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Köckerling Trio 300 im Vergleichstest: Walze oben auf

Der Köckerling Trio punktete mit einem geringen Gewicht und der besonders guten Doppel-U-Profil­Walze. Diese kommt mit fast allen Bedingungen klar. Der Einstellkomfort könnte etwas besser sein.

Lesezeit: 7 Minuten

Das nachfolgende Testprotokoll ist Teil des diesjährigen top agrar-Grubbervergleichs. Einen Überblick über das Testverfahren und die weiteren getesteten Grubber finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

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Inhaltsverzeichnis

Wie sich der Trio in das Grubber-Programm von Köckerling einfügt

Den Trio stellte Köckerling bereits zur Agritechnica 2003 vor. Seitdem änderten die Konstrukteure immer wieder Baugruppen an dem Grubber. So gab es ab 2007 einen neuen Rahmen und die bekannte Doppelwalze. Seit 2009 baut Köckerling die aktuelle Version der Steinsicherung. Dabei hielt auch die besondere Bolzenverbindung „LockPin“ Einzug in die Geräte. Eine hydraulische Tiefeneinstellung ist seit 2015 erhältlich. Seit zwei Jahren sind optional Scheibennivellatoren zu bekommen. Der Trio ist immer angebaut, es gibt ihn in den Arbeitsbreiten von 2,5 bis 4 m.

Wie der Köckerling Trio aufgebaut ist

Der Rahmen besteht aus einer klassischen 100 x 100 x 8 mm-Quadratrohrkonstruktion. Auch der Anbauturm ist angeschweißt. Dieser bietet für die Unterlenker zwei Positionen für Kategorie 2 und eine Position für Kategorie 3. Ein Bolzen für Kategorie 3 ist Option. Für den Oberlenker gibt es eine Bohrung für die Kategorie 2 und zwei für die Kategorie 3.

Durch den Wendebolzen mit aufsteckbarer Hülse lassen sich die beiden größeren Bohrungen aber auch für die kleinere Kategorie nutzen. Das geht in Ordnung. Andere Hersteller lösen dies ohne zusätzliche Hülsen eleganter. Die Unterlenkerbolzen sind verdrehgesichert, der Oberlenkerbolzen nicht.

Die gesamte Rahmenkonstruktion ist solide ausgeführt. Jedoch sollte der Hersteller Details verbessern, wie z.B. die Walzenträger in den Ecken abkitten. Die Schlauch- und Kabelverlegung hat uns gut gefallen. Sie ist einfach, aber ordentlich. Die optionale Beleuchtung ist immer in LED-Technik ausgeführt. Die Warntafel an der Walze reflektieren nach vorne und hinten.

Mit welchen Zinken der Köckerling Trio den Boden bearbeitet

Insgesamt hat der Trio 300 zehn Zinken, welche zu 3-3-4 auf den drei Balken aufgeteilt sind. Der Strichabstand beträgt 29,3 cm, damit kommt der Grubber auf eine tatsächliche Arbeitsbreite von 293 cm. Der Balkenabstand ist mit 80 cm im Vergleich am größten. Die Rahmenhöhe von 85 cm ist identisch mit den anderen beiden Kandidaten.

Die Konsolen der Abschersicherung wären an den Rahmen geschweißt. Diese Version baut 30 cm kürzer als die mit Federsicherung. Bei der automatischen Steinsicherung sichern zwei ineinanderliegende Schraubenfedern gegen Überlast. Die Auslösekraft ist mit 550 daN im Vergleich am geringsten. Allerdings steigt diese nach dem Auslösen direkt auf das Niveau der anderen an. Bei unseren Einsätzen, auch auf trockenem und harten Boden, blieben die Zinken sicher in der Erde.

Die Drehpunkte sind mit den herstellereigenen LockPin-Bolzen ausgestattet. Dabei werden mit einer durchgehenden Schraube zwei Konusringe mit einem Hohlbolzen verspannt. Dadurch entsteht eine spielfreie Verbindung zwischen Rahmen und Bolzen – schön. Sollte dennoch Verschleiß auftreten, lässt sich der LockPin nachziehen und ist so wieder spielfrei.

Die Zinken sind durchgehend und haben zur Aufnahme des Federpakets eine Schweißkonstruktion. Nur den Scharträger auszutauschen geht damit nicht. Der Drehpunkt des Zinkes lässt sich abschmieren.

Wie der Köckerling Trio den Boden einebnet

Standardmäßig sind beim Köckerling Trio Blattfedernivellatoren montiert. Ein zweiteiliger Halter klemmt sie auf ein Querrohr. So sollen diese ganzflächig anliegen und kein Spiel aufweisen. Im Test verschob sich kein Nivellator. Das Rohr ist an zwei Positionen mit den Tragarmen der Walze verbunden. Da es kein Parallelogramm oder eine Kinematik gibt, verstellt sich die Einebnung bei einer Tiefenänderung nicht im selben Maß mit. Bei größerer Tiefenänderung muss man dann nachstellen.

Das geht mit dem mitgelieferten 24er-Maul-/Ringschlüssel recht einfach: Den Schlüssel auf die Mutter des Zahnrades setzen, den Bolzen entlasten und ziehen, Position ändern und wieder den verdrehgesicherten Bolzen einstecken und mit dem Splint sichern. Die Höhe lässt sich in 1,75 cm-Schritten einstellen. Der Schlüssel hat vorne am Anbauturm eine ordentliche Parkposition.

