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Schütze ich als Landwirt mit dem Anbau von Mais das Klima?

Mais wird in Diskussionen oft als Synonym für Monokulturen gesehen. Doch wie steht es um die Bewertung von Maisanbau in Sachen Klimaschutz? Wir haben Argumentationshilfen.

Lesezeit: 2 Minuten

Kritische Fragen oder Vorwürfe zur Landwirtschaft sind spontan meist schwer zu beantworten. Hier fassen wir die richtigen Argumente, einfach erklärt für Sie zusammen. Diesmal zum Thema Maisanbau:

Die „Vermaisung“ der Landschaft wird oft als Argument gebracht, wenn es um Monokulturen in der Landwirtschaft geht. Mais hat dabei keinen guten Ruf. Aber wie sieht es klimatechnisch mit der Maispflanze aus? Schließlich wächst Mais in kurzer Zeit sehr schnell und bindet dadurch auch viel CO2, oder?

Ist Mais ein Klimaschützer?

Das ist grundsätzlich korrekt. Mais weist eine hohe Flächeneffizienz auf, da er auf der gleichen Fläche mehr CO2 binden kann als viele andere Ackerkulturen. Nur Zuckerrüben können da unter den klassischen Feldfrüchten noch mithalten. Das liegt daran, dass Mais eine sogenannte C4-Pflanze ist. Sie betreiben effizienter Photosynthese als die meisten heimischen C3-Pflanzen, somit können sie auch besser Kohlenstoff fixieren.

Im Anbau wird jedoch auch CO2 freigesetzt. Einmal durch Landmaschinen, auch durch Dünger kann klimawirksames Lachgas (N2O) entstehen. Letztlich bindet die Maispflanze aber weit mehr Kohlenstoff, als bei ihrem Anbau freigesetzt wird.

Kurzfristig vs. Langfristig

Doch das ist nicht das Ende der Geschichte. Denn Mais ist eine einjährige Kultur. Wenn Silomais z.B. in Biogasanalgen verbracht wird, wird der Kohlenstoff wieder freigesetzt. Dadurch ist der langfristige Speichereffekt quasi Null. Und wenn man auf Moorböden Mais anbauen würde, würde sich die Bilanz deutlich verschlechtern, da im Boden gespeicherter Kohlenstoff mit der Zeit freigesetzt würde. Die Frage, auf welchen Standorten Mais angebaut wird, ist daher ebenfalls entscheidend.

Kein Allheilmittel, aber nützlich

Zwar kann man bei Mais als Energiepflanze nicht von einem CO2-Speicher sprechen, aber als Energiepflanze ist sie dennoch äußerst effizient und weist im Vergleich zu konventionellen Methoden der Stromerzeugung z.B. Kohlestrom einen um 90 % geringeren CO2-Ausstoß aus. Dieser Wert wird besser, je effizienter auch die Abwärme einer Biogasanlage genutzt wird. Daher ist Mais vielleicht kein guter CO2-Speicher, er kann dennoch dazu beitragen grüne Energie zu erzeugen.

Ihre Meinung?

Was denken Sie über Mais? Wird die Superpflanze zu Unrecht verteufelt? Schreiben Sie an deter@topagrar.com. Die interessantesten Leserbriefe veröffentlichen wir immer freitags.

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