Protestaktion

Landwirte setzen Lichtzeichen gegen Flächenstilllegung von 4 %

Angesichts des Ukraine-Krieges ist die geplante Zwangsstilllegung von 4 % der Ackerflächen für viele Landwirte nicht nachvollziehbar. Landwirte in NRW demonstrierten in einem stillen Protest.

Durch die anhaltenden Kriegszustände in der Ukraine wird die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wieder auf den Prüfstand gestellt. Die EU-Kommission hat beschlossen, dass ab 2023 in ganz Europa auf mindestens 4 % der Ackerfläche nichts mehr wachsen soll. Landwirte sollen diese Flächen ab dem Herbst 2022 nicht mehr beackern. Auch die Aussaat von Blühmischungen ist auf diesen Flächen nicht zugelassen. Das ist angesichts der aktuellen Lage für viel Landwirte unbegreifbar.

Vergangene Woche haben daher Landwirte aus der Region Minden-Lübbecke (NRW) mit über 100 Traktoren eine große Vier als Lichtzeichen auf dem Acker gesetzt. „Auf etwa 10 ha unserer Ackerfläche haben wir bereits freiwillig Blühflächen angesät“, so Dominik Schmedt, Organisator der Aktion, „das sind etwa 9 % unserer Ackerfläche und nun sollen wir dazu gezwungen werden weitere 4 % aus der Erzeugung zu nehmen.“ Eine absolut nicht hinnehmbare Maßnahme wie der Landwirt aus Stemwede findet.

Christian Wiese ebenfalls Stemweder Landwirt und Organisator sagt: „Auf diesen 4 % könnten wir wichtige und dringend benötigte Nahrungsmittel anbauen, aber die Fläche soll uns nun einfach genommen werden.“ Die Forderung der Landwirte: Solche Zwangsstilllegung darf es aus ernährungssicherheitstechnischen Gründen nicht geben! Schließlich erzeugen deutsche Landwirte Lebensmittel von höchster Qualität weltweit!

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