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Kommentar

Gefahren sozialer Medien: im Zweifel nicht teilen

Eingeschränkte Meinungsvielfalt, Raum für Mobbing und Anfälligkeit für Falschmeldungen - Facebook und Co. bergen nicht nur Chancen. Das musste auch "Land schafft Verbindung" feststellen.

Lesezeit: 3 Minuten

Ein Kommentar von Patrick Liste, Chefredakteur beim Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben:

Soziale Netzwerke wie Facebook und Whats-App haben das gesellschaftliche Leben verändert: Auf den Plattformen lassen sich in Sekundenschnelle Informationen austauschen. Mit nur wenigen Klicks bilden sich Netzwerke. Darüber sind schon Staatslenker gestolpert, da sich die unzufriedene Bevölkerung so organisiert und ihren Protest auf die Straße gebracht hat.

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Auch „Land schafft Verbindung“ (LsV) profitiert von den Stärken dieser sogenannten sozialen Medien. In wenigen Wochen haben sich nach eigenen Angaben mehr als 130.000 Menschen bei WhatsApp vernetzt. Das ist beeindruckend. Nur über diese Kanäle dürften sich so kurzfristig eine Großdemo wie die in Berlin organisieren lassen. Und nur so sind spontane Aktionen wie die Mahnfeuer am vergangenen Samstag umsetzbar.

Gefahren der sozialen Medien

Doch auch die LsV-Gruppen sind nicht vor den bekannten Gefahren dieser Netzwerke geschützt: eingeschränkte Meinungsvielfalt, Raum für Mobbing und anfällig für Falschmeldungen. In Teilen zeigt sich das bereits. Dazu zwei Beispiele:

  • In den Gruppen sprudelt es nur so von Meldungen, die die Meinung von LsV untermauern. Gegenstimmen gibt es selten. Wenn, dann ist der Aufschrei oft groß, zum Teil auch verunglimpfend. Ist das klug? LsV fordert zu Recht von Politik und Gesellschaft den Dialog – dann sollte das andersherum doch genauso gelten, oder?

Noch nie waren die deutschen Landwirte so gut vernetzt. Das ist ein Verdienst von LsV. Es ist eine Chance für die Landwirtschaft, sich schnell zu organisieren, geschlossen aufzutreten und der Branche eine gewaltige Stimme zu geben.

Inhaltlicher Austausch gefordert

Für Grundsatzentscheidungen und langwierige Diskussionen eignen sich diese Plattformen aber nicht. Hierfür ist zuallererst eine eindeutige Faktenlage nötig. Wissenschaft und Politik sind gefordert, nüchterne Wahrheiten ohne Ideologie und Polarisierung zu liefern. Dann sollte es einen inhaltlichen Austausch mit allen unterschiedlichen Meinungen geben – und zwar am Tisch und nicht am Handy. Das gilt grundsätzlich und keineswegs nur für die Landwirtschaft.

Genauso wie dieser Wunsch: Wer in den sozialen Netzwerken über einen Inhalt stutzt und zweifelt, ob das wirklich stimmen kann: Nicht teilen oder weiterleiten. Das nimmt „Fake News“ (Falschmeldungen) und „Fake Accounts“ (Nutzer, die es real nicht gibt) den Schwung und stärkt die eigene Glaubwürdigkeit.

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