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Wesjohann fordert Pflichtkennzeichnung für Fleischprodukte

Deutschlands größter Geflügelfleischvermarkter konzentriert sich auf den heimischen Martkt und investiert massiv in fleischfreie Produkte. PHW-Chef Peter Wesjohann erklärt seine Strategie.

Lesezeit: 12 Minuten

Herr Wesjohann, wie sind die Geschäfte 2018 für Sie gelaufen?

Wesjohann: Wir sind mit der Entwicklung zufrieden. Der Verbrauch an Geflügelfleisch steigt, und wir profitieren als Marktführer davon. Im Wirtschaftsjahr 2017/18 ist unser Umsatz um 4 % gestiegen.

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Wird der Verzehr von Geflügelfleisch in Deutschland weiter steigen?

Wesjohann: Davon gehen wir aus. Unser Pro-Kopf-Verzehr ist im EU-weiten Vergleich immer noch niedrig.

Im Vergleich dazu sinkt der Schweinefleischverzehr seit Jahren. Was sind die Ursachen dieser gegenläufigen Entwicklung?

Wesjohann: Das Konsumverhalten ändert sich. Die junge Bevölkerung tendiert zu gesundem, leichtem und kalorienarmem Fleisch. Sie essen zwar weniger Fleisch, aber wenn dann meist Geflügel.

Ist der Geflügelfleischverzehr immun gegen die Diskussion um Tierwohl, Massentierhaltung, Sojaimporte etc.?

Wesjohann: Die Leute wissen, dass wir in Deutschland hohe Standards und beste Qualität bieten. Wir haben unser System immer weiter verfeinert und arbeiten in modernen Betrieben. Außerdem honorieren die Verbraucher unsere Aktivitäten, das Tierwohl stetig zu verbessern. Auch beim Thema Nachhaltigkeit stehen wir besser da als Schweine- oder Rindfleisch, weil unser CO2-Fußabdruck viel kleiner ist. Letztlich spielt aber auch der Preis eine Rolle. Nicht jeder kann und will viel Geld für Fleisch ausgeben. Da kann Geflügel punkten.

Welche Bedeutung hat der Export für die PHW-Gruppe?

Wesjohann: Wenn Sie den Export aus Deutschland heraus meinen, liegen wir bei ca. 20 %. Die Ware bleibt aber fast ausschließlich in der EU. Mit unseren hohen Standards sind wir selbst in der EU kaum wettbewerbsfähig. In Drittstaaten wird es noch schwieriger.

Ist das der Grund, warum Sie auch im Ausland investieren?

Wesjohann: Nein. Polen, Bulgarien und Holland sind interessante Märkte. Polen hat 40 Mio. Verbraucher und einen höheren Geflügelfleischverzehr pro Kopf als wir Deutschen. Gleiches gilt für Bulgarien und Benelux. Wir investieren in diesen Ländern für die jeweiligen Märkte, nicht um von dort Deutschland zu versorgen. Unser Kernmarkt ist und bleibt Deutschland.

Heißt das, Sie beliefern keine deutschen Kunden aus Polen heraus?

Wesjohann: Doch, aber das hat andere Gründe: In Deutschland landen 65 % des Geflügelfleischs im Großverbraucher- und Gastrobereich. Herkunft, Prozessqualität oder Tierwohl stehen hier nicht im Fokus. Es herrscht in diesem Segment ein hoher Wettbewerbsdruck. Da können wir teilweise nur mit preisgünstiger Ware im Geschäft bleiben.

Gibt es also doch eine schleichende Verlagerung Ihrer Aktivitäten ins Ausland?

Wesjohann: Wir haben in Deutschland keine Produktion zurückgefahren. Wir planen auch keine Verlagerung ins Ausland. Es gibt aber Teilbereiche, in denen wir mit deutscher Ware nicht wettbewerbsfähig sind und mit unseren polnischen Produkten einspringen. Das stabilisiert uns und damit auch unsere landwirtschaftlichen Partner.

