Umweltverträgliche Güllelagerung

Güllezusatz Eminex von Alzchem soll bakterienhemmende Wirkung haben

Das Kalkstickstoffmittel Eminex soll Methan- und CO2-Emissionen während der Güllelagerung unterdrücken und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Geruch- und Schaumbildung seien deutlich minimiert.

Mit Eminex bietet Alzchem einen neuartigen Güllezusatz an, der speziell für eine umweltverträglichere Güllelagerung entwickelt wurde. Seit September 2021 ist das Produkt nun auf dem Markt. Das rotbraune Granulat auf Kalkstickstoffbasis will eine Lösung für alte Probleme sein, mit denen viele Nutztierhalter zu kämpfen haben. Der Hersteller hat für eine Werbekampagne zwei Kunden befragt:

Weniger Schaumbildung

Gerrit Eberhards bewirtschaftet mit seiner Familie in Friedeburg, Niedersachsen einen Milchkuhbetrieb mit einem vor zwei Jahren neu errichteten Boxenlaufstall für 160 Milchkühe.

Der Landwirt erwartete von dem Produkt, dass die Gülle fließfähiger wird, die Methanemissionen sinken und die Schaumbildung in der Gülle ausbleibt. In einem Güllekeller mit ungefähr 600 Kubikmeter Gülle hat er das Mittel getestet und über den BigBag 1 kg Eminex pro Kubikmeter mit dem Dosierschieber eingebracht und über die vor dem Laufstall befindlichen Güllemixer eingerührt.

Die Schaumbildung im Keller soll anschließend viel geringer gewesen sein. Zudem habe sich hier keine Schwimmdecke gebildet. „Wir bringen unsere Gülle bodennah aus. Mit den nun gewonnenen Erkenntnissen über die Wirkung dieses Aufbereitungsmittels hoffe ich, die Gülle aufgrund der verbesserten Fließfähigkeit noch besser ausbringen zu können. Durch die homogenere Nährstoffverteilung und die Kombination von mineralisch und organisch gebundenem Stickstoff erhoffe ich mir außerdem eine verbesserte Düngewirkung“, so Eberhard gegenüber Alzchem.

Methan- und Geruchsreduzierung

Auch der 30-jährige Dirk Janssen, der im niedersächsischen Neuharlingersiel einen Milchkuhbetrieb mit 220 Tieren sowie zehn hofnahen Ferienwohnungen bewirtschaftet, hat das Produkt getestet. Auf der Gülle befinde sich weder eine Schaumschicht noch bilde sich eine Schwimmdecke. Zudem habe er in einem Versuch festgestellt, dass unbehandelte Gülle nach zwei Wochen Methan abgebe, die behandeltete hingegen nicht.

Ein weiterer Aspekt sei die Geruchsminimierung im Stall. Gerade das kommt bei den Feriengästen richtig gut an“, freut sich der Betriebsleiter.

Mann

Dirk Janssen zeigt den Vergleich: Im Messbeutel links zu sehen ist der Methanausstoß unbehandelter Gülle. Rechts der erheblich verminderte Methanausstoß durch das Mittel. (Bildquelle: Pressebild)


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