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topplus Erneuerbare Wärme

Solarstrom plus Speicher senken Kosten für Wärmepumpenbetrieb

Wärmepumpen gelten als das Heizungssystem der Zukunft. Eine aktuelle Untersuchung von EUPD Research betrachtet die Kosten über den Lebenszyklus einer Wärmepumpe.

Lesezeit: 3 Minuten

Mit einem Photovoltaik-Speicher-Systems lässt sich ein Großteil des Strombedarfs für eine Wärmepumpe selbst decken. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschers EUPD Research im Auftrag des Heimspeicheranbieters E3/DC.

Was die Studienautoren herausgefunden haben: Die Stromkosten erweisen sich im Vergleich zu Installation und Wartung klar als dominierend. Die Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr fallen mit einer solaren Eigenverbrauchslösung im Vergleich zum reinen Netzbezug durchschnittlich um 35 % niedriger aus.

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Die Kosten einer Wärmepumpe

Generell kann zwischen vier Kostenarten unterschieden werden: Anschaffung, Anlageninstallation, Erschließung der Wärmequelle und Betriebskosten. Während Anschaffung und Installation sowohl bei Luftwärmepumpen als auch bei Erdwärmepumpen auf ähnlichem Niveau liegen, muss zur Erschließung der Wärmequelle Erdwärme nochmals investiert werden. Dem höheren Investitionsaufwand bei Erdwärmepumpen steht jedoch ein zumeist geringerer Stromverbrauch im Betrieb gegenüber, so dass die betrachteten Systeme Luftwärmepumpe und Erdwärme mit Kollektor oder Sonde in der Lebenszyklusbetrachtung über 20 Jahre nahezu identische Werte erreichen.

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird der Einbau von Wärmepumpen staatlich gefördert. Die Fördermittel umfassen je nach Art und Alter der zu ersetzenden Heizung zwischen 25 und 40 % der Investitionskosten. Die Darstellung der Lebenszykluskosten der Wärmepumpen offenbart, dass zwischen 49 und 67 % der Kosten im Anlagenbetrieb anfallen. Neben den jährlichen Wartungskosten, die mit Werten zwischen 150 und 200 € angegeben werden, sind die Stromkosten hier maßgeblich.

75 % des Strombedarfs deckt Solaranlage

Luftwärmepumpen sind mit einem Anteil von 85 % aller Wärmepumpeninstallationen in Deutschland am stärksten verbreitet. Bei einem aktuellen Strompreis von 40 ct/kWh und einem moderaten weiteren Anstieg der Stromkosten von 2 % jährlich summiert sich in 20 Jahren die Stromrechnung des Luftwärmepumpenbetriebs auf knapp 19.000 €. Durch den Einsatz einer 15 kW Photovoltaik-Anlage in Kombination mit einem 15 kWh Heimspeicher lassen sich etwa zwei Drittel des Strombezuges mit eigenem Solarstrom abdecken. Wenngleich der Solarstrom vom eigenen Hausdach mit entsprechenden Investitionen in Photovoltaik-Anlage und Speicher verbunden ist, liegen die Kosten je Kilowattstunde Eigenstromerzeugung deutlich unter den Bezugskosten aus dem öffentlichen Stromnetz und sind zudem noch über die gesamte Betriebsdauer konstant.

Ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Der Betrieb einer Luftwärmepumpe mit 100 % Netzstrom verursacht je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr Heizkosten in Höhe von 14,74 €. Infolge der Einsparungen in den Stromkosten durch eigenen Solarstrom können die Heizkosten um 35 % auf 9,52 € je Quadratmeter und Jahr abgesenkt werden. „Die Kombination aus Solarstrom und Wärmepumpe ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch die beste Variante. Die konstanten Kosten der Solarstromerzeugung sichern im langfristigen Betrieb der Wärmepumpe eine hohe Wirtschaftlichkeit, was im Kontext hoher Inflationsraten umso wichtiger ist“, erklärt Dr. Martin Ammon, Geschäftsführer der EUPD Research.

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