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635 PS

New Holland ergänzt Mähdrescher CR11 um den kleineren CR10

Neben dem auf der Agritechnica vorgestellten CR11 bringt NH nun das Modell CR10 auf den Markt. Er hat 635 PS und einen 16.000 l-Korntank.

Lesezeit: 7 Minuten

Dem neuen Flaggschiff von New Holland, dem auf der Agritechnica 2023 vorgestellten Mähdrescher CR11, wird das Modell CR10 zur Seite gestellt. Beide Mähdrescher werden im New Holland-Kompetenzzentrum für Mähdrescher im belgischen Zedelgem gebaut.

Im Wesentlichen unterscheiden sich die beiden neuen Mähdreschermodelle in der Leistung sowie im Fassungsvermögen des Korntanks und erfüllen damit die Anforderungen eines breiten Spektrums landwirtschaftlicher Großbetriebe.

Die Fakten

Der CR11 verfügt über einen 20.000 Liter-Korntank und einen Cursor-16-Motor von FPT, der 775 PS leistet. Beim CR10 stellt ein Cursor-13-Motor von FPT 635 PS bereit und der Korntank fasst 16.000 Liter.

Neben zusätzlicher Leistung und größerem Korntank sollen beide Mähdrescher in Sachen Ertrag, Kornqualität und Verlustminimierung punkten, vor allem dank der längeren Twin-Rotoren und des neuen Twin Clean-Reinigungssystems.

Durchweg mehr Kapazität

Die CR-Flaggschiff-Mähdrescher sind so konzipiert, dass sie deutlich größere Ernteleistungen erzielen können. Das komplette Angebot an Schneidwerken in verschiedenen technischen Ausführungen ist in Breiten zwischen 10,6 m bis hin zu 18 m erhältlich. Darüber hinaus gibt es Maisvorsätze mit 12-16 Reihen. Die Länge des Abtankrohrs kann passend für alle Schneidwerkbreiten konfiguriert werden.

Dank dreier Antriebsoptionen - Standard, regelbarer CVT-Antrieb und regelbarer HD-CVT Antrieb - können alle Schneidwerkanforderungen erfüllt werden. Die hydraulische Schnittwinkelverstellung ist serienmäßig verbaut. Das Erntegut wird vom Schrägförderer aus in das Dynamic Feed Roll-System (DFR) von New Holland befördert, dass jetzt im Falle einer notwendigen Reversierung zusammen mit dem Schrägförderer und den Rotoren reversiert werden kann.

Das DFR-System beschleunigt das Erntegut und teilt es in zwei gleichmäßige Ströme auf, die in die beiden nachfolgenden Längsrotoren für Drusch und Abscheidung transportiert werden.

Nur NH setzt auf zwei Längsrotoren

New Holland ist der erste Hersteller, der einen Mähdrescher mit zwei Längsrotoren als Herzstück auf den Markt brachte. Beim neuen CR10 und CR11 sind die beiden 600-mm-Rotoren länger und haben einen größeren Durchmesser. Somit soll das Erntegut effektiver gedroschen und abgeschieden werden.

Das gesamte Druschkonzept ist auf eine höchst effiziente Abscheidung und eine höhere Leistungseffizienz getrimmt.

Brandneuer Twin Clean-Siebkasten

Im neuen Twin Clean-Siebkasten sind mehrere Features für mehr Durchsatz und minimalen Kornverlust vereinigt. Er verfügt über zwei hintereinander angeordnete Reinigungssysteme mit je einem eigenen Ober- und Untersieb. Der große Vorbereitungsboden weist eine erhöhte Fallstufe zum ersten Obersieb auf. Für den Luftstrom sorgt ein Hochleistungsgebläse am Siebkasten.

Zwei automatische Mechanismen zur Querverteilung, einer am Vorbereitungsboden und einer an den Obersieben, garantieren eine gleichmäßige Siebkastenbelastung unter allen Bedingungen. Drucksensoren am Vorbereitungsboden und an den Obersieben, messen kontinuierlich die Belastung des Siebkastens und erkennen zwischen linker und rechter Seite ungleichmäßig verteiltes Erntegut.

