Mutige Bauherren

Landbaukultur-Preis 2021: Moderne Wohnscheune

Über 100 Landwirte, Winzer und Gärtner haben sich mit ihren Neu- und Umbauten um den Landbaukultur-Preis beworben. Die Gewinner überzeugen durch zeitgemäße Architektur und nachhaltige Bauweise.

Es braucht Mut, alten Gemäuern neues Leben einzuhauchen und Gebäude im ländlichen Raum fit für die Zukunft zu machen. Doch dieser Mut wird oft belohnt. So war es auch bei den Bauprojekten, die mit dem Landbaukultur-Preis 2021 ausgezeichnet wurden. Hier stellen wir in den nächsten Tagen die Preisträger vor. Ein Hauptpreis geht an:

Bauherr: August Hermann Daube

Architekt: Johannes Schmersahl, Bad Salzuflen

Das Projekt: Umbau einer Scheune für private Wohnzwecke in Vlotho-Exter

Hofansicht

Die moderne Scheune integriert sich perfekt in das bestehende Hofensemble. (Bildquelle: Neuschaefer-Rübe)

Das Votum der Jury: Auf dem traditionsreichen Ackerbaubetrieb der Familie Daube in Vlotho-Exter ist aus einer ungenutzten Scheune eine moderne Wohnung für die Hofnachfolgerin und ihre Familie entstanden. Dadurch ist es gelungen, die kompakte Hofanlage zu erhalten. Die Ideen von Architekt Johannes Schmersahl überzeugen. Die Scheune gibt sich nach außen als dezidiert modernes Gebäude zu erkennen. Nahezu selbstverständlich ordnet es sich in die gesamte Hofstelle und deren großzügige Freiflächen ein. Für besonders gelungen hält die Jury die Überführung der alten Gestaltung in die neue Nutzung. So erinnern zum Beispiel die vertikalen, lichtdurchlässigen Sonnenschutzpaneele an die alten Scheunentore.

Scheunentor

Moderne Elemente erinnern an charakteristische Merkmale, wie das Scheunentor. (Bildquelle: Neuschaefer-Rübe)

Die zum Landwirtschaftsverlag gehörende Stiftung LV Münster schreibt den mit 30.000 € dotierten Landbaukultur-Preis alle zwei Jahre aus und hat ihn 2021 zum vierten Mal vergeben. In diesem Jahr hat sie erstmals auch Objekte aus Österreich und der Schweiz ausgezeichnet. Insgesamt bewarben sich 105 Bauherren und -frauen mit ihren Objekten um die Auszeichnung.


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