Protest in Berlin

Kontra-Argumente zur "Wir haben es satt"-Demo Premium

Im Berufsstand ist die "Wir haben es satt"-Demo am 18. Januar in Berlin umstritten. Nach den Pro-Argumenten von Moritz Schäfer gestern hier die Kontra-Seite von Anneke Kreißig.

Darum geht’s: Auf die bundesweiten Bauernproteste im Herbst folgt am 18. Januar 2020 parallel zur Grünen Woche in Berlin die 10. „Wir haben es satt“-Demonstration. Hinter den Organisatoren steht ein Bündnis aus Bauern, Umwelt-, Natur-, Tier- und Verbraucherschützern. Wir haben zwei Berufskollegen gefragt, was sie von der Demo halten. Im ersten Teil argumentierte Moritz Schäfer für die Demo.

Hier nun die Kontra-Seite von Anneke Kreißig. Die 27-Jährige arbeitet in Niedersachsen im Familienbetrieb mit 280 Zuchtsauen und 120 ha Ackerbau.

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Umstellung auf Bio ist nicht Zukunftsvision aller Bauern

Ich finde es gut, dass sich mehr und mehr Landwirte und Landwirtinnen engagieren. Vor allem bei den Bauerndemos am 22. Oktober 2019 haben wir gezeigt, dass Landwirte, egal ob Tierhalter oder Ackerbauern zusammenhalten können und wir alle letztlich die gleichen Interessen in unserem Berufsstand haben: Wir machen unsere Arbeit tagtäglich nach bester fachlicher Praxis und fordern, dass das auch anerkannt wird.

Ein ähnliches Ziel verfolgt auch die „Wir haben es satt“-Demo am 18. Januar in Berlin auf den ersten Blick: Wertschätzung unserer Arbeit, faire Preise, Artenvielfalt. Doch der Tenor...

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Diskussionen zum Artikel

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von Stephanie Winhard

Wo schrieb ich ...

daß die Bio-Bauern nicht düngen? Es war von Kunstdünger die Rede, der in der Ökologischen LW i.d.R. nicht eingesetzt wird (ich will jetzt nicht ins Detail gehen, letztendlich besteht auch Rindermist aus Chemie). Meiner Meinung nach gibt es sowohl bei den Konvis als auch bei den Bios Landwirte, die besser und welche, die weniger gut mit ihrem Boden/ihren Tieren umgehen und mehr oder weniger erfolgreich wirtschaften. Früher (TM) war weder alles besser, noch schlechter als heute. Das Auslaugen der Böden werfen sich beide Parteien gegenseitig vor. Mich nervt nur langsam das ständige Verteufeln der Bio-Landwirtschaft, wo doch die konventionelle LW das Non plus Ultra zu sein scheint. Da muß man sich vielleicht nicht wundern, daß die gesellschaftliche Meinung über "die Bauern" so ist, wie sie ist.

von Hans-jürgen Fricke

@ Spießel und Winhard

da haben sich ja jetzt zwei gefunden. Ihre Ansichten sind absolut falsch ! auch ein Bio Bauer düngt. Die Nährstoffbilanz steht nicht im minus. Vielleicht sollten Sie sich richtig informieren ehr Sie solche falschen Thesen niederschreiben.

von Hans Spießl

@ stephanie Winhard

ja du hast ja soo recht. Früher als es wenige Menschen, Völker gab sind diese nur in Fruchtbaren Gegenden gewesen und haben Ackerbau betrieben bis nix mehr gewachsen ist..... dann sind sie weitergezogen. als die Menschen Sesshaft wurden ging das Elend los so ab ca. 1800. dann nach 1900 kam die Mineraldüngung...... was haben Wirkstoffe wie DDT damit zu tun? sicher die gab es. Außerdem haben damals die guten Grünen unter Fischer und SPD Scharping Jugoslawien mit abgereicherten Uran bombadiert........ fahr hin und betreib dort Bio Anbau - der wird dann diesen Saustall wieder gut machen...... die Landwirtschaft mit seinen Verfehlungen ist nur wenig daran beteiligt was so geschehen ist. das so verschriene Glyphosat ist was den Einsatzumfang bei uns betrifft ich sage mal ist mit Limonade zu vergleichen im Gegensatz was auf der Welt so Abläuft...... Schau über dem Tellerrand dann wirst du Saustall sehen da ist die konventionelle landwirtschaft zB jetzt da die wenigen Brunnen mit mehr als 50 mg nur eine kleinigkeit...... Beschäftige dich doch nur mit der Ukraine den Schwarzerde böden die hatten so 12% Humus heute nur noch 4% warum? da ist einfach alles gewachsen ohne Düngung bis die Böden heute so bei 4% Humus angekommen sind. Die Sowjets (Kommunisten) die bösen haben noch h angefangen noch in den 80iger Jahren die Böden wieder aufzubauen Pflug weg, gezielte Düngung..... und was für ein Raubbau läuft in D? mithilfe von Subventionen bei Böden mit weniger als 2% Humus - todpflügen keine Düngung bis nix mehr wächst..... hab ich alles erleben dürfen......