Wächst Ihr Umsatz im Inland genauso schnell wie im Ausland?

Wesjohann: Der polnische Markt ist viel dynamischer. Allein 2019 gehen dort fünf bis sechs neue Schlachtereien ans Netz. Polen ist schon jetzt das mit Abstand größte Produktionsland für Geflügelfleisch in Europa.

..., die für Deutschland eine ernsthafte Konkurrenz ist.

Wesjohann: Klar ist das Konkurrenz. Polen hat viel niedrigere Lohn- und Baukosten. Den größten Vorteil haben sie bei der Besatzdichte mit 42 kg/m2. Wir in Deutschland dürfen nur 39 kg/m2 halten und die Betriebe der Initiative Tierwohl (ITW) sogar nur 35 kg/m2. Ich bin mir ziemlich sicher, dass uns Polen in den kommenden Jahren Marktanteile vor allem im Großverbraucherbereich wegnehmen wird.

Was wollen Sie dagegen tun?

Wesjohann: Als Unternehmen müssen wir uns richtig positionieren. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH), der 35 % des Geflügelfleisches umsetzt, führt ja vornehmlich deutsche Ware und immer öfter auch Tierwohlware. Da müssen wir einen guten Job machen und guten Service bieten.

Wie groß ist der Druck durch Importfleisch aus Drittstaaten in die EU?

Wesjohann: Er ist da, aber er ist nicht neu. Thailand, Brasilien und zuletzt auch die Ukraine liefern Rohware für den Convenience-Bereich. Damit müssen wir leben. Solange keine Herkunft auf der Packung steht, ist dieser Bereich für uns kaum belieferbar.

Wie gut unterstützt die Bundesregierung die Exportaktivitäten der Branche?

Wesjohann: Die Regierung hat mittlerweile den Mehrwert von Exporten erkannt und ist aktiver als früher. Das begrüße ich.

Brauchen wir den Export überhaupt?

Wesjohann: Es gibt Teile vom Geflügel, die hier nicht gebraucht werden, aber woanders begehrt sind. Diese Exporte zerstören auch keine lokalen Märkte, wie oft behauptet wird, weil der Bedarf in diesen Ländern viel größer ist als das heimische Angebot. Deshalb ist der Export von Füßen, Flügeln und anderen Teilen eine Win-Win-Situation. Am Ende brauchen wir diese Ventile auch, um mit den Zusatzerlösen höhere Tierwohlkriterien bei uns besser umsetzen zu können.

China hat insbesondere durch die Folgen der Afrikanischen Schweinepest einen wachsenden Importbedarf bei Fleisch. Profitieren Sie davon?

Wesjohann: Wir können davon profitieren, aber nicht mit Brustfilets. Es geht eher um Füße, Flügel und Nebenprodukte. Der Markt ist riesig, und wir würden auch dort niemanden verdrängen. Leider sind wir bisher nicht für den Export zugelassen, weil die Veterinärzertifikate fehlen.

Wie entwickeln sich die Erzeugerpreise in den nächsten Monaten?

Wesjohann: Die Aussichten sind für die Hähnchenhaltung über das Jahr gesehen gut. Die Erzeuger profitieren von der reduzierten Besatzdichte bei der ITW. Das betrifft immerhin 70 % der deutschen Produktion und hat dazu geführt, dass unser Selbstversorgungsgrad unter 100 % gerutscht ist.

Sehen Sie noch Wachstumschancen für deutsche Geflügelhalter?

Wesjohann: Wir könnten den einen oder anderen Mäster noch gebrauchen. Leider werden nur noch wenige Ställe genehmigt. Vor allem bei Tierwohlställen mit Außenklimabereich ist es schwierig. Da muss die Regierung sich endlich bewegen.

Erkennen Sie ein klare Nutztierstrategie der Regierung?