Ein Mechanismus zur seitlichen Hangnivellierung fügt der Bewegung von Vorbereitungsboden und Sieben eine seitliche Komponente hinzu, sodass das Erntegut gleichmäßig über die gesamte Breite des Siebkastens verteilt wird. Auf diese Weise kann der Siebkasten eine ungleichmäßige Zufuhr und eine Hangneigung von bis zu 28 % ausgleichen.

Korntanks für maximale Reichweite

Der Korntank des CR11 fasst 20.000 Liter und bietet eine Abtankleistung von 210 l/Sek., der des CR10 fasst 16.000 Liter mit einer Abtankleistung von 159 l/Sek. Mithilfe der Querschneckenabschaltung kann die Entladeschnecke vollständig entleert werden, auch wenn der Korntank noch Korn enthält.

Durch Abschalten der vorderen Querschnecke kann die Entleerungsgeschwindigkeit um 50 % verringert werden, was das Befüllen von Anhängern erleichtert. Alle Entladeschnecken verfügen über einen schwenkbare Entladetülle, um ein gleichmäßiges Befüllen zu ermöglichen.

Stroh-/Spreumanagement für große Schnittbreiten und hohe Strohmengen

Die Mähdrescher CR10 und CR11 sind mit einem neu entwickelten Häcksler ausgestattet welcher ideal geeignet ist, um große Strohmengen zu feinem Häckselgut zu verarbeiten und dieses auf eine große Schnittbreite zu verteilen. Der Häcksler folgt auf eine 500-mm-große Auswurftrommel. Daran schließt sich ein hocheffizienter Häcksler an. Dieser kann mit zwei Drehzahlen arbeiten.

Die beiden hydraulisch angetriebenen Wurfteller mit einem Durchmesser von 970 mm verfügen über je fünf Schaufeln, die das Stroh und die Spreu auf einer Breite von bis zu 18 m verteilen können. Hinter den Spreuverteilern ist ein oszillierendes Leitblech angebracht, um das Häckselgut mit einem dynamisch pulsierenden Effekt über die gesamte Schnittbreite zu verteilen.

Mithilfe der Radar-gestützten IntelliSpread-Option kann die volle Breite der Stroh- und Spreuverteilung geprüft und die Drehzahl der Spreuverteiler links und rechts automatisch verstellt werden, damit die Verteilung auf der ganzen Breite sichergestellt wird.

Optional ist die Position der Gegenmesser aus der Kabine einstellbar. Ebenso optional ist eine Häcksellastanzeige, die Aufschluss über den Energieverbrauch des Häckslers gibt. So kann der Fahrer die Leistungseffizienz des Häckslers im Verhältnis zur Häcksellänge abschätzen und Energieverbrauch, Häckselqualität und Durchsatzkapazität optimal aufeinander abstimmen.

Technologie plus Komfort für einfacheres Ernten

Die Kabine des CR10/CR11 unter dem neu gestalteten Dach wartet mit zahlreichen Verbesserungen auf. An den Trittstufen befindet sich ein 25-Liter-Tank mit integriertem Seifenspender zum Händewaschen. Die Bedienung wird durch zwei IntelliiVew 12-Touchscreen-Terminals erleichtert. Der Hauptmonitor auf der rechten Konsole dient dem Management und der Überwachung der wesentlichen Bedienelemente des Mähdreschers, der zweite Monitor an der A-Säule ist für Kartierungs- und Lenkfunktionen gedacht.

Es sind umfangreiche Kameraoptionen verfügbar, wie beispielsweise eine 360° Kamera. Der Fahrer kann jetzt mehr Funktionen vollständig von der Kabine aus bedienen, beispielsweise die Geschwindigkeitsstufen der Rotoren, des Häckslers und des Schrägförderers mit Vorsatz, die Reversierung des DFR-Systems, des Schrägförderers und der Rotoren sowie die vollständige Ein-/Abschaltung des Strohhäckslers.

Weitere Neuerungen umfassen eine neu konzipierte Klimasteuerung. Das neue Bluetooth-Radio und ein Mobiltelefon können jetzt über den IntelliView 12-Touchscreen-Monitor oder über das Radiobedienfeld am Dachhimmel bedient werden. Außen an der Kabine ermöglichen neue Spiegel einen größeren Sichtwinkel und der rechte Außenspiegel ist optional elektrisch einklappbar. Ein umfangreiches Beleuchtungspaket umfasst vier LED-Signalleuchten und in der Summe bis zu 25 LED-Arbeitsscheinwerfer und 5 LED-Serviceleuchten.