von Stephanie Winhard

100 Jahre

... im Vergleich zu mind. 12.000 Jahren. Meiner Meinung nach sind wir einfach zu viele mittlerweile. Wir können nicht endlos viele Menschen ernähren, egal ob Bio oder nicht Bio. Und ob vor 100 oder auch noch 50 Jahren verantwortungsbewußt mit den neuen Wundermitteln umgegangen wurde, bezweifle ich. In meiner Kindheit kannte jeder DDT und E605, hatte sogar jeder Schrebergartenbesitzer, der was auf sich hielt. Es gab immer einen Landwirt, der einem einen Kanister abfüllte. Angewendet in rauen Mengen, nach der damaligen Devise "Viel hilft viel". Der wirklich gezielte und dosierte Einsatz von Dünge- und Spritzmitteln hat doch erst in den letzten Jahren mehr oder weniger Einzug gehalten. Das sieht in der Industrie auch nicht anders aus. Ich bin im Ruhrpott aufgewachsen und kenne noch den aktiven Kohle- und Stahlbau. Rauchende Schlote, geschwärzte Hausfassaden, Pseudokrupp bei Kindern und Kumpel mit Steinlunge. Im Winter dunkelgrauer Schnee, Smogalarm, saurer Regen und immer wieder Massenfischsterben im Rhein. In der Industrie hat sich vieles verändert. Die LW hat das gerade vor sich. Nur werden wir diese Veränderungen in sehr viel kürzerer Zeit absolvieren müssen als die Industrie, weil es die Politik verpennt hat und die meisten Bauern leider auch nur irgendwelchen Heilsversprechen nachgelaufen sind. In Sachen "Effektivität" machen uns andere Länder ohnehin was vor. Allerdings fangen gerade die jetzt langsam an, wieder zurückzurudern. Man sollte ab und zu mal über den eigenen Tellerrand blicken, um den Horizont zu erweitern.

von Hans Spießl

@ stephanie winhardt

seit mehr als 100 Jahren werden Mineraldünger eingesetzt!!! für die mit niedrigen Ertragsniveau frühere Kreislaufwirtschaft leben heute einfach zu viele Menschen, es würden mehr als 80% der Menschen weltweit hungern! Gott hat uns die Lagerstätten, die Technologien, den Fortschritt ja gegeben nur wir Menschen verhalten uns dennoch in vielen Bereichen nicht richtig und setzen Gute Errungenschaften mit den Schlechten gleich. Es ist eine absolute Schweinerei mit steuergelder die nicht Produktion und Bio mit Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit zu bedienen wenn zeitgleich fast 1 Million Menschen auf der Welt hungern. Alleine aus gründen der Menschlichkeit musste die 2. Säule der Agrarpolitik zB für Entwicklungshilfe eingesetzt werden, mich kotzt diese Bio Heuchelei an

von Andreas Thiel

Zukunftsvisionen...

Sind nun mal unterschiedlich. Gott sei dank...Es träumt bestimmt nicht jeder von Bio, allerdings auch nicht jeder von einer Schweineproduktion mit 280 Zuchtsauen...!

von Stephanie Winhard

Die sogenannte "konventionelle Landwirtschaft"

... ist ja noch ein Baby und erst in den 50er/60er Jahren geboren. Davor waren Traktor, Kunstdünger und Spritzmittel eher weniger bekannt. Seit wann betreibt der Mensch Ackerbau und Viehzucht? Ich glaube, so unerfolgreich war die LW ohne moderne Chemie nicht - langfristig gesehen. Beim konventionellen Anbau fehlen da einfach noch die Langzeiterfahrungen. Da sollten wir in einigen Jahrzehnten bis Jahrhunderten nochmal schauen, wie erfolgreich das letztendlich wirklich war (alle Folgen selbstverständlich eingerechnet). Gesünder ist es jedenfalls meistens für alle, nicht immer das Maximum aus allem rauszuquetschen. Mehr - Schneller - Billiger funktioniert nicht endlos.

