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Worauf Sie beim Kauf eines Zwischenfruchtstreuers achten sollten

Bei der Aussaat von Zwischenfrüchten ist der Einsatz von speziellen Zwischenfruchtstreuern weit verbreitet. Wir geben eine Übersicht zur Technik und zeigen, worauf Sie achten sollten.

Lesezeit: 4 Minuten

Die einfachsten Geräte zur Zwischenfruchtsaat am Bodenbearbeitungsgerät sind die Einscheibenstreuer. Sie bieten Platz für bis zu 200 l Saatgut. Eine Scheibe wirft die Saat zwischen die Werkzeuge oder hinter das Gerät. Ein Elektromotor treibt die Streuscheibe an. Der Anschluss an eine dreipolige Steckdose reicht meist aus. Eine geschwindigkeitsabhängige Dosierung gibt es, wenn, nur optional.

Im Gegensatz zum Düngerstreuer ist eine Überlappung zur nächsten Fahrspur eher nachteilig, da das Bodenbearbeitungsgerät bei der Anschlussfahrt die Samen vergräbt. Die fehlende Überlappung geht aber auf Kosten der Verteilgenauigkeit. Besonders stark schwankt die Querverteilung bei Saatgutmischungen. Großer Vorteil der Einscheibenstreuer ist aber der geringe Anschaffungspreis. Diese Geräte gibt es ab 1.250 € (alle Preise ohne MwSt.), je nach Steuermodul und Ausstattung.

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Pneumatische Zwischenfruchtstreuer auf dem Vormarsch

Von APV gibt es auch Zweischeibenstreuer. Durch die beiden Scheiben ist die Überlappung und damit die Querverteilung gleichmäßiger als bei den Einscheibenstreuern. Aufgrund der besseren Basisausstattung kosten diese Streuer aber ungefähr das Zweifache von Streuern mit einer Scheibe. Ein- und Zweischeibenstreuer erreichen eine Arbeitsbreite von bis zu 30 m, je nach Bedingungen und Saatgut bzw. Schneckenkorn. Die Arbeitsbreite ist einfach einstellbar. Für die Zwischenfruchtsaat ist der Einsatz bis 6 m üblich.

Aufgrund der schlechten Querverteilung von Scheibenstreuern haben sich in den letzten Jahren die pneumatischen Sägeräte stark verbreitet. Viele Maschinenhersteller haben mittlerweile ein Gerät im Programm, das sie ab Werk auf ihre Bodenbearbeitungsgeräte aufbauen können. Amazone, Horsch, Väderstad und Kuhn (SH600) entwickeln eigene Maschinen. Meist kommt dabei die Dosiertechnik der normalen pneumatischen Sämaschinen zum Einsatz, bei Horsch aber ohne separaten Verteilerkopf.

Die folgenden Zwischenfruchtstreuer kommen vom Zulieferer APV:

  • GreenDrill 200 von Amazone
  • a-drill von Kverneland
  • SH von Kuhn
  • SeedHub 5 von Lemken
  • Tegosem von Pöttinger

Bei APV selbst nennen sich die Baureihen PS M1 bzw. PS M2. Diese gibt es mit Behältergrößen von 120 bis 1.600 l. Auch Lehner bietet mit dem Vento ein ähnlich gestaltetes Modell mit Behältergrößen von 120 bis 500 l an. Lehner vertreibt die Geräte hauptsächlich unter eigenem Namen.

Bei beiden Systemen dosiert ein Zellenrad das Saatgut direkt in den Luftstrom. Meist ist dieser Luftstrom beim Zellenrad schon auf die Anzahl der Schläuche aufgeteilt. Damit spart man einen separaten Verteilerkopf. Die Querverteilung profitiert ebenfalls von diesem Prinzip. Mit dem elektrischen Antrieb der Dosierwelle ist eine wegabhängige Dosierung möglich.

Den top agrar-Praxistest des APV PS 200 MI lesen Sie hier. Das nachfolgende Video fasst die Ergebnisse zusammen:

Den top agrar-Praxistest des Lehner Vento lesen Sie hier. Das nachfolgende Video fasst die Ergebnisse zusammen:

Antrieb entscheidet über Arbeitsbreite

Die Arbeitsbreite beträgt mit einem elektrisch angetriebenen Gebläse bis zu 12 m. Bis ca. 6 m Arbeitsbreite reichen oft acht kleine Prallteller, um das Saatgut gleichmäßig zu verteilen.

Über 6 m verdoppeln die Hersteller die Abgänge mit einer zweiten Dosierwelle oder Y-Verteilern in den Schläuchen. Möchte man eine große Menge schwerer Saatgüter bis zu 12 m breit verteilen, ist ein hydraulisch angetriebenes Gebläse erforderlich.

Steuerung bringt Komfort

APV bietet eine einfache Steuerung an. Nur die Drehzahl für das Gebläse und die Dosierwelle sind einstellbar. Dabei ist eine konstante Geschwindigkeit wichtig und am Vorgewende muss man die Welle selbst schalten. Ein solcher Streuer kostet ca. 2.700 €

In der nächsten Ausbaustufe regelt die Steuerung die Ausbringmenge geschwindigkeitsabhängig. Deshalb lässt sich das System auch abdrehen. Am Vorgewende schaltet das Dosierorgan automatisch. Dazu gibt es einen separaten Sensor am Anbaugerät oder ein Adapterkabel für die 7-polige Signalsteckdose des Schleppers – Aufpreis ca. 700 €.

Mit der höchsten Ausbaustufe der Steuerung von APV lassen sich auch Abdrehproben abspeichern. Beim Vento von Lehner ist schon in der Grundausstattung eine vergleichbare Steuerung mit allen Funktionen enthalten.

Wir empfehlen zumindest eine geschwindigkeitsabhängige Regelung mit Vorgewendeschaltung. Der kleinste Streuer von APV kostet in der höchsten Ausbaustufe knapp 3.800 € plus Zubehör. Der Vento von Lehner kostet laut Liste in der vollständigen Ausstattung mit Zubehör ca. 4.350 €.

Bei Horsch und Amazone lassen sich die Geräte auch per Isobus steuern.

Streuer auch für Grünlandnachsaat und Untersaat nutzbar

Väderstad hat zusätzlich zu seiner pneumatischen BioDrill 360 auch eine mechanische Variante der BioDrill im Programm. Diese starre Kastendrille ist besonders für Maschinen mit einer Breite von 3 m gedacht.

Flexibler sind allerdings die pneumatischen Geräte. Mit einem Schnellwechselsystem kann man sie auch auf Grünlandgeräten einsetzen. Zusätzlich sind auch Einsätze an der Drillmaschine möglich, um gleichzeitig Untersaaten auszubringen.

Der Vento von Lehner ist zudem für die Ausbringung von Dünger geeignet. APV bietet dazu eine Spezialversion an.

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