Wesjohann: Nein, noch nicht.

Wie geht die PHW-Gruppe mit der Tierwohl-Diskussion um?

Wesjohann: Wir haben schon viel verändert. Wir arbeiten im gesamten Unternehmen derzeit mit mindestens sechs unterschiedlichen Tierwohlkonzepten. Bis zum Jahresende wollen wir 80 % unserer deutschen Geflügelfleisch-Erzeugung nach Tierwohlkriterien produzieren.

Wie wirkt sich das ITW-Fleisch an der Ladentheke aus?

Wesjohann: Schwer zu sagen. Fakt ist, dass wir über die Tierwohlkriterien weniger Ware haben. Das führt phasenweise zu Knappheiten und höheren Preisen. Über die Zeit muss Tierwohl aber generell zu höheren Preisen führen.

Wie wichtig ist die Nämlichkeit in der Kommunikation zum Verbraucher?

Wesjohann: Ohne Nämlichkeit gibt es keine Glaubwürdigkeit. Wenn in der Packung nicht das Produkt drinsteckt, für das der Verbraucher den höheren Preis zahlen soll, wird es schwierig.

Wie geht es weiter, wenn der LEH den Fonds der ITW, wie angekündigt, nicht mehr füllt?

Wesjohann: Ich wünsche mir, dass wir das System fortsetzen und weitere Handelsketten hinzugewinnen.

Trotzdem wird schon über ITW-Plus gesprochen. Was halten Sie davon?

Wesjohann: Das hängt von den Standards ab. Bei der Besatzdichte gibt es auf jeden Fall keine Luft mehr. Wir können sonst unsere Kunden nicht mehr mit wettbewerbsfähigen Preisen bedienen.

Julia Klöckner will 2020 mit dem staatlichen Tierwohllabel starten. Wie sehen Sie die Erfolgsaussichten im Geflügelbereich?

Wesjohann: Eigentlich brauchen wir dieses Label nicht. Wenn es kommt, sollte es verpflichtend sein, damit wir auch den Gastronomie- und Großverbraucherbereich erfassen. Nur so haben wir die Chance, die Tierwohlkriterien in der Breite zu etablieren.

Warum ist die Pflicht so wichtig?

Wesjohann: Ein freiwilliges Label wird scheitern, weil der Wettbewerb dafür sorgen wird, dass die Mehrkosten in der Produktion nicht bezahlt werden. Im schlimmsten Fall verlieren wir deutsche Produktion. Bevor wir ein schlechtes Label machen, sollten wir es besser ganz lassen.

Wie lassen sich ITW und Staatliches Tierwohllabel sinnvoll verbinden?

Wesjohann: Wenn Frau Klöckner will, kann sie die ITW-Kontrollinstanzen nutzen. Sie müsste dann eine feste Abgabe pro kg verkauftes Fleisch einsammeln – auch bei den Großverbrauchern. Wenn das in Brüssel akzeptiert würde, bekommen wir am Ende fast 100 % in das Label.

Bisher bewegt sich die Ministerin aber nicht.

Wesjohann: Wir sollten hier weiter im Gespräch bleiben.

Die Universität Osnabrück hat eine Studie zur Zahlungsbereitschaft für Tierwohl gemacht. Die Mehrheit der Verbraucher achtet danach weiterhin sehr stark auf den Preis.

Wesjohann: Mich überrascht das nicht. Der Preis spielt weiter die entscheidende Rolle. Wir haben viele Konzepte ausprobiert. Das Biohuhn war bei uns dreimal so teuer wie das konventionelle und am Markt eine extrem kleine Nische. Das Privathof-Huhn kostet etwa 40 % bis 80 % mehr und läuft schon besser. Je höher der Preis, desto kleiner der Markt.

Wie viele Hähnchen vermarkten Sie über das Privathof-Programm?

