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So geht Hitzeschutz fürs Kalb

Geringere Aktivität und Futteraufnahme, Schwitzen oder Hecheln: Das sind Anzeichen für Hitzestress bei Kälbern. Bei hohen Temperaturen und praller Sonne leiden nicht nur Kühe.

Lesezeit: 3 Minuten

Bei hohen Temperaturen sind Kälber weniger aktiv und ihre Futteraufnahme sinkt. Um Stress und Gewichtsverlust zu vermeiden, sind diese Maßnahmen sinnvoll.

1. Schatten: Sowohl das Iglu als auch der Auslauf sollten im Sommer beschattet sein – egal ob von einem Dach, einer Wand oder Bäumen. Schnelle Abhilfe können ein Windschutznetz oder gestapelte Strohballen schaffen. Besonders für den Auslauf ist Schatten wichtig, damit die Kälber nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind und überhitzen.

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2. Wasser: Bieten Sie Kälbern ab dem ersten Lebenstag ­Wasser an! Je ­höher die Temperaturen, umso höher der ­Bedarf. Durch Schwitzen und Atmen ­verlieren sie Flüssigkeit. Zudem bremst Wassermangel die Futteraufnahme: Fehlt den Kälber Flüssigkeit, nehmen sie weniger an Gewicht zu. Nicht zuletzt reduziert Wassermangel die Wärmetoleranz.

3. Eimer: Das Wasser sollten Sie aus ­offenen Wasserflächen (z. B. Eimer oder Schalentränken) und nicht im Nuckel­eimer anbieten. So gelangt es in den Pansen, wo es für die Entwicklung der Pansenmikroben und des Pansen wichtig ist. Beim Nuckeln läuft Wasser durch den Schlundrinnenreflex in den Labmagen.

4. Luftbewegung: Warme Luft muss ­abtransportiert werden. Iglus oder Hütten sollten an Orten mit möglichst viel Luft­bewegung stehen. Rücken Sie die Iglus weiter auseinander und öffnen Sie die Lüftungsklappen, wenn vorhanden. Um den Luftaustausch zu verbessern kann es auch helfen, das Iglu auf der Rückseite hochzusetzen, z. B. mit Pflastersteinen.

5. Isolierung: Als Wärmeschutz für Stall, Hütte oder Iglu sind eine Dachisolierung bzw. wenig wärmeleitende Baumaterialien effektiv. Das verringert das Aufheizen des Innenraums deutlich.

6. Stress: Vermeiden Sie an heißen Sommertagen zusätzliche Stressfaktoren. Falls nötig sollte das Umstallen oder das Enthornen möglichst früh morgens erfolgen, wenn es noch kühl ist. Das schont den Kreislauf der Tiere.

7. Fütterung: Hitze verdirbt den Appetit. Bei restriktiver Fütterung bietet es sich an, die Milchtränke früh morgens bzw. spät abends zu geben. Bei einer ad ­libitum-Tränke müssen Sie die Milch vor Verderb und Fliegen schützen und Reste entsorgen. Auch altes und eingespeicheltes Kraftfutter ist ein Keimreservoir und regt die Tiere nicht zum Fressen an.

8. Hygiene: Hohe Temperaturen begünstigen mikrobielles Wachstum. Reinigen Sie Tränkeautomaten und -eimer, Wasserbecken sowie Futterstationen im Sommer häufiger. Das schont das Immun­system der Kälber. Sommerzeit ist zudem Fliegenzeit. Ventilatoren oder Schlauchbelüftung vertreiben lästige ­Fliegen. ­Regelmäßiges Ausmisten und Desinfi­zieren verringert den Befall.

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