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Vorschlag für Zukunftskommission Landwirtschaft soll zur Grünen Woche vorliegen

Bauernpräsident Rukwied will zur Grünen Woche den mit „Land schafft Verbindung“ erarbeiteten Vorschlag für die Zukunftskommission Landwirtschaft fertig haben. Wer daran teilnehmen wird, bleibt offen.

Lesezeit: 3 Minuten

Den Vorschlag für eine Zukunftskommission Landwirtschaft wollen der Deutsche Bauernverband (DBV) und „Land schafft Verbindung“ (LsV) bis zur Internationalen Grünen Woche Mitte Januar 2020 vorlegen. Das sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied am Donnerstag bei der Vorstellung des Situationsberichtes in Berlin. Der Verband stehe in ständiger Verbindung mit den Vertretern des Beirates von „Land schafft Verbindung“ dazu. Er zeigte sich optimistisch, dass es zu einer guten Vorlage kommen werde.

An der Zukunftskommission sollen alle gesellschaftlichen Gruppen, „die für das Thema Landwirtschaft und Ernährung relevant sind“, bis hin zu den Verbrauchern teilnehmen, so Rukwied weiter. Konkreter, an welche Gruppen genau die Organisatoren denken, wollten Rukwied und Krüsken bisher nicht werden. Der Adressat des Vorschlages, den DBV und LsV nun zusammen erarbeiten, sei zunächst die Bundesregierung, sagte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken.

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Die Themen, die die beiden Bauernorganisationen in den Vorschlag reinschrieben, würden natürlich die Ergebnisse, die die Zukunftskommission später erzielen werde, nicht vorwegnehmen können, so Krüsken weiter. Der Vorschlag solle mehr beinhalten „als eine Liste von Leuten, die sich mal unterhalten sollten“.

Der Sprecher von „Land schafft Verbindung“, Dirk Andresen, betonte im Gespräch mit top agrar, dass neben DBV und LsV auch Wissenschaftler und Verbrauchervertreter mit in der Zukunftskommission sitzen sollen.

Große Erwartungen an die Zukunftskommission von allen Seiten

In den agrarpolitischen Zirkeln in Berlin wird derweil heftig spekuliert, in welcher Zusammensetzung die Zukunftskommission Landwirtschaft tagen wird und zu welchen Ergebnissen diese kommen könnte. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) etwa setzt große Erwartungen an die Zukunftskommission Landwirtschaft. „Die Zukunftskommission Landwirtschaft ist eine große Chance, endlich in eine konstruktive Phase zu kommen“, sagte der Bundesgeschäftsführer der AbL, Ulrich Jasper, gegenüber top agrar.

Auch der Agrarsprecher der Grünen im Bundestag, Friedrich Ostendorff, betonte am Donnerstag explizit die Zukunftskommission Landwirtschaft. “Wir brauchen eine Zukunftskommission für die Landwirtschaft, die dieser Aufgabe auch gerecht werden kann. Diese muss alle gesellschaftlichen Kräfte einschließlich aller landwirtschaftlichen Verbände und Organisationen sowie Umwelt- und Tierschutzverbände umfassen“, forderte er. Nur so könne ein gesellschaftlicher Konsens und ein neuer Gesellschaftsvertrag erreicht werden, um der Landwirtschaft Planbarkeit für die Zukunft zu geben, so Ostendorff.

Der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Franz-Josef Holzenkamp, hatte gleich nach dem Agrargipfel im Kanzleramt die Einrichtung einer Zukunftskommission herausgehoben. Er freue sich sehr darüber, dass Kanzlerin Merkel diesen Vorschlag aufgegriffen habe, so Holzenkamp.

Verhandlungsmandat für die gesamte landwirtschaftliche Branche

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zum Schluss des Agrargipfels am 2. Dezember im Kanzleramt den DBV-Präsidenten Rukwied und den LsV-Sprecher Dirk Andresen beauftragt bis Februar 2020 ein Konzept für eine „Zukunftskommission Landwirtschaft“ zu erarbeiten. Die Zukunftskommission Landwirtschaft solle aus dem Berufstand herauskommen, lautete die Weisung. Sie solle unter Einbindung von Praktikern, Wissenschaftlern und gesellschaftlichen Akteuren, praxistaugliche Wege für eine produktive und ressourcenschonende Landwirtschaft aufzeigen. Der Bauernverband und "Land schafft Verbindung" sollten dafür in Gespräche mit den vielen unterschiedlichen Interessenvertretungen der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft gehen und um ein Verhandlungsmandat für die gesamte landwirtschaftliche Branche werben, formulierte die Bundesregierung den Auftrag.

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