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topplus Japanisches Kraftpaket

Kubota M7173 Premium KVT im top agrar-Praxistest

Mit seiner Serie M7003 verspricht Kubota mehr Power bei niedrigerem Kraftstoffverbrauch. Ob die Maschine diese Vorgaben erfüllt und welche weiteren Features der Japaner bietet, haben wir getestet.

Lesezeit: 5 Minuten

Den Test hat das top agrar-Testteam Hartberg, Georg Schuller und Hansi Grasser, durchgeführt.

Die neue Baureihe M7003 bietet drei Modelle mit 130 bis 170 PS. Wir konnten den größten aus dieser Baureihe mit 170 PS im letzten Herbst testen. Für die Herbstarbeiten stellte uns Generalimporteur Esch-Technik einen M7173 Premium KVT zur Verfügung. Die Ansage vom Hersteller zum neuen Modell: „Der 4-Zylinder-Motor liefert dieselbe Power wie viele 6-Zylinder-Motoren aus seiner Leistungsklasse.“

Schnell gelesen

Der M 7173 Premium KVT von Kubota ragt mit ­seinem sehr guten, durchzugsstarken Motor heraus. 

Mit seinem großen Hubraum von 6,1 l ist er in der Klasse der 4-Zylinder ein ­echtes Kraftpaket.

In punkto Verarbeitung und Design gibt es noch Luft nach oben.

Der Listenpreis der Testmaschine liegt bei knapp über 200.000 €. Esch-Technik bietet das Modell aktuell zum Aktionspreis von 149.880 € an. Das Basismodell wird in Aktion um 107.760 € angeboten.

Das bestätigte sich bei unserem Test. Der von Kubota selbst gebaute Motor (Abgasstufe V) agiert durch seinen Hubraum von 6,1 l sehr durchzugsstark, sowohl auf der Straße bei Transportarbeiten sowie auch beim Grubbern. Um den Japaner an seine Durchzugsgrenzen zu bringen, haben wir ihn auch beim Tiefgrubbern eingesetzt.

Trotz der Größe sehr wendig

Hierbei haben wir einen Durchschnittsverbrauch von 20,1 l ermittelt. Das fanden wir durchaus in Ordnung. Beim Zapfwellentest konnten wir bei 903 U/min ein Drehmoment von 1.188 Nm und eine Leistung von 153 PS ermitteln. Das Eigengewicht beträgt laut unserer Wiegung 7.480 kg. Sein Wenderadius ohne Allrad lag innen bei 3,42 m – ein sehr guter Wert.

Die Kabine ist sehr geräumig und bietet für Fahrer und Beifahrer ausreichend Platz. Pluspunkte sammelt die Kabine des M7173 auch mit ihrer Übersicht. Hinter dem Fahrersitz befindet sich eine Überdruckklappe, die beim Schließen der Tür für einen Druckausgleich sorgt.

Damit wird vermieden, dass beim Türschließen die Ohren „zugehen“. Laut Hersteller liegt der Druckaufbau daran, dass die Kabine extrem dicht sein soll. Unterm Strich lässt sich die Tür nur mit sehr viel Schwung schließen. Wenn man häufig Ein- und Aussteigen muss, ist dies schon ein wenig mühsam. Die Heckscheibe ist mit einer Heizung ausgerüstet, ist sie beschlagen, ist sie auch sehr schnell wieder frei und die Sicht nicht lang eingeschränkt. Allerdings ist die Montage dieser Heizung „rustikal“.

Weiters lässt sich die Heckscheibe nur zur Hälfte öffnen, das hat uns gestört. Durch die Vorderachsfederung und pneumatische Kabinenfederung ist der Fahrkomfort entsprechend hoch. Esch-Technik bietet zudem eine Lösung, um die Kabinenfederung in der Härte zu verstellen.

Der Einstieg in die Kabine, den wir beim Modell M6 sehr gelobt haben, fällt bei diesem Modell im Verhältnis deutlich schmäler und steiler aus. Das hat uns nicht so gefallen. Leider gab es auch kein verschließbares Ablagefach, um Unterlagen zu verstauen.

Stufenloses KVT-Getriebe

Bei dem M7173 kann man sich zwischen zwei Getriebe-Varianten entscheiden. Neben einem Lastschaltgetriebe gibt es wie bei unserer Testmaschine das stufenlose KVT (Kubota Variable Transmission). Der Geschwindigkeitsbereich reicht von 0,05 bis 50 km/h. Die Motordrückung und Getriebeeinstellungen lassen sich je nach Bedarf am Monitor verstellen. So findet man für jede Arbeit die passende Einstellung, was uns sehr gut gefallen hat.

