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Kohlenstoffbindung: EU will Rechtsrahmen für Emissionszertifikate schaffen

Wird die Kohlenstoffbindung zum Geschäftsmodell für Landwirte? Experten sind uneins. Die EU nimmt das Thema ernst und will einen Rechtsrahmen zum Handel mit Emissionszertifikaten schaffen.

Lesezeit: 2 Minuten

Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihre „Initiative für Nachhaltige Kohlenstoffkreisläufe“ präsentiert. Unter anderem zielt die EU-Behörde darauf ab, einen Rechtsrahmen für die Zertifizierung des Kohlenstoffabbaus entwickeln.

Geschäftsmodell für die Landwirtschaft?

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In der Mitteilung werden kurz- bis mittelfristige Maßnahmen zur Unterstützung und Ausweitung der Kohlenstoffbewirtschaftung dargelegt. Das Ziel der EU-Kommission: Landbewirtschafter für die Kohlenstoffbindung und den Schutz der biologischen Vielfalt besser zu belohnen. Ob die Kohlenstoffbindung bzw. das "Carbon Farming" zum langfristigen Geschäftsmodell für Landwirte werden kann, ist aktuell umstritten.

Bis 2030 sollen die Initiativen zur Kohlenstoffbewirtschaftung 42 Mio. t CO2 in den natürlichen Kohlenstoffsenken Europas speichern. Zu den Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels gehören:

  • Förderung von Praktiken der Kohlenstoffbewirtschaftung im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und anderer EU-Programme sowie durch nationale öffentliche und private Finanzmittel;
  • Standardisierung der Überwachungs-, Berichterstattungs- und Überprüfungsmethoden, die erforderlich sind, um einen klaren und zuverlässigen Zertifizierungsrahmen für die Kohlenstoffbewirtschaftung zu schaffen, der die Entwicklung freiwilliger Kohlenstoffmärkte ermöglicht;
  • Bereitstellung von besserem Wissen, Datenmanagement und maßgeschneiderten Beratungsdiensten für Landbewirtschafter.

Nächster Schritt: Rechtsrahmen für Landwirte

Bis Ende 2022 wird die Kommission einen EU-Rechtsrahmen für die Zertifizierung des Kohlenstoffabbaus vorschlagen, der auf soliden und transparenten Regeln für die Kohlenstoffbuchhaltung beruhen soll.

AbL: Kein Zertifikatehandel

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßt in einer Stellungnahme, dass Landwirte, die klimagerecht arbeiteten, stärker wirtschaftlich honoriert werden sollen als bisher.

Die Landwirte am Handel mit Emissionszertifikaten zu beteiligen, lehnt die AbL jedoch ab. „Der Fokus dieses Systems liegt nicht auf der notwenigen Reduktion von Emission, sondern auf deren Ausgleich liegt – das ist letztlich Schönrechnerei. Insbesondere dann, wenn die beteiligten Unternehmen keine schlüssigen Konzepte vorlegen, wie sie ihre Emissionen ambitioniert reduzieren werden," so die Abl-Bundesvorsitzende Elisabeth Fresen.

DBV: Hauptaufgabe Nahrungsmittelproduktion

Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) müssen alle Sektoren vermeidbare Emissionen von Treibhausgasen weitestgehend reduzieren, denn: „Die vorrangige Aufgabe der Landwirtschaft besteht in der Erzeugung von sicheren und hochwertigen Lebensmitteln. Die Bindung von Kohlenstoff kann als zusätzliche Klimaschutzleistung erbracht werden“, so DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken.

Die Landwirtschaft sei bereit, ihren Beitrag zur CO2-Neutralität zu leisten. Diese Klima-Dienstleistung müsse jedoch zwingend als solche anerkannt und entsprechend honoriert werden, fordert Krüsken.

Worum gehts beim Carbon Farming? Aus unserer Themenseite klären wir Sie auf.

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