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Energiekrise: "Abgedeckte Ferkelnester bieten großes Einsparpotenzial"

Viele Schweinehalter beheizen ihre Ställe mit Flüssiggas. Über Einsparpotentiale bei den aktuell hohen Energiekosten haben wir mit Energieberater Rolf Feldmann von der LWK NRW gesprochen.

Lesezeit: 2 Minuten

Wie stark sind deutsche Ferkelerzeuger und Schweinemäster von russischem Erdgas abhängig?

Feldmann: Fast jeder Schweinehalter ist in irgendeiner Art und Weise von den Gaslieferungen abhängig. Viele Schweinehalter in ländlichen Gebieten haben allerdings Flüssiggastanks vor ihren Ställen stehen. Des­wegen hängen sie nicht direkt am Erdgasnetz.

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Ferkelnester, Gaskanonen und ­Konvektorheizungen werden oft mit Flüssiggas betrieben. Wirkt sich die Erdgaskrise auch auf den Markt für Flüssiggas aus?

Feldmann: In der Preisgestaltung hängen die Kosten für viele Energieträger eng zusammen. Die Erdgaskrise dürfte sich deshalb auch auf den Flüssiggasmarkt und die Preise auswirken.

Ein erheblicher Teil des Flüssiggases wird in Erdölraffinerien gewonnen. Diese sind allerdings von einem gleichzeitigen Anstieg des Rohölpreises betroffen und fordern deshalb auch mehr für ihr Produkt.

Die Erdgaskrise dürfte sich auch auf den Flüssiggasmarkt und die Preise auswirken." - Rolf Feldmann
Rolf Feldmann

Ist es ratsam, dass Schweinehalter ihre Flüssiggastanks jetzt so schnell wie möglich befüllen?

Feldmann: Da Flüssiggas vor allem zum Heizen verwendet wird, ist der Bedarf im Sommer kleiner. Allerdings kann man sich angesichts der aktuellen Krise nicht mehr auf einen saisonalen Preisverlauf verlassen. Deshalb kann es empfehlenswert sein, zeitnah die Flüssiggastanks zu füllen.

Gehören Ferkelerzeuger und Mäster zur kritischen Infrastruktur?

Feldmann: Die Entscheidung, wer zur kritischen Infrastruktur gehört, wird wohl erst noch getroffen. Ferkelerzeuger sollten sich aber schon jetzt fragen, auf welche alternativen Primärenergiequellen sie kurzfristig umsteigen können, um die Gasabhängigkeit zu re­duzieren. Hier bieten sich z. B. Infrarot-Heizlampen in Ferkelnestern oder Wärmetauscher an.

Ferkelerzeuger sollten sich fragen, auf welche alternativen Primärenergiequellen sie kurzfristig umsteigen können, um die Gasabhängigkeit zu re­duzieren. " - Rolf Feldmann

Wo gibt es noch Einsparpotenzial für die Schweinehalter?

Feldmann: Gerade im Abferkelstall, wo die Arbeit übersichtlicher gestaltet werden sollte, hat man auf abgedeckte Ferkelnester verzichtet. Sie erlauben es jedoch, die Temperaturen im Abferkelstall abzusenken. Das bietet nicht nur großes Energiesparpotenzial, sondern hat auch noch Vorteile für die Sauen!

Zudem sollte man jährlich die Heizung und andere Energieverbraucher reinigen und fachmännisch warten. Um weitere Einsparpotenziale aufzudecken und Betriebsblindheit zu vermeiden, hilft auch der gemeinsame Gang mit dem Berater durch den Stall.

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