von Hans Spießl

@ Matthias Zahn

stellen sie ihren Betrieb um, kommen sie ihrer wirklichen Aufgabe als Landwirt nach, ernähren sie ihre Pflanzen und Tiere angemessen. Ihr Bio Bauern seid im Grunde nur die Opfer unserer USA Vasallen Politiker die für einen Rückgang der Produktion zu sorgen haben was mit gleichzeitiger Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit einhergeht. Ich kenne das Elend des Bio Anbaues sehr gut und die Hinterfotzigkeit der Politik. dann der Bauernstand wird derzeit mißbraucht um für die 2. Säule zu kämpfen um ein Versorgungswerk für Konzerne Bio Konzerne (Verbrecher) Leute wie Hofreiter, eine Frau Sarah Wiener die auf 800 ha da Bodenfruchtbarkeit mithilfe von Steuergelder - ohne diese unnützen Gelder würde sich es ja nicht rechnen..... ich kenne diese kranke Welt da. Diesen Leuten ist doch wurscht was in 10 oder 20 Jahren da finden sie wieder einen neuen Bereich wo sie die Leute bescheißen und betrügen können.... ich fordere eine Enteignung von diesen Verbrechern um dort Platz für die zu vielen Vieh, Veredler zu schaffen die derzeit unter extremen lasten, Pachten, Güllewegtransport...zu leiden haben,

von Matthias Zahn

@Spießl

Ich weis ja nicht was in ihrem Leben passiert ist, dass sie so einen Hass auf Biobetriebe haben. Aber es tut mir ehrlich leid für sie...... und unserer Branche helfen Sie damit auch nicht weiter..... womit wir uns einig sind, ist das Nahrungsmittel grundsätzlich teurer sein sollten. Aber solange wir keine funktionierenden Märkte für unsere Produkte haben, bleiben wir ALLE abhängig vom Fördertopf.....

von Hans Spießl

@Matthias Zahn

wer ernährt den euch? der steuerzahler. die so gute 2. Säule der Agrarpolitik ist nix anderes als das Alimentieren des Versagens...... auch ich bin der meinung das die landwirtschaft "grüner werden soll" aber nicht so auf so eine Dumme einseitige art. warum haben wir früher gehungert? Großbetriebe mit 100 ha hatten weniger wie 20 kühe warum wohl? weil nix gewachsen ist! und heute ihr Bio bauern lebt doch nur was in den letzten 100 jahren hineingewirtschaftet worden ist!!! KTG die Verbrecher haben hunderte tausende ha Land schwächere standorte mit Hilfe dieser absolut Unsinnigen Bio Zahlungen zu wüste gemacht..... Naturschutz oder andere Formen wären das Richtige anstatt dieses kranke unnötige Zerstören von Bodenfruchtbarkeit durch Bio anbau, mehr als 70% der Umsätze, Einnahmen kommen aus Fördertöpfen sowas ist krank und wir ehrlichen produzierenden bauern sollten uns dann von den leuten vorhalten lassen ihr Bauern bekommt doch! ja wer und für was um das geht es!!! wer seid ihr denn schon? In Deutschland sind weniger als 2% des Mahlgetreides das von deutschen Mühlen vermahlen wird Bio getreide!! oder was der absolute Wahnsinn ist sind Bio Zuckerrüben oder eine Bio Biogas anlage sowas ist absolut krank..... wenn schon Bio dann sollte dies der Bio Konsument bezahlen und nicht der Steuerzahler....

von Matthias Zahn

@Hans Spießl

Schade, dass sie so eine Wut auf Biobauern haben. Ich bin mir sicher, dass ich ihnen nichts getan habe, und deshalb finde ich es unmöglich, dass Sie mir und meiner Familie den Untergang an den Hals wünschen. Es steht ihnen doch frei Bio zu machen oder es sein zu lassen. Ich persönlich, setze mich in vielen Diskussionen genauso für meine konventionellen Kollegen ein. DAS ist für mich selbstverständlich! Ohne ihnen zu Nahe treten zu wollen, Bio ist eine wirtschaftsweise, welche derzeit im Ansehen der Gesellschaft steigt, ob gerechtfertigt oder nicht. Nicht unbedingt vollumfänglich im Einkaufsverhalten. Aber in der öffentlichen Wahrnehmung. Und ob es ihnen gefällt oder nicht, die Landwirtschaftspolitik wird grüner werden. WIE wir Bauern in Zukunft wirtschaften entscheiden nicht wir, sondern der Markt und was von der Bevölkerung akzeptiert wird! Ob IHNEN das passt, ist dabei belanglos................

von Matthias Zahn

Gesellschaftlicher Wandel!?!?