Optional können unter den Kabinendachflügeln noch „Fernleuchten“ mit 36.000 Lumen und einer Reichweite von 500 m angebracht werden. Auch eine zusätzliche tragbare Arbeitsleuchte ist erhältlich.

Präzision im Einklang mit Leistung

Die neuen Mähdrescher CR10 und CR11 sind mit Precision Farming-Technologiepaketen ausgestattet, die den Anforderungen auch der größten landwirtschaftlichen Betriebe gerecht werden. Das PLM Intelligence-Kernpaket deckt die am häufigsten benötigten Anforderungen ab, beispielsweise mit der automatischen Mähdreschereinstellung IntelliSense, wobei Einstellungen gemäß der vom Fahrer gewählten Erntestrategie wie minimale Kornverluste, beste Kornqualität und maximale Schlagkraft automatisch vorgenommen werden. Die zweite Option ist ein erweitertes PLM Intelligence-Paket für höchste Ansprüche, mit den neuesten Konnektivitätsfunktionen wie New Holland FieldOps zur Visualisierung von Maschinen- und Agrardaten, Remote-Service- Tools und Updates over the air.

Ein Antriebsstrang für anspruchsvollste Bedingungen

Der CR10 und der CR11 sind mit einem hydrostatischen 2-Gang-Getriebe und TerraLock ausgestattet. Die halbautomatische Differenzialsperre wird manuell zugeschaltet und je nach Lenkwinkel und Vorwärtsgeschwindigkeit automatisch ausgeschaltet. Für mit SmartTrax Raupenlaufwerken ausgestattete Modelle stehen drei Raupenbandbreiten – 660 mm, 810 mm und 910 mm – mit mechanischer- oder hydraulischer Federung zur Verfügung. Die Maschinenbreite beträgt in Abhängigkeit der gewählten Raupenlaufwerksbreite insgesamt 3,49 m, 3,79 m bzw. 3,99 m.

Der neue CR10 wird von einem FPT-Cursor 13 angetrieben, einem turboaufgeladenen 6-Zylinder-Motor mit 12,9 l Hubraum und einem 1.300-l-Kraftstofftank, der CR11 wird dagegen von einem FPT-Cursor 16 befeuert, ebenfalls ein turboaufgeladener 6-Zylinder-Motor, aber mit 15,9 l Hubraum und einer Kraftstoffkapazität von 1.500 l. Die Aggregate bieten eine Maximalleistung von 635 bzw. 775 PS.

Der Antriebsstrang ist komplett neu und im Sinne maximaler Effizienz sind die Motoren jetzt längs in der gleichen Richtung und in dem gleichen Winkel wie die Rotoren verbaut. Die Kühlluft wird hier direkt hinter dem Korntank angesaugt. Auspuffkrümmer / Turbo / Abgasnachbehandlung sind vollständig isoliert verbaut.

Geerntet wird mit einer Motordrehzahl von 1.900 U/min, was die Geräuschentwicklung dämpft und den Kraftstoffverbrauch minimiert. Bei Straßenfahrten ermöglicht eine Motordrehzahl von 1.300 U/min eine maximale Fahrgeschwindigkeit bei minimalem Kraftstoffverbrauch und minimaler Geräuschentwicklung.

Ein optionaler Luftkompressor mit insgesamt fünf Auslässen steht zur Verfügung, um den Mähdrescher komfortabel zu reinigen. Als Zubehör sind Bürsten für die Drehsiebe vor dem Lüfter erhältlich, wenn z. B. bei der Mais- und Sonnenblumenernte aufgrund der starken Staubentwicklung eine kontinuierliche Reinigung gewünscht wird. Bei der komplett neuen Hydraulik der Mähdrescher CR10 und CR11 werden alle hydraulischen Antriebe beim Starten oder bei Straßenfahrten mechanisch mittels einer Kupplung im Hauptmotorgetriebe ausgerückt. Dadurch sinkt der Widerstand und 20 PS/15 kW Leistung werden eingespart.

Auch der Einsatz von Load-Sensing-Pumpen verringert den hydraulischen Leistungsbedarf und steigert die Effizienz. Das Ergebnis: höhere Zuverlässigkeit und geringerer Wartungsaufwand.

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