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topplus Preiskrise am Schweinemarkt

Tönnies sieht erst im Spätsommer/Herbst bessere Schweinepreise

Trotz des knappen Lebendangebots und der problemlosen Vermarktung der Schlachtschweine, gibt es massiven Preisdruck. Wir haben bei Tönnies nachgehakt und bekamen nur teilweise Antworten.

Lesezeit: 2 Minuten

Seit Freitag letzter Wochen zahlen Tönnies und Westfleisch für Schlachtschweine ohne Vertrag nur noch Hauspreise von 1,40 €/kg SG. Das sind 8 Cent weniger als die VEZG empfiehlt. Damit ist Deutschland Schlusslicht in der EU. top agrar wollte von Deutschlands größtem Schlachtunternehmen Tönnies wissen, warum die rote Seite die Bauern immer weiter in die Verlustzone treibt.

Tönnies-Einkaufsleiter Dr. Robert Elmerhaus nimmt Stellung und sieht zwei Ursachen für den massiven Preisverfall in Deutschland. Das eine sei die schwache Binnennachfrage und das andere die Folgen der ASP-Krise bei uns. „Der Exportstopp nach Asien schneidet eine wichtige Wertschöpfungskette für deutsche Betriebe ab“, erklärt Elmerhaus.

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Chinas Preise im Sinkflug

Verstärkt würde das Problem durch den Sinkflug des chinesischen Schweinepreises. Aus Angst vor erneuten ASP-Ausbrüchen werde der Schweinebestände in China derzeit dramatisch reduziert, was zu einem Überangebot an Schweinefleisch führe, erklärt der Tönnies-Manager. Demnach können die für den Export nach China freien europäischen Verarbeiter dort ihr Fleisch nicht mehr absetzen und überschwämmen den europäischen und deutschen Markt. „Das hat zu erheblichen Verlusten in unserer Kalkulation geführt, denen wir nun Rechnung tragen müssen“, erklärt Elmerhaus.

Bessere Preise im Spätsommer?

Den Forderungen der Bauernverbände an den deutschen LEH zu Erhöhung der Preise für Fleischwaren, schließt sich das Haus Tönnies an: „Jetzt ist der LEH gefordert.“ Einen Lichtblick für den Schweinemarkt sieht Elmerhaus erst mittelfristig: „Durch die extremen Abschlachtungen in China kommt es zu einer Verknappung von Schweinefleisch“, ist der Einkaufsleiter sicher. Das erfordere einen erheblich höheren Import zum Spätsommer und zum Herbst hin. „Das dürfte zu einem perspektivisch höheren Preis führen“, zeigt er sich zuversichtlich.

Elmerhaus lässt Fragen offen

Auch wenn die Ausführungen von Elmerhaus plausibel klingen, blieb er einige Antworten schuldig. Beispielsweise wollten wir wissen, warum denn gerade die Nicht-Vertragslandwirte so stark abgestraft werden, während die Vertragswilligen den VEZG-Preis erhalten. Marktteilnehmer vermuten, dass durch die Preisdifferenzierung noch mehr Landwirte in die Verträge gedrängt werden sollen.

Wollen die Schlachter den ITW-Zuschlag gegenfinanzieren?

Unter vielen Landwirten macht sich zudem das Gerücht breit, Tönnies und Co. finanzieren durch die massiven Preissenkungen den ab 1. Juli fälligen ITW-Zuschlag von 5,28 €/kg SG. Auch zu diesem Gerücht äußerte sich Elmerhaus nicht.

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