Nun, um erst einmal alle Gemüter zu beruhigen, WHES mag zwar groß erscheinen. Jedoch auf 80 Mio. Bundesbürger gesehen, ist die Teilnehmerzahl doch recht überschaubar. Im Grunde haben sich alle Splittergruppen auf einen Haufen zusammengefunden, welche mit Halbwahrheiten per E-Mail geködert wurden. Das Dilemma in dem wir stecken - viele "normale Bürger" wissen nicht mehr wie Landwirtschaft funktioniert. Auch der Bezug zum LEBENSMITTEL ist verloren gegangen. All das macht unsicher und wird verstärkt durch Horrorszenarien verschiedener Gruppen. Diese Unsicherheit gepaart mit Halbwissen führt zu einer sehr kritischen Auseinandersetzung mit der Landwirtschaft. Liebe Bauern, wir werden noch sehr lange Tierhaltung und Ackerbau betreiben, denn die Menschen brauchen ja schließlich was zu essen. Wobei bei der Tierhaltung in D der Zenit wohl überschritten ist. Dennoch sollten auch wir Bauern zwischendurch unser tun mit den Augen jener betrachten, die diesen Wandel einfordern. Versetzt euch mal in die Lage von Menschen, welche in ihrem Leben noch nie in einem Tierstall waren, und das Schwein nur in Form eines Schnitzels auf dem Teller kennen. Wie reagiert so ein Mensch wohl, wenn er das erste mal in seinem Leben Bilder aus einem Stall sieht. Hunderte Tiere auf (gefühlt) relativ wenig Platz. Oder Sauen in Kastenständen? Kühen auf betonierten Hochboxen mit Stahlbügel. Für viele ist das sehr verstörend und lebensunwürdig! Und nun die große Frage! Aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Menschen sich von der ldw. entfernen, sollten wir Bauern dann nicht ebenso dieses "System" hinterfragen und uns konstruktiv einbringen? Denn letztlich sind es unsere Kunden, welche NGO´s und Umweltverbände mit Beitragsgeldern fördern. Und haben Sie einen VW Vorstand schon einmal auf seine Kundschaft schimpfen gehört? Je näher Sie am Kunden sind, und je mehr sie auf das Wohlwollen ihrer Kundschaft angewiesen sind, desto eher müssen sie begreifen, dass ihr Unternehmen Kundenwünsche zu erfüllen hat, und sonst gar nichts.........

von Stephanie Winhard

Hmja...

ich weiß nicht, was dieser ständige Kleinkrieg zwischen Konvis und Bios soll? Sicherlich sind weder die einen so schlecht, wie man ihnen nachsagt, noch die anderen Heilige. Ich denke, wir könnten viel mehr voneinander profitieren, wenn man voneinander lernt und keine Grenzgräben zieht. Ebenso muß "Intensivtierhaltung" - um nicht Massentierhaltung zu schreiben (was immer das sein mag) - für die Tiere nicht zwingend schlechter sein, als kleinbäuerliche Öko-Tierhaltung. Habe in beiden Bereichen schon Erbärmliches gesehen. Und dieses Erbärmliche gehört m.M.n. politisch geregelt/gesetzlich verboten, was zwingend zu höheren Preisen führen muß, nicht zu noch billigerer Produktion (Importe!) Da ist es mir auch herzlich egal, wenn da jemand seinem 1,99€ Grillfleisch hinterherweint. Auf der anderen Seite steht da ein Tier, das nicht einen einzigen schönen Tag in seinem kurzen Leben hatte und ein Landwirt, der keinen Cent an seiner Arbeit verdient hat. Und das regelt der Markt eben nicht! Zum Glück lebe ich in einer Gegend, wo Konvis und Bios recht einträchtig neben- und miteinander wirtschaften. Manche einen möchte ich nicht zum Nachbarn haben.

von Bernhard ter Veen

zur DEMO nach Berlin ???

