USDA-Prognose

Russland baut Position als wichtigster Weizenexporteur aus

Russland exportiert dieses Jahr wohl 27,3 % mehr als im Vorjahr. Was die anderen Länder liefern, hat das USDA nun ermittelt. Hier die Zahlen.

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Russland dürfte 2022/23 seinen Vorsprung bei den Weizenexporten gegenüber den Wettbewerbern am Weltmarkt deutlich vergrößern. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) sieht die betreffenden Ausfuhren jetzt bei 42 Mio. t Weizen; das wären 9 Mio. t oder 27,3 % mehr als im Vorjahr.

Im Juli hatten die Washingtoner Beamten die russischen Weizenexporte noch auf lediglich 40 Mio. t veranschlagt. Nach der USDA-Prognose dürfte die Europäische Union ihren zweiten Platz auf der Weltrangliste der Weizenexporteure in der laufenden Vermarktungssaison mit 33,5 Mio. t Weizen behaupten; im Vergleich zur Vorsaison wären dies 1,8 Mio. t oder 5,5 % % mehr.

Den dritten Rang werden sich nach Einschätzung der Washingtoner Beamten Australien und Kanada mit Ausfuhren von jeweils rund 26 Mio t Weizen teilen; gegenüber 2021/22 wäre dies für die beiden Länder ein Minus von 100.000 t beziehungsweise ein Plus von 11 Mio. t. Für das eigene Land taxieren die US-Beamten die Weizenausfuhr in der laufenden Vermarktungssaison jetzt auf 23 Mio. t, was im Vorjahresvergleich einem Zuwachs um 1,5 Mio. t oder 7 % entsprechen würde.

Die Plätze fünf und sechs dürften indes Argentinien mit 13,5 Mio. t und die Ukraine mit 11 Mio. t belegen; das wären 4,2 Mio. t beziehungsweise 7,8 Mio. t weniger als im Vorjahr.

Unterdessen kommen die EU-Weichweizenexporte recht flott voran. Nach Angaben der EU-Kommission exportierte die Gemeinschaft im Zeitraum vom 1. Juli bis zum 14. August 2022 insgesamt schätzungsweise 3,58 Mio. t Weichweizen; damit würde der Vorjahresstand um etwa 440.000 t oder 14 % übertroffen. Die EU-Beamten wiesen allerdings darauf hin, dass die Daten noch nicht komplett seien.

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