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Rundballennetze mit Wickelballenfolie: So gelingt die optimale Silage

Netze halten Rundballen zusammen, Wickelballenfolie packt das Futter luftdicht ein. Doch das funktioniert nur, wenn man Netz und Folie richtig einsetzt. Wir zeigen, worauf Sie achten müssen.




Schnell gelesen

  • Bei der Rundballensilage gilt es beim Umgang mit der Wickelfolie einiges zu beachten. Schäden an der Folie entstehen schnell. Das fängt bereits bei der Lagerung der Rollen an.
  • Auch die richtige Lagerung der Ballen ist wichtig für einen guten Siliererfolg. Vor allem nasses Futter in Ballen sollte man auf keinen Fall stapeln.
  • Rundballennetze halten Stroh-, Heu- und Silageballen zusammen. Hier sind es aber lediglich die Längsfäden des Netzes, die für die ausreichende Stabilität sorgen.
  • In einem kurzen Test verglichen wir außerdem zwei unterschiedliche Rundballennetze miteinander. Hier ergaben sich vor allem bei den Bindezeiten Unterschiede.




Wer kennt es nicht: Man öffnet einen Silageballen und die ersten weißen Schimmelpustel lächeln einen an. Zwar ist häufig nicht der gesamte Ballen verdorben, dennoch muss man das schlechte Futter entfernen. Das ist zeitaufwendig und unnötig. Fehlerquellen dafür gibt es viele. Selten ist die Folie schuld, häufig ist es der falsche Umgang damit. Doch nicht nur bei der Folie, auch bei Rundballennetzen kann man einiges falsch machen.

Zusammen mit Alexander Böse und Benedikt Schulze Elberg vom Rundballennetz- und Pressengarnhersteller Tama CE haben wir darüber gesprochen, was es bei Wickelballenfolie und Netzen zu beachten gibt, damit die Ernte und Lagerung erfolgreich ist. Zudem verglichen wir zwei verschiedene Rundballennetze von Tama miteinander.

Wie Sie Folien richtig lagern

Grundsätzlich gilt: Wickelballenfolie sollte bis zum Einsatz am Wickler immer in der Verpackung bleiben und möglichst stehend abgestellt werden. Das minimiert vor allem das Risiko von Schäden durch das Verladen. Im Lager muss es trocken sein und Sie sollten die Folie vor Sonneneinstrahlung schützen. Zu hohe UV-Strahlung kann die Folie nämlich bereits im Lager beschädigen.

Der Kern der Rollen besteht entweder aus Kunststoff oder aus Pappe. Achten Sie besonders bei Pappkernen darauf, dass diese nicht feucht werden. Ansonsten weicht die Pappe auf, und drückt sich durch den hohen Druck der Folie zusammen. Die Rollen sind dann nicht mehr verwendbar.

Fünflagige Folien sind Standard

Heute arbeiten die meisten Wickler mit 750 mm breiten Folien. Bei älteren Wicklern hingegen kommen teilweise auch noch 500 mm breite Rollen zum Einsatz. Die Qualität einer Folie lässt sich unter anderem an der Anzahl der Lagen bestimmen, aus denen sie zusammengesetzt ist. Üblich sind heute mindestens fünflagige Folien. Standardmäßige Längen je Rolle sind 1.500, 1.650 oder 2.000 m.

Die Stärke liegt bei der von uns eingesetzten Polybale von Tama bei 25 µm. Damit lassen sich sowohl Rund- wie auch Quaderballen wickeln. Die Foliendicke reicht auch an den Ballenecken von Quaderballen bei starker Streckung des Kunststoffes aus. Im Test hielt sie auch bei sehr strukturreicher Heulage den Ballen sicher dicht.

Lagenzahl und Vorstreckung: Wie Sie den Wickler richtig einstellen

Wichtig für den Wickeleinsatz: Für ein gleichmäßiges Arbeitsergebnis muss die Folie mittig vom Ballen und mit mindestens 50 % Überlappung aufgetragen werden. Es bringt nichts, wenn ein Ballen an manchen Stellen zehnfach gewickelt ist und an anderen nur zweifach. Die Experten empfehlen mindestens sechslagig zu wickeln, damit die Ballen auch beim Transport möglichst unbeschädigt bleiben. Einige Praktiker setzen zur Sicherheit auch auf acht Lagen, gerade wenn sie die Ballen häufiger umladen. Wer beim Pressen statt Netz Mantelfolie nutzt, der hat bei sechs Lagen Folie sicher einen guten Schutz der Ballenseiten.

Neben der Anzahl der Lagen ist auch die Vorstreckung der Folie...

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