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Niedersachsen schwächelt beim Windenergie-Ausbau

In Niedersachsen sind letztes Jahr 131 neue Windenergieanlagen ans Netz gegangen. Zugleich werden aber viele Altanlagen stillgelegt. Und die Bürokratie und lange Verfahren bremsen unheimlich.

Lesezeit: 3 Minuten

Sauberen Strom aus Windenergie gewinnen, um so die Klimaziele zu erreichen. Dazu tragen vor allem die norddeutschen Bundesländer bei, stellt der Bauernverband fest.

Für 2023 verzeichnet Niedersachsen einen Zubau von 131 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 638 Megawatt und liegt damit bundesweit auf Platz Zwei hinter Schleswig-Holstein, teilte der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) Niedersachsen vor kurzem mit. Im gleichen Zeitraum wurden 99 Anlagen mit einer Leistung von 155 Megawatt zurückgebaut, sodass in Niedersachsen 2023 ein Nettozubau von 483 Megawatt Gesamtleistung erreicht wurde.

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„Damit bewegen wir uns im Rahmen von 2022, wo der Nettozubau 422 Megawatt betrug. Wir Landwirte haben einen großen Anteil daran, auch wenn das nur ein Drittel des von der niedersächsischen Landesregierung anvisierten Ausbauziels mit 1.500 Megawatt jährlich ist“, ordnet Jochen Oestmann, Vorsitzender des Ausschusses Erneuerbare Energien im Landvolk Niedersachsen, die Zahlen des LEE ein.

weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen

Insgesamt weist Niedersachsen mit 12.542 Megawatt die höchste Nennleistung für 2023 auf. 6.169 Windenergieanlagen (WEA) in Niedersachsen liefern somit ein Fünftel der gesamten installierten Leistung in Deutschland.

Um das Ausbauziel schneller zu erreichen, seien vor allem weniger Bürokratie sowie schnellere Genehmigungsverfahren notwendig, führt Oestmann aus. Spitzenreiter im Zubau 2023 ist der Landkreis Uelzen mit 19 WEA, die insgesamt eine Leistung von 106 Megawatt (MW) besitzen. Im Landkreis Rotenburg/Wümme wurden 18 Windanlagen mit insgesamt 91 MW Leistung installiert und der dritte Rang geht mit 72 MW von 13 WEA an den Landkreis Diepholz. 

Stillgelegte Altanlagen schmälern Zubau 2023

Deutschlandweit sind 28.677 Anlagen mit einer Leistung von rund 61.000 Megawatt am Netz. Hier hat ein Zubau von insgesamt 745 neuen Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 3.567 MW stattgefunden, ein Plus von 48 % gegenüber dem Vorjahr. 30 % der neu installierten Leistung wurden über Repowering-Projekte errichtet. Hingegen wurden deutschlandweit 423 WEA mit einer Leistung von 534 MW zurückgebaut, sodass der Netto-Zubau gut 3.000 MW beträgt.

„Diese zurückgebauten Anlagen hatten ein durchschnittliches Alter von 22 Jahren, sodass viele von ihnen zum Zeitpunkt der Stilllegung nicht mehr über einen Förderanspruch nach dem EEG verfügten“, erklärt dazu Oestmann. Zum Jahresende 2023 erlosch zudem für alle Windenergieanlagen, die noch 2003 in Betrieb genommen wurden, die EEG-Förderung. Deutschlandweit beginnt zum Jahresanfang 2024 für 1.615 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 2.497 MW die Phase des ungeförderten Weiterbetriebs.

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