Bei dem Monitor handelt es sich um die größere von zwei Optionen, den K-Monitor Pro 12". Dieser ist sehr übersichtlich und lässt sich sehr gut bedienen. Alle Steuergeräte lassen sich damit verschieben, Durchflussmengen steuern, das Hubwerksmanagement bedienen, Isobus-Geräte steuern etc.

Das Getriebe verfügt über vier automatisch geschaltene Fahrbereiche. Zusätzlich kann man zwischen zwei Geschwindigkeitsbereichen wählen, um die Spreizung des Gaspedals je nach Arbeitseinsatz anzupassen. Den kleinen Geschwindigkeitsbereich kann man bis 20 km/h am Display individuell ein­stellen.

Dazu merkt Esch-Technik an: Der Traktor verfügt über eine Stillstandsregelung, allerdings wird diese nicht automatisch bei 0 km/h, sondern beim Betätigen der Fuß- oder Handbremse aktiviert. Das sorgt dafür, dass man nicht auf das Anziehen der Handbremse vergisst. Zudem bringt es zusätzliche Sicherheit beim Abstellen, da der Traktor über die Handbremse und auch über das Getriebe eingebremst ist.

­Hoher Komfort

Die Bedienung erfolgt großteils über die Armlehne. Am Fahrhebel kann man die Fahrtrichtung, das Hubwerk, Steuergeräte, Tempomat etc. bedienen. Dieser ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Leider liegt er nicht ganz so gut in der Hand und hat auf der Rückseite relativ scharfe Kanten.

Der M7173 verfügt über vier Zapfwellengeschwindigkeiten: 540, 540E, 1000 und 1000E, diese sind manuell einzulegen. Das funktioniert aber sehr gut. Der Zapfwellenschalter zum Einschalten rastet nicht ein, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. Die Zapfwelle kann außen an den Heckkotflügeln ein- und ausgeschaltet werden. Das Gleiche gilt für das Hubwerk und ein Steuergerät. Gut gefallen im Heck hat uns die Halterung für Kugeln.

Das Hubwerk arbeitet sehr gut und stemmt laut Hersteller hinten 9.400 kg und vorne 3.900 kg, damit ist er auch für schwere Hydraulikarbeiten gut gerüstet. Zwischen dem untersten Anhängepunkt und der Zapfwelle befindet sich auch ausreichend Platz, dass eine Weitwinkelzapfwelle genug Abstand zum Anhängekopf hat, um sie nicht zu beschädigen. Die LED-Beleuchtung sorgt für gute Ausleuchtung.

Der Traktor verfügt werkseitig über keine Streckbremse. Dies wäre im Gelände sehr wichtig. Hierfür bietet aber die Fa. Atzlinger eine eigene Lösung, um dies nachzurüsten. Die Lenkbremse war mittels Sensor zusätzlich gesichert. Das heißt, bei geöffneter Lenkbremse lässt der Traktor sich nicht mehr auf 50 km/h beschleunigen, sondern bei ca. 38 km/h ist Schluss. Das finden wir im Sinne der Sicherheit sehr gut.

Abschließend noch zur Wartung: Die Flüssigkeiten können ganz einfach kontrolliert werden. Die Kühler werden bereits durch das feine Sieb der Motorhaube sehr gut geschützt. Zusätzlich lassen sie sich aufklappen und sind so gut zu reinigen.

Datenkompass

Kubota M7173 Premium KVT

Motor: Kubota V6108 TIEF5 (4 Zylinder, 6.124 cm³ Hubraum, 170 PS + 5 PS Boost, 711 Nm)

Spurbreite: 1.900 mm

Gesamthöhe: 3.030 mm

zul. Gesamtgewicht: 11.500 kg

Nutzlast: 4.500 kg

zul. Achslast: vorne 5.200 kg, ­hinten 8.000 kg

Radstände: 2.720 mm

Anzahl hydr. Steuergeräte: 6 elektrische Steuergeräte

Hydraulikpumpen: 110 l/min Load Sensing

Hubwerke:Heckhubwerk Kat. 3, Hubkraft 9.400 kgFronthubwerk Kat. 3, 3.900 kg

Zapfwelle: vorne 1000 U/minhinten 540/540E/1000/1000E U/min

Bereifung: vorne 540/65R28, hinten 650/65R38

Listenpreis inkl. MwSt.: Grundausstattung: 145.000 €Testtraktor: 202.038 €

Zusatzausstattungen u. a. (inkl. MwSt.): Frontzapfwelle (4.470 €)Komplett-LED-Paket (2.256 €)

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