Afrikanische Schweinepest

ASP breitet sich in Italien weiter aus

Angesichts neuer ASP-Fälle bei Wildschweinen fürchten Italiens Schweinehalter eine weitere Seuchenausbreitung. Sie fordern, zügig mit Maßnahmen zur Reduktion des Schwarzwildes zu beginnen.

In Italien hat sich bis vergangene Woche die Zahl der mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweine in dem Park nördlich von Rom auf zehn erhöht. Die neuen Kadaverfunde lagen aber alle dicht beim Fundort des ersten infizierten Tieres. Italiens Schweinehalter sind dennoch in großer Sorge wegen einer möglichen Verschleppung der Tierseuche.

Warnung vor Verlusten

Der größte Landwirtschaftsverband Coldiretti forderte vergangene Woche in einem Schreiben an Ministerpräsident Mario Draghi „weitere und schnellere Maßnahmen zur Verringerung der Wildschweinpopulation im ganzen Land“, um die Ausbreitung der ASP zu stoppen. Dem Verband zufolge gefährdet das hochansteckende Virus 29.000 Zuchtbetriebe und einen Wirtschaftssektor mit einem Jahresumsatz von 20 Mrd € und hunderttausenden Beschäftigten. Von der zuständigen Behörde wurde mittlerweile eine rote Zone im Norden der Hauptstadt festgelegt, die zukünftig von einem 1,5 km hohen Zaun umgeben sein wird. Innerhalb eines Monats werde ein Plan vorgelegt und mit der Reduktion des Schwarzwildbestandes begonnen, erklärte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Andrea Costa. Dem Erzeugerverband Coldiretti dauert das allerdings viel zu lang.


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