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topplus Tief "Frederic"

Nach Sturm und Regen: Landwirte müssen sich auf Kälte einstellen

Nach dem ergiebigen Regen der letzten Tage samt Sturmböen sind die Pegel vieler Flüsse in West- und Norddeutschland gestiegen. Wir geben einen kleinen Überblick über die Lage.

Lesezeit: 5 Minuten

Der lang anhaltende Regen der vergangenen Tage in Nord- und Westdeutschland hat zu keinen außergewöhnlichen Hochwasserlagen geführt. Aus den Bundesländern werden sinkende Pegelstände gemeldet, die durch den jetzt neu aufziehenden Regen aber wieder steigen könnten.

Glatteis in Niedersachsen und Schleswig-Holstein

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Das Sturmtief Frederic hatte am Wochenende in Norddeutschland Sachschäden verursacht. Es gibt Berichte über umgestürzte Bäume und beschädigte Dächer sowie mehrere Unfälle auf den Straßen. Denn zum Wind kam am Sonntag auch noch Hagel.

Besonders an der Küste und auf den schleswig-holsteinischen Inseln hatte es tagsüber immer wieder orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 km/h gegeben. Deswegen galt auch über Stunden eine Unwetterwarnung. Für die Nordseeküste galt am Sonntag kurzzeitig eine Sturmflutwarnung - diese wurde am Abend wieder aufgehoben.

Bereits für die kommende Nacht werden in Niedersachsen Temperaturen um den Gefrierpunkt erwartet. Die Niederschläge gehen in Schneeregen über, der Schnee soll aber nicht liegen bleiben. Ab Dienstagmittag sollen Regen und Schneeregen weniger werden. Während in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein weiter Niederschläge möglich sind, soll es in Teilen Niedersachsens voraussichtlich bis zum Ende der Woche trocken bleiben, meldet der NDR.

Viel Wasser im Saarland

Das Saarland etwa hatte in der ersten Monatshälfte schon 88 % der für Januar üblichen Regenmenge erreicht. Nach Angaben des ARD-Wetterzentrums wurden in Saarbrücken bisher 67 Liter pro Quadratmeter registriert. Am Bostalsee und in Weiskirchen gingen in den letzten drei Tagen rund 44 Liter Regen pro Quadratmeter nieder, in Tholey waren es 42 und in Losheim 40 Liter. Ein Ende des nassen Wetters ist erst ab Ende kommender Woche in Sicht. Vor allem heute wurde es in der Region noch einmal feucht und stürmisch.

Die Behörden gehen von einer mäßigen Hochwassergefahr aus, meldet der SR. So seien lokale Überflutungen von land- und forstwirtschaftlichen Flächen möglich. Auch einzelne tiefliegende bebaute Grundstücke oder Keller und einzelne Gemeindestraßen könnten überflutet werden.

Landesweit sind nach Angaben des ARD-Wetterkompetenzzentrums stürmische Böen um 70 km/h möglich, in freien und in exponierten Lagen sogar Sturmböen um 85 km/h. Oberhalb von 400 bis 500 m ist außerdem mit Schnee zu rechnen. Zum Abend hin kann es dort dann auch glatt werden.

Hessen: Noch 21 Pegel über Meldestufe

Nach dem Dauerregen vom Wochenende sinken nun auch die Wasserstände in den meisten Gewässern Hessens. Am Montagmorgen waren immer noch an 21 Pegeln Meldestufen überschritten, davon fünfmal die Meldestufe 2, berichtet der HR. Am Sonntag war noch an 33 Messstellen Meldestufe 1 erreicht, davon mehr als zehnmal die nächsthöhere Stufe.

Betroffen sind vor allem Lahn, Fulda und Eder sowie Zuflüsse. Vereinzelt führen auch die aus dem Vogelsberg kommenden Bäche und Flüsschen hin zur Kinzig und zur Nidda sowie Gewässer im Taunus Hochwasser.

