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Wolf, Bär und Biker erschweren die Tiroler Almwirtschaft

Auf den 2060 Tiroler Almen hat die Saison begonnen. Zum Start sprachen Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger und bäuerliche Vertreter über Sorgen wie Wolf, Bär und Biker.

Lesezeit: 3 Minuten

Mit 2 060 bewirtschafteten Almen ist Tirol das Almenland schlechthin. Knapp 106 000 Rinder, 64 000 Schafe, 7 000 Ziegen und 3 500 Pferde verbringen ihre Sommer dort, wo jährlich Millionen Gäste und Einheimische auch gerne ihren Urlaub bzw. ihre Freizeit verbringen. Die Almen in die Zukunft zu führen, muss gemeinsames Ziel aller Beteiligten sein.

Vorfreude und Nervosität

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Die Almsaison hat mittlerweile in allen Bezirken begonnen, auch auf die höher gelegenen Almen wurde das Vieh aufgetrieben. Damit einher geht normalerweise Vorfreude, aber auch eine gewisse Nervosität betreffend der nächsten Monate. LK-Präsident Josef Hechenberger, der seine Rinder am Achensee und im Zillertal alpt, erklärt das so: „Die Almzeit ist für Tier und Mensch eine schöne Zeit, auf die man sich entsprechend vorbereitet. Unsere Almwirtschaft hat jahrhundertelange Tradition und bildet mit den Futterflächen im Gebirge eine unverzichtbare Ergänzung für die Heimbetriebe im Tal.“

Doch nicht nur für die Landwirtschaft, auch für Tourismus und Freizeitwirtschaft stellen die Almen mit ihrer Infrastruktur und gepflegten Kulturlandschaft ein zentrales Element dar. Verschiedene Entwicklungen gefährden allerdings den Fortbestand der Almen. „Leider kommen seit einigen Jahren immer neue Entwicklungen dazu, die diese traditionelle Wirtschaftsweise mehr und mehr unter Druck bringen. Das sind zum einen die Großraubtiere, zum anderen aber auch die Nutzungskonflikte, die das Arbeiten auf den Almen erschweren. Beide Probleme müssen wir ernst nehmen und gemeinsame Lösungen erarbeiten. Denn wenn eine Alm erst einmal aufgegeben wird, ist es zu spät.“

Klare Spielregeln

„Auf der Alm gibt es verschiedene Herausforderungen, das war schon immer so. Mit der Bedrohung des Viehs durch Bär und Wolf ist aber eine neue Dimension erreicht. Auch in Siedlungsnähe gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Risse, Bären und Wölfe wurden in unmittelbarer Nähe zu Häusern gesichtet und nachgewiesen. Wir appellieren nicht nur im Sinne der Landwirtschaft, sondern des gesamten ländlichen Raumes: Wir brauchen ein geregeltes Management und legale Entnahmen, sonst verlieren wir unsere flächendeckende Bewirtschaftung und damit auch tausende Arbeitsplätze. Denn ohne Landwirtschaft wird sich auch der Tourismus schwertun“, streicht Hechenberger heraus.

E-Bikes werden zum Problem

Auch Michael Jäger, Obmannstellvertreter des Tiroler Almwirtschaftsvereins, sieht Handlungsbedarf. Er streicht den Nutzen hervor, den die Almwirtschaft für die Allgemeinheit erbringt: „Viele Menschen profitieren von der Alm, ohne es zu wissen. Unsere landwirtschaftliche Infrastruktur dient oft nur allzu selbstverständlich als Basis für die Freizeitgestaltung, der Respekt und das Verständnis gegenüber landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder zu erledigenden Arbeiten vor Ort ist aber nicht immer gegeben."

Wie die Tiroler Tageszeitung aktuell berichtet, ist durch den Ansturm der E-Biker der Aufwand für den Erhalt der Forstwege enorm gestiegen. Durch den Elektroantrieb sei es inzwischen auch weniger sportlichen Menschen möglich, auf den Berg zu kommen, entsprechend habe sich die Zahl der Radler stark erhöht. Neun von zehn Radfahrern auf Almen seien mit E-Bikes unterwegs, erklärte Jäger gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Für die Almbauern sei die deutlich höhere Frequenz ein Problem: „Die Forstwege sind nicht für diesen Ansturm ausgelegt.“

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