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Ostumfahrung Wiener Neustadt

Neun Bauern sollen jetzt enteignet werden

Das Land NÖ hat für die geplante Ostumfahrung bei Wiener Neustadt die Verfahren zur Enteignung von betroffenen Landwirten eingeleitet. Diese kündigen Widerstand an.

Lesezeit: 3 Minuten

Die betroffenen Landwirte kündigen Widerstand gegen die umstrittene Ostumfahrung bei Wiener Neustadt an. Denn neben der Ernährungssicherheit bedrohe die Bodenversiegelung auch das Klima. Die Menschen im Ort Lichtenwörth würden besonders unter der Schnellstraße leiden, etwa durch Feinstaub und Lärm und stark erhöhtes Verkehrsaufkommen.

Die Umfahrungsstraße stamme aus einer Verkehrsplanung vor drei Jahrzehnten. Die Schnellstraße solle dicht an Siedlungen über fruchtbare Äcker und durch ein Natura-2000-Schutzgebiet führen. Entlang der 4,8 km langen, geplanten Trasse liegen landwirtschaftliche Flächen und wichtige Naherholungsgebiete, die nach dem Bau kaum mehr nutzbar wären.

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Bauern wollen sich mit aller Macht wehren

Bio Bauer Johann Gribitz aus Lichtenwörth baut seit Jahrzehnten hier Getreide, Sonnenblumen und Soja an. Doch jetzt plane das Land NÖ, seine Felder für die sogenannte Ostumfahrung zu versiegeln. Weil er dem Land seine fruchtbaren Äcker nicht verkaufen wollte, droht ihm nun die Enteignung: "Die besten Böden würden hier für immer vernichtet werden - hochwertiges Schwemmland von der Leitha. Es ist für mich unfassbar. Eines steht fest: Ich werde mich gegen die drohende Enteignung wehren. Denn dieses Betonprojekt muss verhindert werden.“

Auch Christian Fenz wehrt sich gegen die Enteignung. "Jetzt soll eine Straße, die nur noch mehr Verkehr anzieht, über diese Felder gebaut werden - ein Wahnsinn. Bis zuletzt habe ich dem Versprechen von Bürgermeister Klaus Schneeberger vertraut, der zugesichert hat, dass es keine Enteignungen geben wird." Wie Johann Gribitz will Christian Fenz nun vor Gericht gegen die drohende Enteignung kämpfen.

Auch von einer "Akzeptanzprämie" ließen sich Bauern nicht umstimmen

Nicht nur in Lichtenwörth, auch in der unmittelbar benachbarten Wiener Neustadt stoße die geplante Ostumfahrung auf breiten Widerstand. Christoph Watz, Generalsekretär der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien, engagiert sich auch in der Bürger-Initiative "Vernunft statt Ostumfahrung". Er sagt: „Der Druck auf die Bauern wurde in den letzten Jahren immer größer. Das Land NÖ und die Stadt Wiener Neustadt haben auch finanziell in Form einer „Akzeptanzprämie“ noch einmal viel Steuergeld draufgelegt, um sie zu einem Verkauf der wertvollen und fruchtbarsten Böden Österreichs umzustimmen."

Offenbar habe auch das alles nicht gereicht. Dass sich schlussendlich gleich neun Bauern weiterhin gegen einen Verkauf ihrer Felder aussprechen, sei ein lauter Weckruf. Das Unverständnis und der Ärger sei riesig. Die Betroffenen stellen sich gemeinsam mit der lokalen Initiative „Vernunft statt Ostumfahrung“ und zahlreichen Unterstützern darauf ein, sich in den kommenden Monaten vor Gericht gegen die Enteignung zu wehren.

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