allerdings betont der IGC in seiner aktuellen Markteinschätzung vom vergangenen Donnerstag (20.7.), dass die Zukunft der Seetransporte aus der Ukraine sehr unsicher sei. Entscheidend für die künftigen Ausfuhren des kriegsgeplagten Landes seien alternative Transportrouten, und zwar vor allem über die Donau. Die Verschiffungen über diesen Weg hätten bereits im vergangenen Jahr deutlich zugelegt.

Indes setzte der IGC seine Prognose für die internationalen Weizenexporte in der Vermarktungssaison 2023/24 um 200 000 t auf 196,9 Mio t herab. Damit würde die Vorjahresmenge um 8,7 Mio t oder 4,2 % verfehlt. Für die EU-Weizenausfuhren berücksichtigten die Londoner Fachleute einen Abschlag von 500 000 t auf 33,8 Mio t, womit die Vorjahresmenge aber um 1 Mio t übertroffen würde.

EU-Ernte kleiner gesehen

Das diesjährige Weizenaufkommen in der Gemeinschaft beziffert der IGC nun auf voraussichtlich nur 134,6 Mio t, nachdem Ende Juni noch 1,5 Mio t mehr erwartet worden waren. Als Begründung wird das ungünstige Wetter im späten Frühjahr angeführt. Vor allem die Ernteaussichten für Deutschland und Frankreich verschlechterten sich, hieß es. Die spanische Weizenerzeugung wird dürrebedingt weiterhin bei nur 3,7 Mio t gesehen, nach noch 6 Mio t im vergangenen Jahr.

Weltweite Getreideversorgung stabil

Mit Blick auf die globale Weizenernte 2023/24 passte der Getreiderat seine Prognose um 1,9 Mio t auf 784,2 Mio t nach unten an. Damit würde die Vorjahresmenge um 19,1 Mio t verfehlt. Das weltweite Maisaufkommen sehen die Fachleute nun bei fast 1,220 Mrd t, was allerdings einem Aufschlag von 8,7 Mio t entspricht. Im vergangenen Wirtschaftsjahr hatten die Landwirte 1,442 Mrd t Mais von den Feldern geholt. Die Voraussage für den globalen Verbrauch von Weizen und Mais wurden um 900 000 t auf 654,4 Mio t beziehungsweise um 400 000 t auf 1,205 Mrd t angehoben; im Vorjahresvergleich waren dies Zuwächse von 1,6 Mio t und 31,2 Mio t.

Nach Einschätzung des IGC werden sich die globalen Bestände an Getreide Ende 2023/24 auf 581,2 Mio t belaufen; im Juni hatte die Prognose 577,4 Mio t gelautet. Das jetzt erwartete Volumen würde ausreichen, um 25,2 % der voraussichtlichen Nachfrage zu decken; das wären 0,8 Prozentpunkte weniger als die Kennzahl für 2022/23. Im Einzelnen dürfte der Bestand von Weizen im Vergleich zum Saisonbeginn um 19,6 Mio t auf 263,2 Mio t abgestockt werden. Dagegen erwarten die Fachleute für Mais hier eine Zunahme um 14,6 Mio t auf 282,1 Mio t. AgE

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