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„Das Milchverarbeiten ist meins“

Veronika Engelhardt aus Ramsau am Dachstein hat eine Käserei mit Direktvermarktung aufgebaut. Heute zahlt sich diese unterm Strich mehr aus als Urlaub am Bauernhof.

Lesezeit: 3 Minuten

Eine Käserei? Was will die Wienerin damit? Mit solchen Aussagen wurden Veronika und Andreas Engelhardt aus Ramsau am Dachstein konfrontiert, als sie ihre Pläne, eine kleine Hofkäserei zu bauen, konkretisierten. Die Lage des Hofes direkt an der Hauptstraße und so gut wie keine Mitbewerber sollten aber bald der große Türöffner für die Direktvermarktung eigener Milchprodukte sein.

50.000 kg Milch zu Käse & Co.

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Zwar hatte Veronika bereits drei Sommer auf einer Alm in Großarl verbracht und das Käsen gelernt, dennoch waren die Erfahrungswerte eine eigene Käserei zu führen, gering. Die Leidenschaft, die Milch zu verarbeiten, spornte die Quereinsteigerin aber an.

Zunächst stellte Engelhardt Butter und Co. in der eigenen Küche her und verkaufte diese am Bauernmarkt in Schladming. „Bald stieg die Nachfrage so sehr, dass wir uns entschieden, unsere Käserei zu bauen“, erzählt Engelhardt. Das geschah im Zuge der Hofübergabe im Jahr 2015. Gleichzeitig stiegen die Jungen auf Bio um.

2016 begannen die Hofübernehmer schließlich im größeren Stil aus der Milch der zwölf Pinzgauerkühe Käse, Butter und Joghurt herzustellen. Auch regionale Schmankerl wie den süßen Schotten produziert sie. Insgesamt verarbeitet sie pro Jahr 50.000 kg Milch. Unterstützt wird sie dabei von der Familie. Wenn es die Zeit zulässt, dann geht die junge Bäuerin auch selbst in den Stall.

„Ich gehe sehr gerne in den Stall. Die Kühe erden mich. Der Stress fällt so ab.“

Als sie zum zweiten Mal schwanger war, holte sie sich außerdem Hilfe durch eine professionelle Käserin. „Von ihr habe ich noch einmal so viel gelernt. Sie hat mir auch die Sicherheit gegeben, dass es die richtige Entscheidung war, die Käserei zu bauen“, so Engelhardt.

Bester Umsatz im Lockdown

Die Corona-Pandemie gab der Produktion dann den letzten Schub. „Seit 2020 hat sich die Direktvermarktung zu einem echten Standbein entwickelt“, erzählt sie. Im November 2021 errichteten Engelhardts zusammen mit anderen Landwirten zusätzlich einen Verkaufsautomaten in der Ramsau. „Viele Touristen und Einheimische kaufen die Produkte, weil sie von der Qualität der regional produzierten Produkte überzeugt sind“, berichtet sie.

Da ihre Leidenschaft die Milchver­arbeitung ist, wurde die Zimmervermietung zurückgefahren. „Für meine Schwiegereltern war Urlaub am Bauernhof ein zusätzliches Standbein. Wir haben unseren Schwerpunkt auf die Verarbeitung der Milch gelegt“, stellt Engelhardt klar. Sie verrät auch, dass sie mit der Direktvermarktung mehr verdient als mit der Zimmervermietung. „Bei Urlaub am Bauernhof ist man saisonal abhängig. Mit der Direktvermarktung habe ich jeden Monat ein Einkommen“, fasst sie zusammen.

Künftig soll es am Betrieb auch nur noch Ferienwohnungen geben. So kann sich Engelhardt auf die Verarbeitung der hofeigenen Biomilch und der Erweiterung des Angebotes konzentrieren.

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