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WLV stellt klar

„Deutschland hat nicht die schlechtesten Nitrat-Werte gemeldet!“

Niedersachsens Agrarministerin Otte-Kinast hat behauptet, Deutschland habe ausschließlich die Messergebnisse der schlechtesten Brunnen an die EU gemeldet. Das stimmt nicht, stellt ein Fachmann klar.

Lesezeit: 2 Minuten

Ein Bericht im Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben (50/2019) hatte kürzlich zu Diskussionen geführt: Dr. Jörn Krämer vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) hatte darin klargestellt, dass Deutschland alle verfügbaren Messergebnisse von Grundwasserstellen an die EU gesandt hatte.

Zeitgleich tauchte ein Video von Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast auf, in dem sie behauptete, Deutschland habe nur die schlechtesten Ergebnisse nach Brüssel gemeldet. Dieser Widerspruch sorgte für reichlich Gesprächsstoff in den Sozialen Netzwerken. Otte-Kinast hatte daraufhin ihren Fehler eingeräumt; sie habe sich in dem Video versehentlich auf das Vorgehen im Jahr 2012 bezogen.

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Krämer: Alles wurde gemeldet

„Der Vorwurf, Deutschland habe 2016 nur die Analysewerte der auffälligsten 700 Messstellen gemeldet, ist falsch. Der Anteil von 72 % Messstellen im EU-Nitratmessnetz unter dem Schwellenwert belegt, dass nicht ausschließlich die „auffälligsten“ im Bericht auftauchen“, stellte Dr. Jörn Krämer klar.

Die Kommission habe nicht aufgrund des vorletzten Platzes hinsichtlich der Nitratbelastung Klage gegen Deutschland erhoben. Entscheidend sei gewesen, dass Deutschland die Düngeverordnung nicht angepasst habe, obwohl sich die Belastungssituation über Jahre nicht verbessert habe.

Auf der anderen Seite gibt es laut dem Wochenblatt ein Video mit Barbara Otte-Kinast auf einer Demonstration von Landwirten am Rande der Kabinettssitzung. Darin sagt die Ministerin sinngemäß, dass Deutschland nur die auffälligsten Messstellen gemeldet habe und es deshalb jetzt diese Probleme mit der Düngeverordnung gebe. Daraufhin hatte ein Landwirt Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Die erste Meldung können Sie hier nochmal nachlesen:Nitrat im Grundwasser: Falsche Zahlen nach Brüssel gemeldet?

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