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Bamberger Schlachthof

Mitarbeiter klaute 400 Schweinehälften - Stadt verzichtet auf Anzeige

Mit Fleischdiebstahl hat ein Mitarbeiter am Bamberger Schlachthof 50.000 € erbeutet. Das Kuriose: Die Stadt verzichtet auf eine Anzeige, weil sie ja nicht geschädigt sei. Doch es kommt noch bunter.

Lesezeit: 2 Minuten

Im Bamberger Schlachthof wurde jetzt ein Mitarbeiter ertappt, der Schweinefleisch gestohlen hat und dann schwarz an Metzger verkaufte. Laut Bildzeitung soll er über mehrere Monate soviel entwendet haben, dass das Fleisch von rund 200 Schweinen bzw. 400 Schweinehälften zusammenkam.

Aufgefallen ist das wohl bei einer Routinekontrolle, wo sich Unregelmäßigkeiten bei den Warenströmen ergaben. Der Schaden wird auf 50.000 € geschätzt. Der Mitarbeiter wurde entlassen.

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Will die Stadt keine Negativpresse?

Bis dahin ist dies eine interessante, aber auch nicht weltbewegende Nachricht. Spannend wird es erst durch die Diskussionen im Nachgang. So will die Bild erfahren haben, dass die Stadt trotz der hohen Summe keine Notwendigkeit sehe, den Betrug anzuzeigen. Demnach habe der Schlachthof mit der Stadt beschlossen, diese Angelegenheiten intern zu klären, steckte der Zeitung offenbar Stadtratsmitglied Dr. Hans-Günter Brünker von Volt/ÖDP/Bambergs Mitte.

Der ärgert sich, dass sonst jedes noch so kleine Vergehen im Supermarkt direkt zur Anzeige gebracht wird und die Stadt diesen großen Betrugsfall intern klären wolle. Dafür habe er kein Verständnis. Wegen früherer Medien-Artikel soll die Staatsanwaltschaft auf den Fall aufmerksam geworden sein und habe sich selbst eingeschaltet.

Auf Nachfrage der Zeitung erklärt ein Stadtsprecher, dass in diesem Fall nicht der Stadt und den Bürgern ein Schaden entstanden sei, sondern dem Kunden. Daher müsste der Geschädigte die Initiative ergreifen, weil dieser der Geschädigte ist.

Kameraüberwachung am Schlachthof?

Derweil ergibt sich noch ein weiteres Diskussionsthema. So habe Brünker von Schlachthofmitarbeitern erfahren, dass heimlich Kameras in dem Betrieb installiert wurden, um den Dieb zu finden. Auch von einem Privatdetektiv ist die Rede, der im Auftrag eines Fleisch-Kunden gefilmt und ermittelt haben soll.

Brünker zeigt sich hierüber entsetzt. Sollten wirklich Mitarbeiter ohne ihr Wissen gefilmt worden sein, wäre das eine eindeutige Grenzüberschreitung. Er werde diesen Vorwürfen mit der Ausschussgemeinschaft nachgehen und habe den Oberbürgermeister um eine Stellungnahme gebeten. Auch mit dem Personalrat stehe seine Partei im Kontakt.

Die Stadt hingegen weist ausdrücklich zurück, dass es Kameras zur Diebfindung und einen Detektiv gab. Wohl aber gebe es ein neues Kamerasystem auf dem Areal des Schlachthofes, was im Zuge des Investitionsplans beschlossen und aufgebaut wurde. Der Plan wurde dem gesamten Stadtrat bereits im Januar 2023 vorgestellt, heißt es.

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