Verletzte Schweine

Tierrechtler-Videos bestätigt - Kreis Steinfurt erstattet Anzeige

Der Kreis Steinfurt sieht die Vorwürfe einer Tierrechtsorganisation gegen mehrere Schweinehalter im Kreis Steinfurt bestätigt und schaltet die Staatsanwaltschaft ein.

Tierrechtler hatten im September heimlich gedrehte Videos aus Schweineställen im Kreis Steinfurt veröffentlicht. Das Kreisveterinäramt Steinfurt hat das Material von Betrieben in Betrieben in Rheine und Emsdetten nun gesichtet und bestätigt den Verdacht.

Laut WDR seien Schweine mit Verletzungen und entzündeten Wunden sowie Hygiene-Verstöße erkennbar. Ende der Woche soll daher Anzeige erstattet werden. Nach Ansicht des Steinfurter Kreisveterinärs Christoph Brundiers liege der Anfangsverdacht einer Straftat vor - Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

In den Videos seien beispielsweise massive Gelenkveränderungen zu sehen. "Das sind nach unserer Einschätzung Prozesse, die schon über längeren Zeitraum bestehen, die auch mit entsprechenden Schmerzen verbunden sind", so Brundiers. Ein weiterer Fall sei der eines Schweines mit einem großen Nabelbruch.

Die vier Betriebe, aus denen die Bilder stammen, hatten die Behörden auf Anweisung des NRW-Landwirtschaftsministeriums nach Veröffentlichung der Bilder kontrolliert. Auch dabei seien tierschutzrelevante Verstöße festgestellt worden. Der Kreis Steinfurt hat den Betrieben nun Fristen gesetzt, die Zustände zu beenden.

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Der Verein Tierretter.de hat heimlich in Schweineställen in Rheine und Emsdetten gefilmt. Die Tierhaltungsgegner sind überzeugt, dass auch Familienbetriebe die Tiere "quälen".

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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