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Wolf: Hat MV keinen Plan für das Bestandsmanagement?

„Es ist mir unbegreiflich, wie man die Fortschritte, die wir in den vergangenen Monaten in Berlin, Brüssel aber auch hierzulande, zum Thema Wolf hart erarbeitet haben, so konsequent ignorieren kann!“ Das sagte MV-Agrarminister Backhaus auf die Kritik vom Bauernverband, das Land habe keinen Plan für das Bestandsmanagement.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich enttäuscht, dass das Landwirtschaftsministerium keinen Plan für ein Bestandsmanagement der Wölfe vorgelegt hat. Verbandspräsident Detlef Kurreck rechnet nun mit einer deutlichen Zunahme der Übergriffe auf Weidetiere, sagte er diese Woche - wir berichteten.

Den Vorwurf, das Land habe keinen Plan für das Bestandsmanagement der Wölfe, vorgelegt, wies Agrarminister Dr. Till Backhaus am Donnerstag im Landtag allerdings entschieden zurück. „Es ist mir unbegreiflich, wie man die Fortschritte, die wir in den vergangenen Monaten in Berlin, Brüssel aber auch hierzulande, hart erarbeitet haben, so konsequent ignorieren kann“, sagte der Minister.

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Er wies darauf hin, dass

  • Erstens: Das ganze Land – mit Ausnahmen der Inseln Poel und Rügen – zum Wolfsgebiet erklärt wurde. Das heißt, dass sich die Tierhalter in diesem Gebiet Zuwendungen für Präventionsmaßnahmen, die über den Grundschutz hinausgehen, fördern lassen können.
  • Zweitens: Ausgleichszahlungen und Präventionsmaßnahmen können ab Mitte 2019 bis zu einer Höhe von 100 Prozent gefördert werden.
  • Drittens: Auf der Umweltministerkonferenz in Bremen konnte M-V alle übrigen 15 Bundesländer zu der Einsicht bewegen, dass zum Schutz von Weidetieren eine rechtssichere Grundlage zur Entnahme von problematischen Wölfen erforderlich ist. Bis spätestens Mai 2019 sollen dazu Ergebnisse vorgelegt werden.
  • Viertens: Erstmals gibt es im Haushaltsplan einen eigenen Titel für das Wolfsmanagement.
  • Fünftens: Es wurden zwei Wolfsmanager und drei Nutztierhalter-Berater auf Basis von Werkverträgen eingestellt.
  • Sechstens: Es wurde eine Schadens-Hotline eingerichtet, um schnellstmöglich die erforderlichen Maßnahmen zu koordinieren.
  • Siebtens: Mit dem 2010 veröffentlichten „Managementplan für den Wolf in Mecklenburg-Vorpommern“ wurde eine wesentliche Grundlage für den Umgang mit der Wolf geschaffen.

„Konzeptlosigkeit sieht für mich anders aus“, betonte Backhaus.

Darüber hinaus lobte er die intensive und sehr gute Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden und dem Jagdverband bei der Erarbeitung des Managementplans. Die Verbände blieben auch im Rahmen der Überarbeitung wichtige Partner. Äußerungen des Bauernverbandes, es gäbe in Mecklenburg-Vorpommern kein Wolfsmanagement, wirkten vor diesem Hintergrund wie blanker Hohn, resümierte Backhaus.

Er räumte ein, dass das konfliktfreie Nebeneinander von Mensch und Wolf eine der schwierigsten umweltpolitischen Herausforderungen in Deutschland sei. Gerade deshalb sei ein sachlicher Umgang, der alle Facetten berücksichtigt, essentiell.

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