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Update für den Case IH Optum

Case IH hat dem Optum ein neues Bedienkonzept verpasst, die Kabine vergrößert und Details der „Lohnermaschine“ verbessert. Einiges ist bereits vom großen Bruder Magnum bekannt.

Lesezeit: 5 Minuten

Lohnunternehmer waren eine wichtige Zielgruppe, als Case IH 2015 den Optum vorstellte. Zum aktuellen Update der Reihe haben sich die Ingenieure vor allem das Bedienkonzept vorgenommen. Im Mittelpunkt steht dabei die Armlehne mit dem Multifunktionshebel und dem neuen Monitor. Wir konnten die Maschine bei der Bodenbearbeitung mit einer Scheibenegge ausprobieren.

Bei der Hardware ändern sich vor allem Details. Es bleibt wie bisher bei drei Modellen: Zum Start der Reihe gab es 2015 zwei Traktoren mit 270 und 300 PS, der „kleine“ 250er kam etwas später dazu. Die 6,7 l-Motoren kommen von FPT und arbeiten ohne Boost. Seit 2018 erfüllen die Maschinen die Abgasstufe V über einen sogenannten SCRoF. Die letzten beiden Buchstaben bedeuten „on Filter“ und meinen, dass ein Feinpartikelfilter direkt im AdBlue-Kat integriert ist.

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Alle stufenlos

Alle Optums sind mit dem bekannten CNH-eigenen CVT-Getriebe unterwegs, das per Doppelkupplung die vier mechanischen Fahrbereiche wechselt. Neu ist, dass der Fahrer im Advanced-Modus individuelle Einstellungen u.a. zur Beschleunigung/Verzögerung, Kickdown, Aggressivität der Wendeschaltung, Ansprechverhalten des Fahrpedals und dem manuellen Modus abspeichern kann.

Alle Optums bieten serienmäßig vier Zapfwellengänge sowie eine 6t-Fronthydraulik. Die optionale Frontzapfwelle hat zwei Übersetzungen (1000 und 1000E). Optional kommt jetzt auch ein Hochleistungskompressor ins Programm, der eine Reifendruckanlage versorgen kann – die es allerdings bisher noch nicht ab Werk gibt.

Bei unserem Testschlepper, der Optum CVXDrive AFS Connect 300 heißt, bleiben die wichtigsten Eckwerte im Vergleich zum Vorgänger unverändert: Bis 2,15m hohe Hinterreifen, ein Leergewicht von 11,5t und ein zul. Gesamtgewicht von max. 16,8 t. Die geschobene Vorderachsfederung und die Kabinenfederung hat Case IH leicht überarbeitet. Neu sind die Hydraulikkuppler von Bosch-Rexroth mit Kick-Out-Hebeln und die Außenbedienung auf den Kotflügeln. Sie bieten jetzt auch Tasten für Drehzahlspeicher sowie Motorstopp.

Sender statt Schlüssel

Zwar sehen die neuen Optums auf den ersten Blick wie ihre Vorgänger aus. Doch bereits beim Öffnen der Kabinentür zeigen sich die Updates: Neu ist das optionale Schlüsselsystem mit einem Sender, den der Fahrer in der Tasche trägt. Legt er die Hand an den Türgriff, öffnet sich die Verriegelung – genau wie beim Auto mit einem Keyless-System. Dazu kommt eine echte elektronische Wegfahrsperre. Für einen Sender lassen sich mehrere Traktoren freischalten, sodass man für eine Flotte theoretisch nur noch einen Schlüssel braucht.

Den öfter kritisierten Aufstieg haben die Konstrukteure deutlich verbessert. Das Raumangebot der Kabine ist gewachsen – laut Case IH um 8 %. Auffällig ist ihr sehr geringer Lärmpegel bei der Arbeit.

