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Import-Hühnerfleisch

"Wenn etwas so billig ist, dann zahlt immer jemand drauf, hier sind es die Hühner"

Engmaschige Kontrollen, mehr Tierwohl und trotzdem setzen Handelsketten auf Billigimporte aus Tschechien. Die Geflügelwirtschaft Österreich kritisiert die Vorgehensweise des Diskonters.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Geflügelwirtschaft Österreich bemüht sich, langsamer wachsende, vitalere Tiere am Markt einzuführen. "Eine Handelskette untergräbt alle österreichischen Anstrengungen, um für mehr Tierwohl bei Mastgeflügel zu sorgen. Der Diskonter vermarktet 1 kg Hühnerfleisch aus Tschechien zum Kampfpreis von 3,49 €", teilt die Geflügelwirtschaft mit.

Mastgeflügel in Österreich hat per Gesetz 30 bis 40 % mehr Platz, die Tiere leben gesünder und auch der Tierarzneimitteleinsatz ist deshalb nachweislich deutlich geringer. Die Geflügelwirtschaft Österreich fordert den Diskonter auf, "sich beim Einkauf an die in Österreich geltenden Tierschutzbestimmungen zu halten und nur Fleisch zu vermarkten, das dem hohen österreichischen Standard und damit den hohen Erwartungen der Konsumenten entspricht.

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"Wir arbeiten in Österreich nach den EU-weit strengsten Haltungsbestimmungen für Mastgeflügel und setzen uns seit dem Vorjahr auch klar für die Einführung von vitaleren Masthühnern ein. Penny schädigt mit seiner Aktion nicht nur österreichische Bäuerinnen und Bauern, die sich täglich sorgsam in ihren Familienbetrieben um ihre Hühner kümmern. Der Diskonter verunsichert mit dem Kampfpreis auch die Konsumenten. Denn so billig kann Geflügel bei Einhaltung aller gesetzlichen, tierschutzkonformen Bestimmungen nicht produziert werden", sagt Markus Lukas, Obmann der Geflügelwirtschaft Österreich.

Dichtes Netz an Kontrollen in Österreich

Österreichische Hühner werden darüber hinaus mit gentechnikfreiem Futter gefüttert und Soja aus Regenwaldregionen ist für die heimische Geflügelwirtschaft tabu. "Wir fordern den Diskonter auf, derartige Ware vom Markt zu nehmen. Denn wenn etwas so billig ist, dann zahlt immer jemand in der Wertschöpfungskette drauf, das sind in diesem Fall vor allem die Hühner", erklärt der Obmann.

In Österreich wird jede einzelne Herde mehrfach von Geflügelfachtierärzten besucht. Alle für die Tiergesundheit und die Rückverfolgbarkeit erforderlichen Daten werden in der "Poultry Health Data" des österreichischen Geflügelgesundheitsdienstes QGV dokumentiert. "Der Tierarzneimitteleinsatz bei Geflügel wird jährlich veröffentlicht, so konnten wir auch darstellen, dass sich der Einsatz bei Masthühnern in Österreich in den vergangenen Jahren um mehr als 50 % verringert hat", freut sich QGV-Obmann Gerhard Skreinig.

Neue Tiergesundheitsprogramme sind Vorbild für andere Länder

Die neuen Tiergesundheitsprogramme des Geflügelgesundheitsdienstes QGV seien Vorbild für andere Länder, in denen das Bewusstsein für Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit und Rückverfolgbarkeit noch nicht so deutlich ausgeprägt sei. Beim Einkauf auf die Herkunft achten Entsprechend der EU-Frischfleischkennzeichnung muss auf verpacktem, unverarbeitetem Frischfleisch im Handel die Herkunft angeben werden.

"Wenn Konsumenten beim Einkauf auf das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel achten, dann können sie sicher sein, dass das Küken in Österreich erbrütet und das Tier in Österreich aufgezogen und geschlachtet wurde", heißt es von der Geflügelwirtschaft. Werden bei Kontrollen tierschutzrelevante Abweichungen von den Richtlinien festgestellt, dann kommt es zu empfindlichen Strafen und Nachschulungen der Tierhalter.

Tierwohlprodukten eine Chance geben

Anstatt Geflügel aus einer Haltung zu verkaufen, die laut österreichischem Gesetz verboten ist, werden unsere Partner im Handel aufgefordert, neben der Herkunftskennzeichnung auch eine Haltungsformkennzeichnung auf den tierischen Produkten auszuweisen. Die Geflügelwirtschaft Österreich steht für diese Gespräche zur Verfügung. Letztlich wird eine Haltungsformkennzeichnung in Ergänzung zu einer Herkunftskennzeichnung Konsumenten die Kaufentscheidung noch einfacher machen, denn Transparenz schafft Vertrauen. Dann werden auch Kampfpreisaktionen mit Geflügel aus schlechteren und nicht ausreichend tiergerechten Haltungsformen, wie aktuell bei Penny, hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.

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