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LK Vorarlberg: ARGE Heumilch verunsichere Bauern mit Herkunftskennzeichnungsforderung

LK-Präsident Moosbrugger kritisiert vorpreschen der ARGE Heumilch wegen Forderung nach Haltungskennzeichnung.

Lesezeit: 2 Minuten

Empört zeigt sich Landwirtschaftskammer (LK) Vorarlberg-Präsident Josef Moosbrugger über das Vorpreschen der ARGE Heumilch in der Diskussion zur Haltungskennzeichnung. "Zum jetzigen Zeitpunkt zu schreiben, dass Milchviehbetriebe ohne Laufstall nicht zukunftsfähig sind und damit bei den Bäuerinnen und Bauern Verunsicherung und Angst zu schüren, nenne ich weit am Ziel vorbeigeschossen." Derzeit fordert der deutsche Lebensmittelhandel die Haltungsformkennzeichnung für Eigenmarkenprodukte, insbesondere für Trinkmilch und einzelne Produkte der weißen Palette. "Dies auf sämtliche verarbeitete Milcherzeugnisse umzulegen, ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig überzogen", meint Moosbrugger.

Österreichs bäuerliche, kleinstrukturierte Landwirtschaft, mit der traditionellen Weide- und Alpwirtschaft, biete so viel Mehrwert, dass es einer breiteren Sichtweise bedürfe. "Die Gesamtbetrachtung der betrieblichen Nachhaltigkeit wird in Zukunft ein wesentlich marktentscheidenderer Faktor werden als die bloße Haltungsfrage", stellt der LK Vorarlberg-Präsident klar.

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Betriebe sind zukunftsfähig und nachhaltig

"Gerade dort, wo im Grünland Weidehaltung und Alpung erfolgen, arbeiten die Betriebe auf höchstem Niveau und sehr nachhaltig - fast wie aus dem Tourismusprospekt. Ich bin überzeugt, dass der Markt für diese Betriebe auch in Zukunft Möglichkeiten bietet und dass die Sonderstellung unserer Berglandwirtschaft auch künftig Botschaften ermöglicht, getragen durch die hohe Qualität der Käsespezialitäten und die traditionelle Art der Grünlandwirtschaft", betont Moosbrugger.

Für die Produktion hochwertiger Qualitätsprodukte sollten die bäuerlichen Betriebe in Österreich mehr Selbstbewusstsein zeigen. "Nicht der Einheitsbrei, sondern Erzeugnisse mit Charakter und Differenzierung sind gefragt und nicht das Diktat des Handels. Wir können nicht von den Bäuerinnen und Bauern ständig neue Leistungen fordern, bevor der Markt nicht bereit ist, diese Mehrleistungen auch fair abzugelten", verdeutlicht Moosbrugger. "Folgen wir diesem Handelsdiktat, dann bleiben viele unserer Betriebe auf der Strecke. Die bäuerlichen Familien und die jungen Hofübernehmer:innen brauchen Perspektiven. Nur dann können die Jungen für die Hofübernahme begeistert und die Betriebe erhalten werden. Dafür kämpfe ich", sagt Moosbrugger.

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