Das Interieur wirkt hochwertig, das Lenkrad hat immer einen Lederbezug. Deutlich mehr Ablagen erhöhen den Komfort. Gut haben uns das sehr große Kühlfach unter dem Beifahrersitz und das geschlossene Dokumentenfach auf der linken Konsole gefallen. Es gibt reichlich Steckdosen in der Kabine, bis hin zu einem 240 V-Anschluss (150W).

Das Bedienkonzept unterscheidet sich nur in Details von der Multifunktionsarmlehne auf dem Magnum, z.B. gibt es nur beim Optum vorne rechts einen Joystick, der sich über dem Monitor mit bis zu sechs Steuergeräten und dem Fronthubwerk belegen lässt (in mehreren Ebenen). Er bietet zudem Tasten für den Wechsel der Fahrtrichtung und der Bereiche (Tempomaten).

Der Monitor erreicht die Abbildungsqualität und Helligkeit eines Tablets. Die Menüführung hat Case IH überarbeitet. Basis bleiben aber die von CNH bekannten Runscreens, die sich der Fahrer individuell über eine Layoutfunktion zusammenstellen kann. Das ist Geschmacksache. Wir würden als Startbildschirm eine fertig konfigurierte Übersichtsseite mit den wichtigsten Traktoreinstellungen bevorzugen.

Zu den Einstellungen der einzelnen Funktionen gelangt man über unterschiedliche Wege. Dazu kann der Fahrer z.B. oben auf dem Touchscreen die Hauptseite antippen, dann in die Ebene für die Einstellungen navigieren und dort die gewünschte Funktion auswählen. Dabei erscheint am rechten Rand des Monitors eine Leiste mit klaren Symbolen, in der man mit dem Daumen hoch und runter scrollen kann. Wir hätten uns gewünscht, dass diese wirklich praktische Darstellung immer sichtbar wäre – der Schirm böte dafür Platz…

Schneller einstellen

Neu für den Optum ist der Encoder in der Mitte der Armlehne – also ein Dreh-Drück-Knopf, mit dem sich der Fahrer schneller durchs Menü bewegen kann. Sobald man den Knopf drückt, erscheinen in der Bildmitte kreisförmig angeordnet die Symbole (Hydraulik, Kraftheber), dann geht es durch Drehen und Drücken bis zur gewünschten Funktion.

Der Multicontroller ist deutlich überarbeitet. Er kontrolliert zwei Hydraulikventile, die Fahrbereiche/Tempomaten, den Richtungswechsel, den Schnellaushub, das Fronthubwerk, das Vorgewende-Management HMC II und die Spurführung. Es gibt zudem ein Daumenrad zum Verstellen der Bereiche und oben rechts am Hebel vier programmierbare Tasten für unterschiedliche Funktionen.

Generell bietet die Optum-Armlehne an verschiedenen Stellen Tasten, die sich frei belegen lassen – mit wirklich vielen Traktorfunktionen sowie mit Isobus-Anwendungen. Dazu gehören vier Tasten vorne auf der Armlehne, die vier Fingerhebel für die Hydraulikfunktionen, der Joystick und der Multicontroller. Allein hier lassen sich den Knöpfen bis zu elf Funktionen zuweisen.

Die Programmierung läuft recht übersichtlich über den Monitor. Nur die Darstellung, welche Funktion auf welcher Taste liegt, könnten die Programmierer noch verbessern. Der Monitor stellt sie als Tabelle in Textform da.

Wir fänden eine graphische Darstellung des Multicontrollers (und anderer Bedienelemente) mit den zugeordneten Funktionssymbolen an den Tasten besser. So eine Abbildung müsste sich dann in das Bildschirm-Layout integrieren lassen. In der Tat gibt es für Isobus-Funktionen auf dem Hebel bereits so eine Abbildung, nicht aber für die Belegung mit Schlepperfunktionen.

Unter dem Strich machte der Optum bei unseren Testfahrten eine gute Figur. Wahrscheinlich ist es das generelle Los von allen Maschinen in der Lohnunterklasse, dass es immer noch Details gibt, über die man diskutieren kann …

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