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Wildpflanzenmischungen

Feldtag: Blühpflanzen auf landwirtschaftlichen Flächen

Das Sächsische Netzwerk Biomasse e.V., die Agrargenossenschaft „Bergland“ Clausnitz e.G. und die Saxonia Bildung gGmbH haben Interessenten über Biogas-Blühpflanzen informiert.

Lesezeit: 4 Minuten

Blühpflanzen auf landwirtschaftlichen Flächen sind ein wichtiger Beitrag zum Arten- und Naturschutz. Wird aus den Blühpflanzen Biogas erzeugt, ist dies aktiver Klimaschutz. Um diesen Ansatz voranzutreiben und zur Diskussion anzuregen, hatten am 29. Juli 2021 das Sächsische Netzwerk Biomasse e.V., die Agrargenossenschaft „Bergland“ Clausnitz e.G. und die Saxonia Bildung gGmbH zu einem Feldtag eingeladen.

Besichtigung einer Blühfläche

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15 Personen folgten dieser Einladung und wurden von Andreas Neubert, Leiter der Pflanzenproduktion der AG „Bergland“ auf einer Blühfläche mit einer Einführung zum Betrieb empfangen. Die Blühfläche liegt zwischen Clausnitz und Cämmerswalde auf einer Höhe von über 700 m ü. NN. Hier werden auf einer Fläche von knapp 12 ha drei verschiedene Saatgutmischungen zu Versuchszwecken angebaut. Insgesamt wachsen Blühpflanzenmischungen auf 30 ha im Betrieb. Neben der regionalen Blühmischung „Memmendorf blüht auf“ wurden die Mischungen „Brache mit Honigpflanzen (L. Stroetmann Saat)“ und Top Quh Bienenweide (Beiselen) angebaut.

„Bei der Auswahl der Pflanzenarten sollte darauf geachtet werden, gebietseigene Wildpflanzenarten zu verwenden, weil viele Insektenarten auf bestimmte, einheimische Pflanzenarten spezialisiert sind. Wichtig bei diesen Flächen ist auch die Blühfolge, um für Insekten die Trachtlücke (Pollen und Nektar) in den Sommermonaten auszugleichen“, rät Erik Ferchau von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Auch, wenn Blühpflanzen Vorteile für Boden und Biodiversität bieten, müssten Wege gefunden werden, um bei hohem ökologischem Wert ein möglichst hohes Ertragspotenzial für die Biogaserzeugung zu erreichen.

Die Versuche sind Teil des Verbundprojektes „Multifunktionale Bioenergienutzung im ländlichen Raum (MultiBioLR)“ der TU Bergakademie Freiberg, des Sächsischen Netzwerks Biomasse e.V. und der AEV Energy GmbH, Dresden. Mit dem Erntegut der Blühflächen führt die TU Freiberg ab September Biogasertragstests durch. Je nach Qualität kann der Schnitt der Blühflächen in den Biogasanlagen der Agrargenossenschaft "Bergland" Clausnitz e.G. als Kosubstrat zur Rindergülle eingesetzt werden.

Breite Fruchtfolge

Der Betrieb setzt beim Ackerbau auf eine ungewöhnlich breite Fruchtfolge, in der weitere Blühpflanzen wie die Ölpflanzen Raps, Lein, Senf, Leindotter sowie KUP-Weide vorkommen. Der Leindotter wird auch im Mischanbau zusammen mit Futtererbsen mit großen Erfolg angebaut. Details können auf der Webseite https://agrar-bergland-clausnitz.de eingesehen werden.

Generell bietet sich für Betriebe an, Blühflächen auf schwer zu bewirtschaftende oder ertragsärmere Standorte, „Zwickelflächen“ oder ungünstig gelegene Flächen anzulegen. Die besichtigte Fläche nutzt die Agrargenossenschaft "Bergland" Clausnitz seit mehreren Jahren als Blühfläche. Dadurch, dass immer derselbe Schlag für Blühmischungen genutzt wird, ergeben sich keine Probleme mit einer eventuellen Verunkrautung von Nachfolgekulturen.

Förderung von Blühflächen

Für Blühflächen existieren Fördermöglichkeiten, wenn bestimmte Kriterien wie eine Bewirtschaftungspause bis 15.09. oder der Verzicht auf Düngereinsatz bis 15.09. des Antragsjahres eingehalten werden. Durch die Förderung (AL 5d für einjährige Blühflächen und AL 5c für mehrjährige Blühflächen) werde auch die Wirtschaftlichkeit erreicht.

Die eingesetzten Mischungen enthalten bis zu 15 Arten (verschiedenen Kleearten, Phacelia, Sonnenblumen, Sommerwicke, Serradella, Borretsch, Lupine, Futtererbse, Malve, u.a.). Der Bestand auf den Flächen war sehr dicht und stand in der Blüte. Teilweise waren weitere Pflanzenarten von Vorkulturen wie Hafer, Senf, Leindotter und auch Disteln zu erkennen. Einzelne Pflanzenarten wie der Buchweizen waren schon verblüht. Am Ende der Tour wurde eine Fläche mit Durchwachsender Silphie besichtigt, die am Beginn der Blüte stand. Diese Pflanze ist einzigartig in der Mischung aus Fasern und einem hohen Energiegehalt und kann neben der Verwendung als Biogassubstrat als Futterpflanze eingesetzt werden.

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