Die äußeren Blattfedernivellatoren sind auf ein einschiebbares Rohr (ohne Skala) geklemmt. Dieses wird mit einem Knebel festgeklemmt und anschließend mit einem Flachstahl gekontert. Leider lässt sich im eingeschobenen Zustand der Knebel nicht kontern, da der Flachstahl mit der Feder kollidiert. Zudem ist der Flachstahl recht scharfkantig.

Für mehr Komfort bietet Köckerling jedoch seit einiger Zeit auch einen hydraulischen Seiteneinschub (660 €). Unter fast allen Bedingungen liefen bei uns die Blattfedernivellatoren gut. Nur bei langem Material hätten wir uns die Scheibennivellatoren (1.050 €) gewünscht.

Wie der Köckerling Trio die Arbeitstiefe hält

Die Walzenwahl ist bei Köckerling relativ einfach. Es gibt eine Rohrstabwalze (52 cm) und eine einfache sowie eine doppelte U-Profilwalze (STS- bzw. DSTS-Walze). Bei uns war die doppelte Variante montiert. Die Walze hat vorne zwölf und hinten elf Ringe mit 60er U-Profilen. In der Mitte ist die Walze geteilt, sodass sie auf insgesamt acht wartungsfreie Lagerungen kommt.

Im Gegensatz zu der einfachen Walze kommt die Doppelausführung ohne Abstreifer aus. Die Walze lief von allen bisher getesteten Nachläufern am zuverlässigsten. Nur auf schwerem Boden könnte die Rückverfestigung und Krümmelung besser sein. Laut Köckerling soll unter solchen Bedingungen die einfache STS-Walze Vorteile bringen.

Im Gegensatz zur Serienausstattung mit Bolzen, hatte unser Trio die hydraulische Tiefeneinstellung an Bord. Einmal am Tag sollte man den kompletten Hubweg durchfahren, damit sich die Zylinder synchronisieren. Die Skala aus nichtrostendem Stahl war in Ordnung, doch der Zeiger bewegte sich lediglich in einem Verstellbereich von 10,5 cm, während sich die Tiefe um 35 cm änderte. Eine andere Übersetzung wäre hier gut.

Die Hydraulikzylinder sind über einen Sperrblock miteinander verbunden. Die Kennzeichnung der Schläuche geht in Ordnung. Leider ist die Walze nicht per Parallelogramm angelenkt oder besitzt eine Pendelfunktion. So verteilt sich je nach Tiefe der Auflagedruck unterschiedlich auf die beiden Walzen.

Mit welchen Scharen der Köckerling Trio arbeitet

Wir haben die 80er-Hartmetall-Scharspitzen solo und in Kombination jeweils mit einem einteiligen Standardflügel und einem zweiteiligen, hartmetallbesetzten Flügel für die flache Arbeit eingesetzt. Dabei gibt es oberhalb der Scharspitze gedrehte Leitbleche.

Wir arbeiteten mit dem Grubber auch mit den 40 mm breiten, vollständig hartmetallaufgepanzerten Schmalscharen. Der Wechsel der Schare geht mit dem Akkuschlagschrauber relativ einfach. Alle Muttern haben dieselbe Größe. Möchte man nur die Flügel demontieren bzw. wechseln, muss man darauf achten, zuerst die Scharschrauben etwas zu lösen, und dann den Flügel zu lösen bzw. zu montieren. Ansonsten klemmt die Schraube vom Flügel. Dafür haben die Flügel jeweils nur eine Schraube.

Fährt man die 80er-Schare solo, empfiehlt Köckerling die mitgelieferten Stabilisatoren anstatt der Flügel anzuschrauben, damit die Scharspitze einen besseren Halt hat. Der Wechsel dauert dann etwa zehn Minuten. Der Wechsel von Flügel und 80er-Schar auf 40er-Schar dauerte im Test knappe 17 Minuten.

Welche Erfahrungen das Testteam mit dem Köckerling Trio gemacht hat

Der Grubber wiegt sauber zwar lediglich 1.800 kg und damit im Vergleich am wenigsten, doch durch den langen Hebel und die zusätzlichen 140 kg Erde in der Walze ist die Vorderachsentlastung nicht zu unterschätzen. Der Striegel sorgte unter allen Bedingungen für ein schönes Finish. Die Höheneinstellung über vier Bolzen geht in Ordnung. Eine Neigungseinstellung haben wir nicht vermisst.

Bei der flachen Stoppelbearbeitung erreichten wir an den Flügeln eine minimale Tiefe von etwa 1 cm, die Scharspitze lief etwa 4 cm tief. Das sorgt für einen guten Untergriff, kostet unter guten Bedingungen aber auch etwas Kraft. Die Tiefeneinstelllung muss man sehr feinfühlig bedienen.

Bei fein gehäckseltem Stroh kam der Trio besser zurecht, als die anderen Grubber. Langes Stroh staute hingegen an den Nivellatoren. Beim Einarbeiten von Gülle konnte besonders die Walze punkten. Auch bei der tiefen Arbeit auf 25 cm und tiefer mit den 80er- und 40er- Scharen auf Getreidestoppeln und Silomaisstoppeln hinterließ der Grubber ein ordentliches Arbeitsbild.

Die Blattfederzustreicher konnten auf Maisstroh nicht mithalten. Hier kam es zu einer leichten Haufenbildung. Wir empfehlen hierfür Scheibenzustreicher.

In absoluter Grundausstattung kostet der Trio 300 12.770 € (Listenpreise ohne MwSt.). In der Testausstattung mit unter anderem automatischer Überlastsicherung (3.590 €) und DSTS-Walze (1.680 €) sind 20.790 € fällig.

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