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Was ist die richtige Aussaatstärke von Mais?

Je nach Bodenart ist die Aussaatstärke von Mais unterschiedlich. Unser Experte erklärt, worauf Sie achten müssen.

Lesezeit: 2 Minuten

Frage:

Was ist die richtige Aussaatstärke von Mais nach Bodenart/Wasserhaltefähigkeit des Bodens? Welche weiteren Faktoren muss ich bei der Aussaatstärkenberechnung berücksichtigen?

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Antwort:

Sie sollten die Bestandsdichte auf schwächeren Standorten reduzieren. Auf tiefgründigen Standorten können Sie dagegen eine höhere Bestandsdichte anstreben. Allerdings hat auch der Sortentyp Einfluss auf die anzustrebende Saatstärke. Im Grundsatz gilt, dass Sie großrahmige Sorten eher dünner aussäen sollten.

Im Umkehrschluss sollten Sie kleinrahmige Sorten eher stärker aussäen. Die Darstellungen in Tab. 1 geben einen Überblick über die Saatstärke von Mais in Abhängigkeit von Standort und Sorte. Die Landwirtschaftskammer NRW hat für die gängigen Sorten eine Empfehlung erarbeitet (Tab. 2). Die Spannbreite reicht danach von 6 bis zu 10 Körner/qm. In Niedersachsen geht die Empfehlung von 7 bis zu 12 Körner/qm.

Die tatsächliche Saatstärke hängt jedoch von dem erwarteten Feldaufgang ab. Um Vogelfraß vorzubeugen, sollte eine Beizung mit Korit (Wirkstoff Ziram) erfolgen, denn meist tritt der Schaden nur auf Teilflächen auf. Nicht selten muss sogar ein Umbruch von Teilflächen durchgeführt werden.

Gegen den Drahtwurm kann ebenfalls eine Beizung mit dem Wirkstoff Tefluthrin erfolgen (Force). Dieses Kontaktinsektizid hat eine gute Wirkung auf den unterirdischen Fraßschaden. Auch bei einem erwarteten Drahtwurmbefall muss von einem punktuellen Schaden ausgegangen werden, der nicht ohne weiteres durch eine höhere Saatstärke kompensiert werden kann.

Bei erwarteten Schäden durch Vogelfraß oder Drahtwürmer sollte jedoch immer ein geringerer Feldaufgang unterstellt werden. Der Feldaufgang wird zudem von weiteren Faktoren beeinflusst. Eine Bedeutung hat dabei die Bodenbearbeitung. Vor allem wenn Sie die Böden zu nass bearbeiten, kann der Feldaufgang leiden. Im Umkehrschluss sollten Sie der Boden jedoch auch nicht trocken ackern. Unter sehr trockenen Saatbedingungen müssen Sie das Saatkorn möglichst noch an die wasserführende Schicht legen.

Des Weiteren hat der Saatzeitpunkt einen großen Einfluss auf den Feldaufgang. Eine sehr frühe Saat fördert Risiken durch Frostschäden und kann auch die Schäden durch Bodenschädlinge erhöhen. Daher sollten Sie den Mais nach Möglichkeit erst dann säen, wenn die Witterung einen zügigen Aufgang verspricht.

Unser Experte: Ulrich Lehrke, LWK Niedersachsen

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