An Rhein, Main und Neckar stiegen die Wasserstände zwar ebenfalls an, Hochwassergefahr bestand hier aber nicht. Die Niederschlagsmengen in den 24 Stunden von Samstagmittag bis Sonntagmittag betrugen in weiten Teilen Hessens bis zu 25 Liter pro Quadratmeter, erfuht der HR. In den Staulagen vom Vogelsberg waren es bis zu 30 Liter pro Quadratmeter und im Westerwald und Rothaargebirge bis zu 40 Liter pro Quadratmeter. Die höchste Niederschlagssumme mit 42 Litern pro Quadratmeter wurde in Driedorf-Mademühlen (Lahn-Dill) registriert. Die Behörden erwarten, dass sich die Hochwasserwellen im Laufe der Woche zunehmend in die Unterläufe verlagern. Daher sei mit einem Rückgang der Hochwasserlage zu rechnen.

NRW kam gut durchs Wochenende

Ergiebigen Regen gab es auch in NRW. Das sorgte an manchen Flüssen für hohe Pegelstände, unter anderem an der Ruhr in Schwerte-Villigist mit 2,60 m. Teile des Ruhrtalradwegs und die umliegenden Wiesen waren überschwemmt. Der Pegel der Volme in Hagen-Eckesey lag am Sonntagnachmittag immer noch deutlich über der Hochwasser-Meldegrenze.

Am Montag ging es dann meist dicht bewölkt weiter. Vom Rheinland her breitete sich schauerartiger Regen aus, der bis in tiefe Lagen mit Schnee vermischt sein konnte. Dazu weht ein starker bis stürmischer Wind und die Temperaturen erreichen 0 bis 7 Grad.

Im Sauerland und im Märkischen Kreis hat es wegen Eisglätte am Montagmorgen Verkehrsprobleme gegeben. Für Dienstag ist ab und zu Sonne angekündigt, dazu gibt es Quellwolken und vereinzelt Schauer, teilweise bis in tiefe Lagen als Schnee. Die Temperaturen liegen bei minus 3 bis plus 4 Grad.

RLP: Mosel über die Ufer getreten

Über die Ufer getreten ist die Mosel. Einige Straßen sind laut SWR überschwemmt, die Schifffahrt wurde eingestellt. Der Schiffsverkehr ruht, sobald am Pegel Trier ein Wasserstand von 6,95 m erreicht ist.

Laut Hochwasservorhersagezentrale des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz soll der Höchststand in Trier am Dienstag zwischen 7,15 und 7,45 m erreicht werden. Danach soll der Pegelstand wieder fallen. Es handele sich um ein kleines zweijähriges Hochwasser.

Auch an den Lahnpegeln Kalkofen und Diez, am Glanpegel Odenbach sowie an den Nahepegeln Oberstein und Martinstein wurde am Sonntag die erste Hochwasser-Meldemarke erreicht, so der SWR weiter. An Lahn, Nahe und Glan fallen die Pegelstände schon wieder. Auch für den Rhein werden noch bis Dienstag steigende Wasserstände vorhergesagt, die dann aber zum Mittwoch wieder fallen sollten. Aufgrund des steigenden Rheinpegels schließt Neuwied drei der Deichtore, wie die Stadt am Montag mitteilte. An der Ahr wurden am Pegel Altenahr "leicht erhöhte Wasserstände" gemeldet. Diese sollten laut Prognose aber am Montag wieder sinken.

Ausblick für den Südwesten

In der Nacht zum Dienstag bleibt es bewölkt und etwas regnerisch bei Tiefstwerten zwischen null bis minus vier Grad. Oberhalb von 300 m fällt Schnee, es herrscht Glättegefahr.

Am Dienstag bleibt es bewölkt und überwiegend trocken. Mit Temperaturen zwischen ein und vier Grad wird es etwas kälter. Für den Mittwoch sagen die Meteorologen viele Wolken und etwas Schneeregen bei ein bis drei Grad voraus. Nördlich der Mosel bleibt es jedoch trocken.

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