Wesjohann: Es wächst langsam aber stetig. Wir schlachten derzeit 160 000 Tiere pro Woche. Vor 12 Monaten waren es noch 10 000 weniger. Das sind etwa 4 % der deutschen Gesamtproduktion. Es gibt vor allem in Süddeutschland noch zahlreiche Bewerber, die beim Privathof-Programm mitmachen wollen. Das geht nur in dem Umfang, in dem die Märkte wachsen.

"Bevor wir ein schlechtes Label machen, sollten wir es besser ganz lassen" - Peter Wesjohann





Wie kommen wir aus dem Dilemma heraus, dass die Bürger einerseits mehr Tierwohl fordern, als Verbraucher aber nur begrenzt mehr zahlen wollen?

Wesjohann: Wir sollten dem Verbraucher nicht die Schuld geben. Wir müssen akzeptieren, dass wir in Deutschland nur 10 % des Einkommens für Lebensmittel ausgeben. Veränderungen laufen langsam.

Diejenigen, die mehr Tierwohl fordern, haben diese Geduld aber nicht!

Wesjohann: Mit einer Kennzeichnungspflicht würde es schneller gehen.

Was halten Sie davon, die zusätzlichen Kosten über eine Anhebung der Mehrwertsteuer für Fleisch zu bezahlen?

Wesjohann: Das wäre tödlich, weil eine Steuer prozentual ansetzt. Der Preisabstand zur günstigen Auslandsware würde noch größer. In Skandinavien hat man das versucht. Das Projekt ist kläglich gescheitert.

Ist eine integrative Landwirtschaft, wie Sie sie betreiben, heute wettbewerbsfähiger als unabhängige Geschäftsbeziehungen?

Wesjohann: Definitiv! Die Integration ist vor allem bei neuen Programmen im Vorteil. Man kann eine Qualitätsphilosophie viel schneller umsetzen, weil es weniger Interessenkonflikte gibt. Man hat als Integrator an der Spitze aber auch mehr Verantwortung. Die Landwirte sind unsere Partner. Wir gewinnen und verlieren zusammen.

Sehen die Landwirte das auch so?

Wesjohann: Ich glaube schon, denn wir arbeiten gut zusammen. Wir beraten unsere Mäster und informieren sie über den Markt. Das ist zeitintensiv, aber wichtig, damit die Landwirte verstehen, was wir tun.

Sie haben sich in den vergangenen Jahren sehr stark im Bereich der alternativen Proteinquellen engagiert. Warum?

Wesjohann: Wir beobachten, dass die Nachfrage nach Alternativen zum herkömmlichen Fleisch wächst. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren beschleunigen. Gleichzeitig haben wir viel Know-how bei der Veredelung von Geflügelprotein, das wir bei der Verarbeitung von pflanzlichem Protein genauso gut einsetzen können. Unser Ziel ist es, Anbieter von hochwertigen Proteinen zu sein.

An welchen Unternehmen sind Sie beteiligt und mit wem kooperieren Sie?

Wesjohann: Wir sind an der US-Firma Good Catch Foods beteiligt, die veganen Thunfisch produziert. Wir haben die deutschen Exklusiv-Vertriebsrechte für den Beyond Burger, der Rindfleisch-Pattys durch pflanzliche ersetzt. Daneben unterstützen wir die Bugfoundation aus Osnabrück, die Insektenburger anbietet. Außerdem möchten wir mit JUSTegg perspektivisch einen Rühreiersatz aus der Mungobohne auf den Markt bringen.



"Wir könnten den einen oder anderen Mäster noch gebrauchen." - Peter Wesjohann

Und Sie wollen bald Fleisch im Bioreaktor produzieren.

Wesjohann: Ja, wir halten Anteile an dem israelischen Unternehmen SuperMeat. Es entwickelt in-vitro-Fleisch, das künftig für Nuggets oder Schnitzel eingesetzt werden könnte.

Im eigenen Haus sind Sie nicht aktiv?

