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Getreide- und Ölsaatenmärkte

International gedrückte Stimmung, nichts los in Österreich

Die internationalen Getreide- und Ölsaatenmärkte bleiben in gedrückter Stimmung. In Österreich ist nichts los am Kassamarkt. Das ist das Bild, dass sich dem Beobachter diese Woche bietet.

Lesezeit: 4 Minuten

Die internationalen Getreide- und Ölsaatenmärkte blieben zuletzt - ebenso wie hierzulande - in gedrückter Stimmung. So fiel der Euronext-Weizen diese Woche auf den tiefsten Stand seit Mai 2023. Wichtigste Einflussfaktoren sind die Exportkonjunktur der bedeutendsten Beteiligten USA, EU und Russland, das Wetter sowohl bei der Aussaat von Soja und Mais in Südamerika als auch für den Herbstanabau in den USA und in der EU sowie die allgemeinwirtschaftliche Stimmungslage mit Faktoren wie starker Euro oder zuletzt sinkende Rohölpreise. Nichts los ist nach wie vor am österreichischen Kassamarkt. Die AMA spricht davon, widrige Witterung habe hierzulande die Erträge der Herbsternte gemindert.



Ein russischer Angriff am Dienstag auf ukrainische Hafenstruktur sorgte für einen nur sehr kurzfristigen Kursausschlag. Ansonsten exportiert die Ukraine weiterhin auch über das Schwarze Meer unter anderem in das mit Russland befreundete China. Polnische Bauern schlossen sich indessen Aktionen von Frächtern an und blockieren große Teile des Straßengüterverkehrs aus der Ukraine. Das Wetter sorgt für gute Bonitierungen der Winterweizenbestände in den USA, wohingegen exzessiver Regen die Herbstaussaat in der EU - insbesondere in Frankreich - behindert.

Ukraine beim Weizenanbau 40 % unter Vorjahr

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Ukrainische Landwirte sollen den Anbau von Winterweizen dramatisch einschränken - zusammen mit Anbauverzögerungen liege man aktuell um 40% unter der Vorjahresfläche. Auch die Aussaat in Russland soll sich verzögern beziehungsweise zurückgefahren werden. Zuerst eine Hitzewelle und Dürre und danach Regenfälle, die aber dann doch wieder zu wenig gewesen sein sollen - verzögern die Anbautätigkeit von Sojabohnen und Mais in Südamerika. Brasilien erwartet aber dessen ungeachtet trotzdem einen Rekord-Sojaertrag.

Ein starker Euro schwächt aktuell die Konkurrenzfähigkeit von Weizen aus der EU im Export. Dennoch weist die Europäische Kommission in ihrem aktuellen Wochenbericht ein weiteres Aufholen des Exportrückstands gegenüber dem Vorjahr aus, obwohl ihren Daten seit Mitte September die Ausfuhren des wichtigen Exporteurs Bulgarien fehlen und seit vierzehn Tagen auch keine Außenhandelsdaten Italiens mehr dabei sind. Demnach hat die EU 11,592 Mio. t Weichweizen in 21 Wochen des Wirtschaftsjahres 2023/24 in Drittländer ausgeführt. Das sind 19% weniger als im Vorjahr und mit 320.861 t wöchentlichem Exportzuwachs ein Aufholen des Rückstands im Jahresvergleich um zwei Prozentpunkte.

Euronext: Weizen verliert - Mais und Raps tendieren seitwärts

Der Schlusskurs des Weizen-Futures mit Fälligkeit Dezember an der Euronext in Paris verlor von Freitag voriger Woche bis Donnerstag von 226,25 auf 222,00 Euro/t. Seitwärts ging es in diesem Zeitraum für den Pariser März-Maiskontrakt von 205,75 auf 205,25 Euro/t und für den Rapsfuture zur Lieferung im Februar von 435,00 auf 436,75 Euro/t. Am Freitagmittag drehten alle drei Pariser Agrarderivate in den leicht positiven Bereich.

Österreich: Herbsterrträge 2023 litten unter suboptimaler Witterung

Laut AMA enttäuschten die Erträge der Maisernte Österreichs im Herbst 2023. Sie hätten im Schnitt des Bundesgebiets und von konventionellem und biologischem Anbau mit 10,12 t/ha das magere Vorjahr (10,06 t/ha) nur geringfügig übertroffen. Suboptimale Witterung habe zu Ertragsverlusten bei den Kulturen der Herbsternte geführt. Körnermais habe unter langsamer Jugendentwicklung, Trockenheit und später zu viel Niederschlägen gelitten. In Niederösterreich liege der Maisertrag mit 8,72 t/ha auf dem schwachen Vorjahresniveau von 8,85 t/ha, wobei heuer die Erträge im östlichen Trockengebiet die des Vorjahres sogar übertroffen hätten, im sonst ertragsreicheren Westen aber darunter geblieben wären.



Die Sojaerträge von 3,06 t/ha seien deutlich über denen 2022 (2,62 t/ha) und die von Sonnenblumen mit 2,69 t/ha leicht höher (2,3 t/ha), wobei sie aber im Hauptanbaugebiet Niederösterreich ausließen (2,4 nach 3,2 t/ha).

Nach wie vor nichts los am österreichischen Kassamarkt

Am österreichischen Kassamarkt für Getreide und Ölsaaten ist mit Ausnahme gelegentlicher Restdeckungen für vordere Termine oder von Ersatzdeckungen weiterhin praktisch nichts los. So brachten Marktteilnehmer im Umfeld der dieswöchigen Notierungssitzung an der Wiener Produktenbörse die gedrückte Stimmung zum Ausdruck.



Für die ersten Monate des Jahres 2024 sei zwar etwas mehr Brotgetreide angeboten, aber nicht nachgefragt worden. Die einzig am Kursblatt verbliebene Mahlweizennotierung gab weiter um 8 Euro auf 218 bis 220 Euro/t nach. Sorgenkind insgesamt und Grund für Ersatzdeckungen bei kurzfristigem Restbedarf an Mais und Ölsaaten bleibe die knappe Transportlogistik. Nicht lieferfähige Anbieter müssten sich bisweilen gegenüber ihren Vertragspartnern für die Mehrkosten alternativer Bezugsquellen quasi aus ihren Kontraktverpflichtungen herauskaufen.

(AIZ) pos

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