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Hacktechnik, Flüssigdünger und Elektronik: Väderstads Highlights für den Acker

Bodenbearbeitung, Präzisionssaat und jetzt auch Flüssigdüngerapplikation und mechanische Beikrautbekämpfung – Neues aus Schweden im Überblick.

Lesezeit: 5 Minuten

Erst im Februar hatte Väderstad die Übernahme der Hacktechnik des dänischen Unternehmens Thyregod A/S bekanntgegeben. Nach einer Übergangsphase präsentieren die Schweden nun die erste Maschine für die Kulturpflege die Hacke Extract. Sie wird zunächst in zwei Modellen verkauft: die gezogene Extract L 16-48 und die angebaute Extract V 8-36. Je nach Modell werden sowohl die Extract L als auch die Extract V mit Reihenabständen von 225, 250, 450, 500 und 750 mm erhältlich sein. Beide Maschinen sollen im Sommer 2024 bei den Vertriebspartnern stehen.

Die Extract verfügt über einen hohen Hauptrahmen und eine patentierte Lösung zum Anheben der Reiheneinheiten, wodurch einerseits eine Beschädigung der Pflanzen vermieden wird und andererseits die Bearbeitung zwischen den Reihen über einen längeren Zeitraum in Bezug auf die Pflanzenhöhe möglich ist. Die Extract L verfügt außerdem über eine einzigartige Rahmenlösung, bei der zwei Rahmen in einem Hauptrahmen untergebracht werden können, was die übliche Arbeitsbreite und Effizienz verdoppelt und dem Landwirt somit eine Überfahrt erspart.

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Die beiden Extract-Modelle sollen im Sommer 2024 bei den Vertriebspartnern stehen.

Verkaufsdatum für Proceed bekanntgegeben

Ein Jahr später sollen sich dort auch die ersten Exemplare der Proceed-Sämaschine finden. Hierbei handelt es sich laut Väderstad um eine neue Generation von Sämaschinen, bei der eine einzige Maschine eine Vielzahl von Kulturen präzise in den Boden bringen kann, darunter Weizen, Gerste, Raps, Zuckerrüben, Erbsen, Mais, Sonnenblumen und viele mehr.

Das Herzstück der Proceed sind die hochpräzisen Reiheneinheiten ähnlich einer Einzelkorndrille. Vor der Ablage des Saatguts wird das Feld mit individuellen Vorverfestigungsrädern befestigt, um gleiche Bedingungen für jedes Saatgut zu gewährleisten. Die Vorverfestigungsräder sind einzeln montiert und nutzen hydraulischen Anpressdruck, um eine optimale Funktion zu gewährleisten.

Wenn das Saatgut aus dem Zentraltank die Reiheneinheiten erreicht, übernimmt eine angepasste Version des von den Tempo-Einzelkornsämaschinen bekannten PowerShoot-Systems die Kontrolle über jedes einzelne Saatgut bis hinunter zum Boden. Beim Verlassen des kurzen Saatrohrs wird jedes Saatgut von einer Fangrolle aufgefangen. Dies gewährleistet einen optimalen Kontakt zwischen Saatgut und Boden in der gewählten Tiefe über die gesamte Arbeitsbreite.

Nach Angaben von Väderstad haben Feldversuche gezeigt, dass die Proceed die Körnerzahl bei der Weizensaat um 50 % reduzieren kann – bei gleichem Ertrag im Vergleich zu modernen Sämaschinen auf dem Markt. Noch wichtiger sei aber, dass die Versuche gezeigt haben, dass sich die Proceed-Pflanzen aufgrund der geringeren Konkurrenz mit anderen Pflanzen und der größeren Licht-, Nährstoff- und Wasseraufnahme kräftiger und in allen Wachstumsstadien des Erntejahres sehr gleichmäßig entwickeln.

