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Kommentar: Roter Teppich für Fachkräfte

Der Mangel an Fachkräften spitzt sich zu. Viele Arbeiten bleiben zwangsweise liegen. Unternehmen suchen immer aggressiver neue Mitarbeiter und bieten Leistungen neben dem Lohn.

Lesezeit: 3 Minuten

Ein Kommenatar von Brigitte Laarmann, Redakteurin beim Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben.

Stell dir vor, es ist Energiewende – und keiner bringt die Photovoltaikanlage ans Netz. Stell dir vor, es ist Ernte – und der Mäh­drescher kommt nicht. Die Liste solcher Situationen, in denen dringende Aufgaben liegen bleiben, wird länger. Denn Deutschland ist mitten im größten Arbeitskräftemangel seit den so­genannten Wirtschaftswunderjahren nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Laut Arbeitsmarktforschung wollen viele Unternehmen aktuell voll durchstarten, können aber freie Arbeitsstellen nicht besetzen und werden dadurch ausgebremst. Das ist Wirtschaft ohne Wunder. Allein im Handwerk, dem umsatzstärksten Wirtschaftsbereich in NRW, bleiben im Schnitt drei von zehn ausgeschriebenen Arbeitsstellen ohne passend qualifizierte Bewerber. Besonders groß ist die Not in Branchen wie Bauen, Elektro oder Heizungs- und Klimatechnik.

Fitnessstudio und Tankgutschein

Der Wettbewerb um Menschen, die mit Kopf und Hand vollen Einsatz bringen, wird aggressiver. Arbeitnehmer wandern dorthin ab, wo sie die besten Konditionen erwarten. Ist das bei allen Arbeitgebern angekommen? Wer sich Jobportale und Stellenanzeigen anschaut, stellt Veränderungen fest.

Die 60-Sekunden-Bewerbung übers Smartphone verbreitet sich in Handwerksberufen, um die Zugänge zu vereinfachen. Stellenausschreibungen lassen zu, dass Bewerber wahlweise in Voll- oder Teilzeit arbeiten. In männerdominierten Berufen werden Frauen umworben.

Es gibt Lebensarbeitszeitkonten und Modelle der Vier-Tage-Woche, um mehr zeitliche Flexibilität zu ermöglichen. Mit gut ausgestatteten Arbeitsplätzen, Weiterbildungsangeboten und Extras vom Tankgutschein bis zum Abo fürs Fitness­studio bemühen sich Betriebe um die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter.

Mitarbeiter motiviert halten

Unternehmer aller Branchen sollten sich mit diesen Trends beschäftigen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fragen: Was brauchen sie, um fit und motiviert zu bleiben?

Kürzlich hörte ich von einer Bildungseinrichtung, die ihren Beschäftigten nach einer anstrengenden Saison mit vielen Überstunden eine Woche unbezahlten Urlaub schenkte. Das kam beim gestressten Personal gut an und signalisierte, dass der Betrieb sich um einen Lastenausgleich kümmert.

Auch ein einzelner freier Arbeitstag oder ein toller Mitarbeiterausflug sind Zeichen der Wertschätzung.

Quereinsteiger gesucht

Der Fachkräftemangel stärkt die Position künftiger Auszubildender – vorausgesetzt, ihre Leistung passt. Er steigert die Attraktivität älterer Arbeitnehmer oder Selbstständiger, die beruflich umsatteln wollen.

Etliche Branchen umwerben Quereinsteiger, etwa die Metall- und Elektroberufe. Bundesweit wanderten 2021 rund 146.000 Jobwechsler dorthin ab.

Menschen mit Handicap und einer Helfer- oder Werkerausbildung rücken auf dem Arbeitsmarkt stärker in den Fokus. Mit passender Begleitung, die Überforderung und Übervorteilung abwehrt, ist das ein guter Ansatz.

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