Wesjohann: Doch, wir entwickeln auch Produkte. Global gesehen fließt in diesen Bereich aber so viel Geld, dass wir als Einzelunternehmen nicht mithalten können. Deshalb brauchen wir Partner. Wir wollen uns in der Nische mit hochwertigen Produkten etablieren, die wie Fleisch schmecken. Um unsere Ambitionen deutlich zu machen, haben wir ein Vorstandsmitglied, dass sich hauptamtlich um dieses Thema kümmert.

Warum muss das überhaupt wie Fleisch schmecken?

Wesjohann: Es geht um die Flexitarier, die weniger Fleisch essen wollen. Das ist der viel größere Markt als die Vegetarier oder Veganer. Flexitarier akzeptieren keinen Geschmacksabfall. Ein Beispiel ist der Beyond Burger den wir gerade in Deutschland einführen. Wenn Sie ihn blind verkosten, merken Sie keinen Unterschied zum Rindfleischburger. Wir wollen keinen bekehren, sondern neue Angebote machen.

Wann rechnen Sie beim Laborfleisch mit der Marktreife?

Wesjohann: Ich denke in ca. 5 Jahren. Dann müssen wir es aber noch auf Großanlagen anpassen, um im großen Stil produzieren zu können. Und wir brauchen eine Zulassung, weil es ja kein pflanzliches Produkt ist.

Fleischersatzprodukte und Laborfleisch stehen auch in Konkurrenz. Kann man heute schon sagen, welche Entwicklungen sich am Markt durchsetzen werden?

Wesjohann: Es wird beides geben. Insgesamt sehe ich mittelfristig für unser Unternehmen einen Umsatzanteil von 10 %, der auf diese Produkte entfällt.

Was kosten Fleischersatzprodukte?

Wesjohann: Sie werden sich vermutlich auf dem Niveau von Fleisch einpendeln. Langfristig ist es aber ein Markt wie jeder andere auch. Es wird Konkurrenz geben. Letzlich entscheiden Qualität, Geschmack und Kosten über den Preis.

Sie produzieren auch Insektenmehle. Was steckt dahinter?

Wesjohann: Wir sind an der kanadischen Firma Enterra Feed Corporation beteiligt, die auf pflanzlichen Abfällen die Larven der schwarzen Soldatenfliege züchtet. Mit Insektenmehl wollen wir künftig Soja in der Futterration so weit wie möglich ersetzen. In der EU haben wir bereits eine Zulassung für Fischfutter.

Sie könnten alternativ auch auf Donausoja setzen? Ist das nicht einfacher?

Wesjohann: Dann haben Sie immer noch den Transport. Wir achten darauf, so wenig Soja wie möglich zu verwenden, weil es für uns nicht nachhaltig ist.

Was denken Ihre Landwirte darüber, dass Sie sich so stark für alternative Proteinquellen engagieren?

Wesjohann: Die meisten verstehen es, wenn wir erklären, dass es das Unternehmen stabilisiert und damit auch den Landwirten hilft. Wir nutzen unser Know-how in anderen Bereichen, ohne unser Kerngeschäft zu vernachlässigen.

Wann werfen diese Beteiligungen denn Gewinne ab?

Wesjohann: Das ist keine Imagekampagne. Ich will kurzfristig auch mit den veganen und vegetarischen Produkten Geld verdienen. Einige Produkte laufen schon ganz akzeptabel.

Vor allem Tierhalter schauen eher pessimistisch in die Zukunft. Zu Recht?

Wesjohann: Ich bin Optimist. Ich glaube, dass wir eine Strategie finden, wenn alle Parteien sachlich zusammenarbeiten und wir mehr Planungssicherheit bekommen. Wir brauchen bäuerliche Betriebe. Sie sind die Basis für den vor- und nachgelagerten Bereich und den ländlichen Raum.

Das Interview führten Dr. Ludger Schulze Pals und Andreas Beckhove

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