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topplus Lohnunternehmer Award

Lohnunternehmen mit eigenen Fan-Clubs

Die Lohnunternehmer mit mehr als vier Mitarbeitern setzen auf Social Media, Events und Kampagnen.

Lesezeit: 4 Minuten

Mit mehreren 1.000 PS können die Lohnunternehmen Lener Hackgut in Tirol und Peter ­Kircher in Oberösterreich aufwarten. Zusätzlich zur Leistung bei der Feld­arbeit und im Kommunalbereich beackern beide auch Social Media und viele weitere Marketingkanäle. Mit Erfolg, wie der Sieg beim Lohnunternehmer Award 2022 in der Kategorie mit mehr als vier Mitarbeitern zeigte.

Schnell gelesen

Der Lohnunternehmer Award soll Betriebe mit besonders stimmigen Marketing-Konzepten vor den Vorhang holen.

Der Preis wurde in zwei Kategorien, bis und mehr als vier Mitarbeiter vergeben.

Hackgut Lener aus Tirol hat sich auf die Holzverarbeitung, Logistik, den Wegebau und Kommunal- und Landwirtschaftsdienstleistungen spezialisiert.

Peter Kircher ist Lohnunternehmer in Oberösterreich. Er bietet ein breites Spektrum an Kommunal- und Landwirtschaftsdienstleistungen an.

Der Verband der österreichischen Lohnunternehmer hat gemeinsam mit top agrar Österreich sowie den Landtechnikherstellern Krone, Lemken und Busatis den Award ausgelobt, um Lohnunternehmer mit einem besonders gelungenen Auftritt in der Öffentlichkeit auszuzeichnen. Hier stellen wir die beiden Siegerbetriebe näher vor.

Außenauftritt ist wichtig

„Beim Bewerb haben wir uns über unseren Betrieb Gedanken gemacht und wie wir nach ­außen gut auftreten können. Unser ­Unternehmen zählt nicht mehr zu den Start-ups und wir konnten durch die Teilnahme und die Siegerreise nach Deutschland einiges dazulernen“, meint Martin ­Lener, Geschäftsführer von Lener Hackgut in Weer in Tirol. Die Gewinner konnten die Werke der Sponsoren Lemken und Krone besuchen sowie die top agrar-Redaktion in Münster. Zusätzlich gab es auch eine Marketingschulung mit Experten einer Agentur bei Krone in Spelle.

Der Betrieb Lener hat sich auf die Hackguterzeugung und Logistik spezialisiert und ist im Wegebau aktiv, ebenso wie im Forst, der Landwirtschaft und im Winterdienstbereich. „An vorderster Stelle steht die Bekanntheit für jedes Unternehmen“, ist Lener sicher. Im Internet brachte vor allem eine Youtube-Filmreihe über den Betrieb große Reichweite und Millionen Klicks.

Dem Unternehmer ist ein einheitlicher Auftritt wichtig. „Das Lener-Logo gilt in unserem Unternehmen als Grundlage unseres Agierens, egal ob am Kugelschreiber, Lieferschein, Traktor, bei Arbeitsbekleidung oder bei unseren Fan-Artikeln.“

Ein ganzes Sortiment an Fan-Artikeln hat auch Peter Kircher im Angebot. Der Unternehmer führt seinen Betrieb in Neukirchen an der Vöckla in Oberösterreich, dabei setzt er auf einen einheitlichen Firmenauftritt sowie auf soziale Medien und den direkten Kundenkontakt mit Events. „Auf Social Media wird natürlich die Jugend angesprochen. Der Vorteil ist, dass wir Bewerbungen von potenziellen Aushilfsfahrern erhalten. Unsere Kunden informieren sich hauptsächlich auf der Website über aktuelle Themen wie Saat oder sehen sich Bilder unserer letzten Veranstaltung an. Neukunden konnten sich am Tag der offenen Tür einen Eindruck verschaffen“, sagt Kircher.

Gibt noch Luft nach oben

Die Teilnahme beim LU Award habe beiden Unternehmern viele neue Eindrücke gebracht. „Wir wissen jetzt, dass wir im Marketing-Bereich sehr gut aufgestellt sind. Durch die Marketing-Schulungen konnten wir gerade im Social-Media-Bereich viel dazulernen. Aber es gibt immer noch Luft nach oben“, sagt Kircher. Das Engagement hat der Oberösterreicher bereits ausgebaut, es werden aktuelle Fotos von Arbeitseinsätzen auf Social Media und WhatsApp gepostet. „Damit erhalten wir ein rasches Feedback von unseren Kunden und verbessern die Reichweite und unser Fan-Club wird größer“, ist Kircher überzeugt.

Auf Facebook hat der Unternehmer den Beitrags-Manager intensiver genutzt und eine höhere Reichweite bei gewissen Beiträgen zugekauft. „Im Winter werden wir uns mit weiteren Ideen befassen. Beispielsweise wird im Advent wieder der Adventkalender mit täglichen Bildern gepostet“, sagt Kircher.

Mehr Online-Marketing

Seit der Siegerreise hat auch Martin Lener den Online-Marketing-Bereich intensiviert. „Wir haben Social-Media-Kampagnen ausgebaut und es folgt nun auch ein neuer Webauftritt. Neue Maschinenleistungen rollen wir über Kampagnen aus. Der Vorteil ist, bei den Online-Aktivitäten sehen wir sehr schnell, welche gut und weniger gut ankommen“, erklärt Lener.

Das Marktumfeld für die Lohnunternehmer wird schwieriger. Oft würden neue Betriebe mit niedrigen Preisen Kunden locken. „Ein Abdriften zu Kampfpreisen ist gerade in einer Zeit wie jetzt zu gefährlich. Hier sehe ich die größte Herausforderung für unsere Branche. Die Zinsgestaltung der letzten zehn Jahre hat viele zu Investitionen verleitet. Aktuell befinden wir uns in einer Normalzinsphase, wo Investitionen gegenüber den letzten Jahren stärker zu überdenken sind“, sagt Lener.

Ähnlich sieht es Kircher: „Die tatsächlichen Kosten sollten berücksichtigt werden. Preisdumping ist der falsche Weg.“ Ihm ist es ein Anliegen, seine Mitarbeiter selbst auszubilden, deshalb bietet er die Lehre zum Landmaschinentechniker an. „Zu den Handlungsfeldern zählen auch neue Techniken zu nutzen, die Digitalisierung etc. voranzubringen. Heute muss man Vorreiter sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, meint Kircher.

„Wenn wir etwas weiterbringen wollen, dann sind gemeinsame ­Aktivitäten wie der Lohnunternehmer-Award das Richtige“, sagt Lener. Der nächste Award wird im Jahr 2026 vergeben.

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