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Gelbverzwergungsvirus BYDV: Secobra kontert mit Wintergerste "Integral"

Ein Befall mit dem Gelbverzwergungsvirus BYDV ist kein Einzelfall mehr. Bestimmte Witterungsbedingungen begünstigen die Verbreitung von Virusvektoren, was zu gravierenden Ernteeinbußen führen kann.

Lesezeit: 3 Minuten

Das Gelbverzwergungsvirus – kurz BYDV – ist auf dem Vormarsch. Schon 2021 gab es besonders im Nordwesten des Landes massive Schäden in den Wintergersten Beständen. Auch 2022 zerstörte das Virus ganze Schläge.

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Im Wesentlichen begünstigen die milden Herbst- und Wintertemperaturen die Ausbreitung der Virusvektoren – vor allem der Blattläuse, berichtet das Saatzuchtunternehmen Secobra.

Das Schadbild sind „Nester“, in denen die Pflanzen unter dem namensgebenden Zwergwuchs leiden. Zudem haben Unkräuter wie z.B. der Ackerfuchsschwanz auf diesen kahlen Stellen leichtes Spiel, sie wachsen durch und verbreiten sich schnell.

Ohne konsequentes Eingreifen bedeutet die Virusausbreitung zunächst erhebliche Wachstumsstörungen der Jungpflanzen. Um dieser schädlichen Entwicklung konventionell entgegenzuwirken, muss der Landwirt erhebliche Mehraufwendungen an Zeit, Personal und Betriebsmitteln aufbringen.

Auf die Sorte kommt es an

Secobra wirbt in dem Zusammenhang für seine Sorte Integral. So habe man schon Anfang der 2000er Jahre damit begonnen, BYDV resistente Wintergersten-Sorten zu züchten. Das sei heute – im Zuge weiterer Restriktionen für den Einsatz von Insektiziden und dem enormen Kostenanstieg für die Behandlung befallener Felder – eine sehr attraktive und kostengünstige Alternative.

So biete die Wintergerste Integral eine BYDV-Resistenz bei gleichzeitig starken Erträgen und hohen Hektolitergewichten.

Warum ist das wichtig?

Der Landessortenversuch 2021 am Standort Buer (Niedersachsen, Landkreis Osnabrück) konnte wegen des starken BYDV-Befalls in der Versuchsauswertung nicht berücksichtigt werden, so die Firma aus Unterschleißheim weiter. Allerdings gab der Versuch Aufschluss darüber, in welchem Maße sich der BYDV-Befall auf den Ertragsrückgang auswirkt.

Im Mittel sei der Ertrag der nicht-resistenten Sorten im Vergleich zu resistenten Sorten um 27 % geringer gewesen. In einem Fall sei der Ertrag der nicht-resistenten Sorte um 50 % geringer gewesen, heißt es. Oder anders formuliert: BYDV-resistente Sorten lieferten den doppelten Ertrag.

Ernteeinbußen durch BYDV keine Einzelfälle

Es gibt noch weitere Faktoren, die die Ausbreitung des BYDV begünstigen: Ein früher Saattermin, Mais als Vorfrucht auf benachbarten Schlägen oder Ausfallgetreide als „grüne Brücke“. Die warme Herbst-Winter Witterung sowie eine unzureichende Kontrolle und Behandlung von Blattläusen als Virusvektoren gelten jedoch als Hauptursachen.

Zur Einschätzung dieser Entwicklung lohnt ein Blick nach Frankreich. Aufgrund des insgesamt milderen Klimas bei unseren Nachbarn ist BYDV schon länger ein Thema, weshalb in der französischen Landwirtschaft mittlerweile fast ausschließlich resistente Sorten angebaut werden, erklärt Secobra.

Allein in der Futtergerste beträgt der Anteil bereits über 70%. Da nun auch hierzulande die milden Winter eher die Regel als die Ausnahme sind, biete sich beispielsweise die ertragsstarke Wintergerste Integral als Lösung an, die erheblichen Risiken von BYDV bedingtem Ernteausfall zu minimieren.

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