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Hof Köhler vernetzt Verbraucher und Landwirtschaft

Elise Köhler will Verbrauchern ein modernes Bild „ihrer“ Landwirtschaft zeigen. Das Profil des traditionellen Ackerbaubetriebes ist auch für die Vermarktung von Kartoffeln & Zwiebeln nützlich.

Lesezeit: 3 Minuten

Scrollt man durch das Profil des Hofes Köhler aus Immensen (Niedersachsen), erscheinen Nahaufnahmen von Zwiebeln und Kartoffeln, Maschinen „in Action“ auf dem Feld und ein freundlich dreinblickendes Hofteam – darunter das Gesicht von Elise Köhler.

Elise hat vor rund 1,5 Jahren die Verantwortung für Vertrieb und Marketing auf dem elterlichen Ackerbaubetrieb übernommen. Nach ihrer Ausbildung zur Tanzlehrerin und einem Jurastudium kehrte sie zurück „nach Hause“ und startete dort im Sommer ihre landwirtschaftliche Ausbildung. Seit 15 Generationen lebt Familie Köhler auf dem Hof. Heute ist er vielseitig aufgestellt: Neben dem Garten- und Landschaftsbau und einer Biogasanlage bauen sie auf 500 ha Kartoffeln, Zwiebeln, Weizen, Rüben und Mais an. Dafür starteten sie dieses Jahr ihre eigene Vermarktung.

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Der Account ist unsere Online-Visitenkarte."

Genau in diesem Bereich kommt ihnen der von Elise geführte Social Media-Account zugute: Zwar erreichen sie auf Instagram über @koehler.1567 nicht direkt die Supermärkte. Jedoch sei es schon häufiger passiert, dass diese im Anschluss an ein erstes Gespräch den Hof Köhler recherchierten und vom Internetauftritt begeistert waren. „Der Account ist unsere Online-Vi­sitenkarte“, so die Junglandwirtin.

Aufwand: Pro Tag eine Stunde

Der Instagram-Account hat weitere positive Effekte gezeigt. So gewannen sie neue Mitarbeiter und Auszubildende. Branchengrößen wie John Deere haben Werbeanfragen gestellt, was zwar keine direkten Einnahmen bringt, aber die Außenwirkung und Markenbildung fördert. Die aufgebrachte Zeit ist beachtlich: Eine Stunde investiert sie täglich in das Profil. Dafür nutzt sie ihre Handykamera. Zusätzlich drei bis vier Stunden wöchentlich nehmen Shootings und die Video-Bearbeitung in Anspruch. Etwa zweimal pro Jahr macht eine Fotografin professionelle Bilder für den Internetauftritt des Hofes.

Es ist wichtiger, die Gesichter zu zeigen, statt immer nur Bilder von Traktoren.“

Inhaltlich soll der Account eine Art Fenster in ihren Alltag sein. Elise zeigt persönliche Einblicke, stellt das Hof-Team vor. „Es ist wichtiger, die Gesichter zu zeigen, statt immer nur Bilder von Traktoren“, sagt sie. Nicht zu tiefe fachliche Beschreibungen, denn sonst verliere man das Interesse der Verbraucher.

Aus ihrer Studentenzeit und dem Stadtleben nimmt sie eine weitere Erkenntnis mit: „Die Jahre außerhalb der Branche haben mir gezeigt, was für ein krasser Abstand zwischen dem Bild der Gesellschaft und der „echten“ Landwirtschaft besteht.“ Deshalb will sie zeigen, dass die Landwirtschaft weniger eingestaubt ist, als Leute ihrer Erfahrung nach denken. Elise schätzt Insta­gram als Plattform. Der unkomplizierte und direkte Kontakt zu einer breiten Öffentlichkeit überzeugen sie. Zukünftig will sie für längere Videos zusätzlich auf YouTube setzen. Die Landwirtin geht all das rein intuitiv an. Lediglich die ersten zwei Monate half ihr eine Marketingfirma bei dem Aufbau der Website und des Instagram-Accounts. So konnte der Start gut gelingen.

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