Dachverpachtung

Sanierung eines Milchviehstalls: Photovoltaik statt Asbestdach

Das Beispiel eines Milchviehhalters aus Brandenburg zeigt: Das Modell der Dachverpachtung zur Sanierung ist weiterhin attraktiv.

von Hinrich Neumann Hinrich Neumann
Schreiben Sie Hinrich Neumann eine Nachricht

In nur vier Wochen hat das Berliner Photovoltaik-Unternehmen Kintlein & Ose in Zusammenarbeit mit ihrem Partner K&O Dach- und Bauservice ein landwirtschaftliches Dach mit einer Fläche von 8.500 m² komplett saniert sowie eine 1,5 MW Photovoltaik-Anlage mit Longi-Solarmodulen installiert. Während der Arbeiten im ostbrandenburgischen Dorf Briesen konnte der Milchviehbetrieb seinen Betrieb wie gewohnt weiterführen.

Kostenfreie Dachsanierung

Wie so oft bei älteren landwirtschaftlichen Gebäuden musste das Dach vor der Montage der Solarmodule saniert werden, um den langfristigen Betrieb der Solaranlage sicherzustellen. Im Fall des Briesener Betriebs handelte es sich zudem um eine Asbesteindeckung. Die alten Dächer wiesen zahlreiche Schornsteine und Lüfter auf, um die herum die Solaranlage geplant werden musste.

Kintlein & Ose verrechnete die Pachtsumme mit den Sanierungskosten der Dächer und sorgte für eine komplette und für den Landwirtschaftsbetrieb kostenneutrale Asbestsanierung. Für das neue Dach wurden dabei hochwertige Stahltrapezbleche eingesetzt. Die Ingenieure haben auch das Problem der Schornsteine gelöst, die durch eine moderne Heizungslüftung ersetzt wurden.

Bei der Solaranlage hat Kintlein & Ose: monokristalline Module des Typs LR4-60HIH von Longi- verwendet, um die Fläche maximal ausnutzen zu können. Sie haben 370 W pro Modul.

Pachtmodell bleibt attraktiv

Die Verpachtung an einen externen Betreiber ist laut Kintlein & Ose eine praktikable und attraktive Alternative für Landwirte, die die Betreiber-Rolle nicht zusätzlich zu ihrem landwirtschaftlichen Beruf ausüben möchten. Der Landwirt muss dabei die mit der Energieerzeugung verbundenen Betriebs- und Wartungspflichten nicht übernehmen. In Briesen wird der Solarstrom direkt in das Netz des örtlichen Energieversorgers eingespeist. Die Anlage wird rund 1.421.000 kWh pro Jahr erzeugen.


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Newsletter bestellen

Das Wichtigste zum Thema Energie freitags, alle 4 Wochen per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.