nein... Mit einem wild zusammengewürfelten Haufen von "Spendengeilen Organisationen" wie BUND, NABU, Greenpeace, PETA, Deutsches Tierschutzbüro usw welche mit ihren Hasstiraden uns Bauern gegenüber, ständig unsachgemäße Beiträge und Schreckensszenarien in die Medienwelt streut, und quasi eine einseitige Volksverdummende Gehirnwäsche NUR zum Eigenzweck der Spendengenerierung betreibt und mit denen welche sich mit eben DIESEN org´s verbrüdert , stell ich mich NICHT in eine Reihe und klage den Mitmenschen auch noch die Ohren voll. So tief - diesen Lügenvereinen(die zu allem Leidwesen auch noch den wiedersinnlichen Schutz der Gemeinnützigkeit genissen) in den Allerwertesten zu kriechen ist eine Schande für den gesamten Berufsstand . Punkt . ...auf die Grüne Woche zu gehen um die Vielfältigkeiten und Genüsse eben dieser Branche zu geniessen -ja- aber mit solchen "Geltungsbedürfniss defizitären" (...) identifiziere ich mich NICHT.

Anmerkung der Redaktion

Beleidigendes Wort gestrichen

von Wilhelm Grimm

Und abends in ARD und ZDF kommt nichts,

außer den instrumentalisierten, gackernden BIO-Kindern in Hühnerkostümen. Und dann der besorgte Kommentar zur verpesteten Umwelt .Aber diese angeblich 30000 Helden der Umwelt (15000 nach meiner Schätzung,immerhin) werden von den Medien als die Erstrebenswerten hofiert,die für alles Tolle dieser Welt kämpfen. das war`s dann von der Grünen Woche in der Wahrnehmung des Stadtbürgers. Dagegen müssen wir trotz aller Unkenrufe massiv sichtbar werden, auch mit Treckern.

von Rudolf Rößle

Naturheilkunde

wird von vielen als nicht würdig erachtet. Beschäftigt man sich aber damit und wendet sie in der Praxis an, gilt erster Satz nicht mehr. Aus dem "Fluch" der chemischen Düngung und PSM, werden wir nicht mehr aus den Köpfen der Konsumenten entlassen. Anwendungen müssen gerechtfertigt werden. Bei einer Zuspitzung wird der konventionelle Apfel sonst mit Schneewittchen in Verbindung gebracht. Die Ausbildung in bestimmten Bereichen findet in der Landwirtschaft nicht statt. Versuchsfelder müssen neu überdacht werden und Betriebe mit besonderen Anbaumethoden sollten in Zukunft in die Forschung mit einbezogen werden.

von Hans-jürgen Fricke

@ Spießel

Lieber Herr Spießel, was soll so ein Hass Kommentar ? das bringt doch nur gar keinen was im Gegenteil, denn heißt es wieder die blöden Bauern zerfleischen sich Gegenseitig!

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Probleme

"Not too much" (nicht zuviel) sagt meine kleine Schwester immer wenn ich meinem Unmut über die Politik in unserem Ort durch einen Leserbrief in unserer Zeitung Luft machen will. Was ich damit sagen will ist, dass ein zuviel an Demo`s, innerhalb von kurzer Zeit, in das Gegenteil dessen umschlagen kann was man erreichen will. Es bleibt aber jedem selbst überlassen ob er oder sie diesen Weg gehen will. Möglich wäre auch eine Aktion mit Info`s und Flyern am Eingang zum Messegelände. So kann man die Verbraucher direkt ansprechen und auf die Probleme aufmerksam machen. Diese Vorgehensweise kommt, nach meiner Meinung, bei den Verbrauchern wesentlich besser an. Die Grüne Woche ist eine einmalige und gute Plattform um Public Relations zu betreiben.

von Hans Spießl

WHES Demos

das ist eine kleine Minderheit die dann auch billig Frist wenn es um ihr Geld geht. diese Demos zeigen wie krank im Kopf ein sehr kleiner teil dieser Gesellschaft schon ist. sicher es ist keine Frage der Bio Bauer dem der Steuerzahler Zucker in den Arsch bläst braucht diese Leute um Medienwirksam seine zu unrecht hohen Subventionen verteidigen kann. Die Vernunft geht betteln...... Der Ruf nach immer noch mehr Staat wird, so Hoffe ich den Bio Landbau bald sein ende bringen und hoffentlich viele Bio Bauern mit in den finanziellen Ruin treiben...