Update für die Einzelkornsämaschine Tempo

Im Sommer 2024 wird die Tempo Reiheneinheit mit Väderstads eigenentwickeltem neuen elektronischen System WSX mit bürstenlosen Motoren und verbesserter Verkabelung aufgerüstet. Dieses System bringt drei neue Funktionen:

  1. Automatische Saatgutvereinzelung: Sensoren in jeder Reiheneinheit überwachen die Vereinzelung des Saatguts kontinuierlich überwacht und passen sie automatisch auf die optimale Einstellung an.
  2. Aktive hydraulische Reiheneinheit: Das System hat die Aufgabe, den eingestellten Reihendruck immer beizubehalten, indem es je nach Bodenbeschaffenheit Druck auf den Boden ausübt oder abbaut. Um schnelle Reaktionszeiten zu gewährleisten, arbeitet das System hydraulisch. Die Einzelkornsämaschine kann entweder mit einem aktiven hydraulischen Anpressdruck mit einer Rückmeldung und Steuerung für die gesamte Maschinenbreite oder mit einem individuellen aktiven hydraulischen Anpressdruck für jede einzelne Reiheneinheit ausgestattet werden. Darüber hinaus kann diese Funktion zur Verbesserung der Fahrgassenarbeit genutzt werden, um unbepflanzte Fahrspuren für die nachfolgende Feldspritze anzulegen.
  3. Kurvenausgleich: Gyrosensoren erkennen, wenn die Maschine wendet, und passen die Dosierleistung der einzelnen Reiheneinheiten an, um eine gleichmäßige Dosierung über die gesamte Legebreite zu gewährleisten

Tempo L jetzt auch mit Flüssigdüngersystem

Schon ab Oktober 2023 soll die neue Flüssigdünger-Variante der Tempo L 8-24 verfügbar sein. Diese verfügt über einen 2.000 l fassenden Kunststofftank für Flüssigdünger, der entweder in der Saatreihe über die Reiheneinheiten oder neben der Saatreihe über Düngerschare ausgebracht werden kann.

Väderstad zufolge ist das System so konzipiert, dass eine breite Palette unterschiedlicher Flüssigdüngermengen ohne Düsenwechsel möglich ist. Zum Beispiel könne die Maschine bei einem Reihenabstand von 750 mm und einer Fahrgeschwindigkeit von 15 km/h Standard-Flüssigdüngermengen von 30 bis zu 200 l/ha ausbringen, ohne dass die Düsen an der Maschine gewechselt werden müssen.

Die Befüllung des Flüssigdüngertanks kann entweder mit einer externen Pumpe oder durch Schwerkraft erfolgen, alternativ über die Bordpumpe der Maschine. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, ist die Maschine mit einem Wassertank, einer Waschanlage und Fächern für die persönliche Schutzausrüstung ausgestattet.

Elektronische Intelligenz für Grubber TopDown und Opus

Ab dem Modelljahr 2024 können der Kombinationsgrubber TopDown 400-700 und der Schwergrubber Opus 400-700 mit Gateway, Sensoren und aktualisierter Elektronik ausgestattet werden. Dies eröffnet die Möglichkeit, die volle Kontrolle über die Maschine aus der Kabine über das iPad-basierte Steuersystem Väderstad E-Control zu erlangen, sowie die Maschine über das Isobus-Terminal des Traktors bedienen zu können.

Durch die Einführung von E-Services für TopDown und Opus sind die Maschinen in der Lage, Applikationskarten zu verwenden, um die Maschineneinstellung automatisch während der Fahrt anhand einer Feldkarte zu steuern. Das bedeutet, dass der Landwirt, bevor er auf das Feld geht, programmieren kann, wie die einzelnen Arbeitselemente – Scheibenfeld, Zinkenfeld, Nivellierer und Packer - an bestimmten Stellen des Feldes eingestellt sein sollen, z.B. auf der Grundlage der Bodenart oder der Feldcharakteristik. Die bis zu vier Applikationskarten werden in das Isobus-Terminal des Traktors eingegeben, das sich dann mit dem Väderstad E-Control-System verbindet, um die Steuerung der Maschine zu übernehmen.

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