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Feldtag "Soil Evolution" zu Gast in Österreich

Vom 4. bis 6. Juni 2024 findet im niederösterreichischen Umbach die zweite Soil Evolution statt. top agrar sprach mit Mitinitiator Hans Gnauer vom Verein Boden.Leben über das Event.

Lesezeit: 4 Minuten

Herr Gnauer, die Soil Evolution lebt vom intensiven Austausch zwischen den Praktikern. Welches sind die ­wichtigsten Themen, die die Besucher erwarten?

Gnauer: Bei unserem dreitägigen Event erwartet Sie ein reichhaltiges Programm mit 36 Vorträgen, sechs Workshops, vielen Ausstellern zum Thema und jede Menge Er­fahrungsaustausch! An jedem Tag wurde ein ­eigener Schwerpunkt ­gesetzt. Am ­ersten Tag liegt der Fokus auf kon­servierender Bodenbearbeitung und Direktsaat. Am zweiten Tag geht es vor allem um den Anbau von Zuckerrüben, Kartoffeln und Gemüse in ­reduzierten Systemen. Am dritten Tag bieten wir einen Schwerpunkt zur ­Biolandwirtschaft inkl. Bio No-Till, dazu Strip-Till, ­Cultan-Düngung und wie man ­Wirtschaftsdünger in auf­bauenden Systemen integriert. 

Was können die Besucher im Feld ­erwarten?

Gnauer: Auf dem mehrere Hektar ­großen Ausstellungsgelände präsentieren über 50 Aussteller Lösungen aus den Bereichen Landtechnik, Düngung, Saatgut, Dienstleitungen sowie Beratung rund um das Thema Bodenfruchtbarkeit. Darüber hinaus bieten sechs verschiedene Workshops reichlich ­Infos für den interessierten Landwirt. Darunter finden sich eine Regenwurm-Rallye, eine Erosionssimulation, ­Aktionen zur Einstellung des richtigen ­Reifendrucks, zum Brixtest sowie zur Blattdüngung oder Aufbereitung des Spritzwassers. Auch die Humusbilanzierung wird ein Thema sein. Es ist für jeden was dabei! Zudem finden zu ­besonders spannenden Themen Praktikertalks – von Bauern für Bauern – statt. Die Besucher können hier die Gelegenheit nutzen, um mit Kollegen und Forschern über Herausforderungen und Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft zu diskutieren.

Einen Schwerpunkt bildet heuer die ­reduzierte Bodenbearbeitung bei ­Kartoffeln, Zuckerrüben und Gemüse. Gerade hier ist ja Erosion ein großes Thema. Worum geht es dabei genau?

Gnauer: Bei diesen Feldfrüchten ist es technisch schwierig, die Bodenbear­beitung zu reduzieren, ohne Ertrags- oder Qualitätseinbußen zu realisieren. Zugleich ist bei diesen Kulturen der mögliche Verlust an Bodenfruchtbarkeit durch Erosion und Humusverlust durch intensive Bodenbewegung so hoch wie bei keiner anderen. Wir holen hier Praktiker vor den Vorhang, die sich der Aufgabe gestellt haben und Systeme neu denken, optimieren oder neu entwickeln. Dazu regen neben den Praktikern auch Wissenschaftler an, Problembereiche wie den Drahtwurm anders zu interpretieren als bisher.

Im Gegensatz zur ersten Veranstaltung im Jahr 2022 in Uttenweiler (D) ­werden auch Maschinen im praktischen Einsatz gezeigt. Welche gibt es hier im Einzelnen zu sehen? 

Gnauer: Ja, genau. Das war leider aus versicherungstechnischen Gründen in Deutschland nicht möglich. Heuer wird auf einem eigenen Vorführfeld täglich ab 16.30 Uhr die Direktsaat in stehende Zwischenfrüchte gezeigt. ­Anschließend analysiert unser Technikexperte der LK Technik Mold, Christoph Berndl, die Arbeit der Maschinen. Von den 15 ausgestellten Direktsaatmaschinen werden die meisten an der Vorführung teilnehmen. Hier kommt garantiert jeder Technikbegeisterte auf seine Kosten! Gespräche mit Praktikern und Anwendern der Technik ­helfen hier, die richtige Entscheidung für den eigenen Betrieb zu treffen, falls eine Investition ansteht.

Wichtig ist uns, dass die Praktiker miteinander in den Austausch gehen.“
Hans Gnauer

Welchen Nutzen können die Besucher aus den Feldtagen ziehen?

Gnauer: Wir möchten zeigen, wie Landwirte erfolgreich im Klimawandel agieren können. Proaktiv und lösungsorientiert voranschreiten ist immer besser, als auf etwas reagieren zu müssen oder gar hilflos ausgeliefert zu sein. Bei 36 Vorträgen, den sechs Workshops und Praktikertalks ist sicher für jeden etwas dabei, um neue Ideen und Lösungen mit nach Hause zu nehmen. Auch von dem probierfreudigen und lösungsorientierten Mindset können sich die Besucher viel mitnehmen. Das soll heißen, dass es sinnvoller ist, nachzudenken, wie etwas gehen kann und nicht unnötig Energie an Stellen zu verschwenden, an denen wir doch nicht weiterkommen.  

Wie ist die Soil Evolution am ­besten zu erreichen, und was kostet die ­Teilnahme?

Gnauer: Am besten ist die Soil Evo­lution entweder mit dem Auto über die Autobahn A1, via Abfahrt Loosdorf, oder mit dem Zug bis zum Bahnhof Loosdorf bei Melk zu erreichen. Von hier wird es einen Shuttledienst zum Ausstellungsgelände geben. Das ­Tagesticket kostet 90 €, Mitglieder der Vereine Boden.Leben, GKB und Swiss No-Till zahlen nur 60 €. Das Festivalticket für alle drei Tage kostet 200 € oder 150 € für die Mitglieder. 

Ihre Meinung zählt!

Für wie wichtig halten Sie es, einen Feldtag zum Thema Boden durchzuführen? Waren Sie auf der Soil Evolution 2022? Werden Sie an der Soil Evolution in Österreich teilnehmen?

Schreiben Sie Ihre Meinung gern an Daniel.Dabbelt@topagrar.com. Wir behalten uns vor, besonders interessante Zuschriften - ggf. gekürzt - zu veröffentlichen.

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