von Christian Bothe

@Ilchmann

Nichts weiter wie eine „Karnevalsveranstaltung“und Gegendemonstration zum LsV(nicht das der AbL „die Felle“ davon schwimmen...) Wie und was soll der landwirtschaftlich unbedarfte Bürger von den Demos nun halten? Lassen Sie die Trecker am Stadtrand stehen und fahren mit der S-Bahn zur Grünen Woche und besuchen diese. Das ist sinnvoller und wird allen gefallen, wenn sie sehen wie wichtig die LW als Basisproduktion für die Nahrungsmittelindustrie ist und was man daraus produzieren kann. Im Übrigen will ja Klöckner ist allen Bauernvertretern den Dialog suchen.

von Lars Henken

Einfach mal die Bilder der letzten Jahre anschauen

"Fleisch frisst die Welt"- Stoppt die Profitgier! Deshalb: Kapitalismus abschaffen!"...... "Deutsche Kühe weiden in Paraguay und scheißen auf die Bauern im Senegal"....... "Solawi statt Agrarindustrie"..... "Kein Bürgerrecht auf Tierquälerei"..... "VEGAN!"...... "Schlachthof? Mastställe? - Nein DANKE!" ..... Das sind Parolen die in den letzten Jahren bei WHES in Berlin zu lesen waren. Ich bin selbst konventioneller Mastschweinehalter, wie soll ich da mitlaufen können. Ich soll mich mit Peta in eine Reihe stellen? Wo genau fängt denn die Agrarindustrie an und hört die bäuerliche Landwirtschaft auf? Ich denke für viele der Teilnehmer bin ich mit meinem Familienbetrieb schon ein "böser Agrarindustrieller" mit meinen 700 Mastschweinen und 120 ha Land. Ich soll für die Abschaffung meiner Lebensgrundlage noch selbst demonstrieren? Wie paradox wäre das denn?

von Jörg Meyer

@Ottmar Ilchmann

Ob man wirklich den durchschnittlichen Verbraucher, den ganz normalen Deutschen, bei der "Wir haben es satt Demo" treffen kann? Man muss schon großes Glück haben unter all den bunten Vögeln einen Durchschnittskonsumenten zu finden. Ihr Demo ist doch eine Ansammlung von Gruppen die überwiegend keine mehrheitsfähigen Forderungen stellen. Für mich passen die Forderungskataloge der einzelnen teilnehmenden Organisationen oft nicht zusammen, ja ich finde sie widersprechen sich zum Teil. Wer als Bauer etwas für sich tuen will sollte am 17. Januar bei den Veranstalungen von LsV teilnehmen. Ich empfehle allen Berufskollegen einmal unabhängig davon nach Berlin zu fahren und sich die Whes Demo als Zuschauer anzuschauen und dann die persönliche Entscheidung zu treffen ob man wirklich ein Teil dessen sein will, was da an einem vorüber zieht! Ja Gespräche mit Teilnehmern ihrer Demo können da auch bei der Entscheidung helfen, die Antworten die man da so bekommt zeigen ein fundierte Unkenntnis über viele Bereiche zu denen diese Demo Forderungen stellt! Ich persönlich habe über die fachliche Inkompetenz von sogennnten Aktivisten nur den Kopf schütteln können und bin mit der Erkenntnis nach hause gekommen, dass man vor allem vor der Inkompetenz anderer Menschen Angst haben muss. Eines meiner persönlichen Erlebnisse: Zei Greenpeace Aktivistinnen brachten gerade ein riesen Bodenbanner "Stoppt Gentechnik" (oder so ähnlich)vor dem Kanzlerauf auf den Boden aus. Ich bin hin und habe die beiden nach dem Unterschied zwischen Gentechnik und induzierter Mutatiuionszüchtung gefragt als Antwort bekam ich: " Muta was ? Aber darum geht es hier dich gar nicht hier geht um Monsanto ...". Ich bin kopfschüttelnd weitergegangen zu anderen Begegnungen der unwissenden Art.

von Ottmar Ilchmann

Vollkommen richtig,

nicht alle wollen oder können auf ökologischen Landbau umstellen. Das ist ja auch gar nicht das Ziel der WHES-Demo. Sie setzt sich für gute Bedingungen, Anerkennung und faire Preise für ALLE bäuerlichen Betriebe ein, ökologisch wie konventionell. Deshalb sind eben auch jedes Jahr viele konventionelle Bäuerinnen und Bauern dabei. Und gerade wer das Gespräch mit Verbrauchern sucht, sollte an der WHES-Demo unbedingt teilnehmen, denn hier findet er zu Zehntausenden Verbraucher, die an Fragen von Landwirtschaft und Ernährung interessiert und für den Dialog offen sind. Also auf nach Berlin am 18.01.!

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