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Vorschlag einer Landrätin

Braucht das Allgäu eine bewaffnete Bärenpolizei?

Nachdem an der Grenze zum Allgäu in den Alpen ein Braunbär gesichtet wurde, sind Behörden und Öffentlichkeit nervös. Eine Landrätin schlägt eine Bärenpolizei vor.

Lesezeit: 2 Minuten

Spuren und Fotobeweise zeigen, dass Braunbären neuerdings wieder von Italien und Österreich bis in die deutschen Alpen wandern. Für die Regionen dort steht der Tourismus an erster Stelle. Auch die Weidewirtschaft auf den Almen ist von großer Bedeutung. Muss man sich nun also Sorgen vor Übergriffen machen?

Das wird gerade zunehmend in den Rat- und Kreishäusern diskutiert. Einen Vorstoß hat nun die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller von den Freien Wählern gewagt. In einem Brief an Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber forderte sie die Gründung einer bewaffneten bayerischen Braunbärenbereitschaft. Die Einheit solle für die Vergrämung und Tötung von Bären zuständig und jederzeit einsatzbereit sein, schlug die Landrätin vor. Baier-Müller hatte vor einem Jahr schon die Initiative Braunbär gegründet, um die Verantwortlichen in den alpennahen Regionen Bayerns zu vernetzen, berichtet die dpa.

Gibt gar keinen Handlungsbedarf

Das bayerische Umweltministerium reagiert dagegen zurückhaltend auf den Vorschlag. Wichtig sei, dass bereits aufgrund der bestehenden Rechtslage im Ernstfall sehr schnell reagiert werden kann, betonte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber der dpa. Im Ernstfall kämen alle Maßnahmen des aktuellen Managementplans in Betracht, neben der Vergrämung also auch ein Abschuss.

Allerdings sei laut den Experten des Bayerischen Landesamts für Umwelt nicht zu erwarten, dass sich Bären in Bayern dauerhaft ansiedeln, so das Ministerium weiter. Derzeit sei auch kein Bär in Bayern. In der aktuellen Situation gehe es vor allem um Beobachtung, Information und Prävention, um etwa zu vermeiden, das Nutztiere gerissen werden.

Landrätin Baier-Müller wünscht eine Überarbeitung des Braunbären-Managementplans von 2007. Außerdem fordert sie Unterstützung bei der Information der Bevölkerung und Urlaubern.

Die Bären kamen bislang aus der italienischen Provinz Trentino, wo es nach einem Wiederansiedlungsprojekt inzwischen etwa 100 Braunbären gibt.

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