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Rentenbank Kredite

Landwirte investieren wegen Verunsicherung weniger

Im Vergleich zum starken ersten Halbjahr 2022 ging die Nachfrage nach den Programmkrediten der Landwirtschaftlichen Rentenbank im ersten Halbjahr 2023 zurück. Das Neugeschäft erreichte 3,2 Mrd. €

Lesezeit: 3 Minuten

„Unsicherheiten über die künftigen politischen Rahmenbedingungen, deutlich gestiegene Zinsen und volatile Märkte wirken sich offenbar zunehmend auf die Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft aus. Das ist insbesondere auch in der Tierhaltung zu spüren." Das stellte Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Rentenbank jetzt fest.

Dazu komme, dass wir uns mitten in der Transformation zu einer klimaneutralen und nachhaltigeren Wirtschaft befinden. Vieles sei unsicher und werde noch diskutiert. Damit die zukunftsorientierten Landwirte die Chancen nutzen können, werde die Bank ihre Förderangebote immer wieder anpassen, versprach Steinbock. Dazu sei man im engen Austausch mit der Branche.

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Fördersparte „Ländliche Entwicklung“ mit deutlichem Zuwachs

Das Neugeschäft in der Fördersparte „Landwirtschaft“ entwickelte sich gegenüber dem Vorjahreshalbjahr schwächer und erreichte 801 Mio. € (1. Halbjahr 2022: 1 104 Mio. €). Die Betriebe fragten insbesondere weniger Programmkredite für Grunderwerb und Wirtschaftsgebäude nach.

Auch in der Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ war ein Rückgang zu verzeichnen, insbesondere bei Maschinen- und Gebäudefinanzierungen. Das Neugeschäft lag bei 415 Mio. € (613 Mio. €).

Kräftig angestiegen um rund 75 % ist das Neugeschäft in der Fördersparte „Ländliche Entwicklung“ auf 1,6 Mrd. € (914 Mio. €). Hierfür sorgte die stärkere Nachfrage der Landesförderinstitute nach Globaldarlehen der Rentenbank. Sie nutzen diese insbesondere für die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen im ländlichen Raum.

Nach einem außergewöhnlich guten Vorjahreshalbjahr ging die Nachfrage in der Fördersparte „Erneuerbare Energien“ auf 339 Mio. € (1,0 Mrd. €) zurück. Weniger nachgefragt wurden insbesondere Windkraftfinanzierungen. Hierbei spielten vor allem die Vorzieheffekte eine Rolle, die es im vergangenen Jahr aufgrund der sich abzeichnenden Zinserhöhungen gab.

Insgesamt erreichte das Programmkreditgeschäft der Rentenbank im ersten Halbjahr 2023 3,2 Mrd. € (3,8 Mrd. €).

Erweiterung der Programmkredite

Erweitert hat die Rentenbank im Juli ihr Programm „Zukunftsfelder im Fokus“, dem zwei neue Zukunftsfelder hinzugefügt wurden: „Hofnachfolgerinnen und Existenzgründerinnen in der Land- und Forstwirtschaft“ sowie „Effiziente Bewässerung und Speicherbecken“. Zudem wurden zwei Zukunftsfelder um weitere Investitionsmöglichkeiten ergänzt. In allen Zukunftsfeldern profitieren die Betriebe von den zusätzlich vergünstigten „LR-Premium“-Konditionen.

Aktualisiert und ergänzt hat die Rentenbank auch ihre beiden Programme zur Förderung der ländlichen Entwicklung. Im Programm „Leben auf dem Land“ wurden die Fördermöglichkeiten für Investitionen in die soziale Infrastruktur erweitert. Im Programm „Räumliche Strukturmaßnahmen“ bietet die Bank nun neben Konditionen auf Einzelanfrage zusätzlich täglich aktualisierte Standardkonditionen an und hat den Antragsprozess weiter verschlankt.

Geplant ist außerdem, dass die Rentenbank einzelne Fördermaßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) abwickelt. Das ANK ist ein wichtiges Vorhaben des Bundes, um Landwirtschaft mit dem Klimaschutz stärker in Einklang zu bringen.

Weiterer Ausbau der Innovations- und Start-up-Förderung

Innovationen fördert die Rentenbank von der Entwicklung über die Praxiseinführung bis hin zur Verbreitung zukunftsweisender Verfahren und Produkte. Im ersten Halbjahr 2023 erhielten drei agrarnahe Start-ups Nachrangdarlehen über insgesamt 1,6 Mio. € (1,3 Mio. €) und in Form von Innovationsgutscheinen aus dem „Zweckvermögen des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank“. Zudem förderte die Rentenbank aus ihrem Innovationsfonds acht Projektpartner mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt 2,6 Mio. € (1,6 Mio. €).

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